JOHANN BAPTIST ENDERLE
   
  
1725 - 1798
LEBEN & WERK
Allegorie des Glaubens in St. Ulrich in Seeg/Allgäu
1995, S. 93 
Selbstportraits Sie finden sich in Bayersried (1750), in Hausen (1754) und in der Kirche St. Nikolaus in Hammerstetten (1763).
Selbstportrait als Apostel Thomas in Bayersried (links) und die Kupferstichvorlage von Pitteri - nach 1750 (rechts)
Enderle in St. Nikolaus - Hammerstetten
Enderle Denkmal in Donauwörth
In der Filialkirche von St. Georg in Bayersried soll sich J.B. Enderle um ca. 1750 als Apostel Thomas selbst dargestellt haben. Enderle war damals 25 Jahre jung. Diese Zuordnung als Selbstbildnis ist insoweit fraglich, da für die Darstellung der Apostel die Stiche von Marco Pitteri (1703-1767) als Vorlage dienten. Diese Stiche sind wiederum auf Gemälde von Giovanni Baptista Piazetta (1682-1754) zurückzuführen. Der Vergleich zeigt jedoch, dass der Gesichtsausdruck, besonders die Mundpartie von der Stichvorlage abweichen, so dass möglicherweise Enderle diesem Apostel seine Züge verlieh. Geboren am 15. Juni 1725 in Söflingen (1905 nach Ulm eingemeindet), eine Klosterherrschaft der Klarissen, westlich von Ulm gelegen. Die Eltern Mauritius (*1693) und Maria hatten fünf Kinder, von denen drei früh starben. Der Vater scheint schon vor der Geburt des letzten Kindes 1729 gestorben zu sein.
"Enderle, schafft kindlichen Herzens, in aller friedlichen Unbefangenheit, gutgelaunt, jovial gestimmt und entsprechend auch festlich einstimmend." Armin Gebhardt - Das Phänomen des Rokoko, 1995, S. 93
Stilistische Einordnung Johann Baptist Enderle gehört zu den besten Malern des schwäbischen Rokoko, er verdient es in eine Reihe mit Matthäus Günther, Johann Wolfgang Baumgartner, Gottfried Bernhard Göz und Franz Martin Kuen genannt zu werden. "Die Feinheit seines Kolorits, der Schwung seiner Komposition, das Raffinement in der Wiedergabe der Kostüme und Stoffe lassen vermuten, daß er wie andere seiner schwäbischen Landsleute in Venedig war und das Werk Giovanni Battista Tiepolos und die Schöpfungen Piazettas dort kennengelernt hat. Schindler Herbert
Enderle stand wohl in keinem direkten Arbeitsverhältnis mit dem älteren Johann Georg Bergmüller (*1688 in Türkheim bei Buchloe, 2. 1762 in Augsburg) , aber er hat seinen Zeichenstil - vor allem an der Augsburger Akademie - studiert und zeigt besonders in der Behandlung des Gewandes Ähnlichkeiten. Allerdings zeigt Enderle eine weichere, abgerundete Formen. Hier ist der Einfluss Kuens und über ihn Tiepolos unverkennbar.
Die Söflinger Zeit Erste Ausbildung wahrscheinlich bei einem Söflinger Klostermaler. 1746 Altarblatt in der Schloßkapelle Klingenstein (Blaustein) mit der Krönung Marias durch den dreifaltigen Gott und Ölbild einer Darstellung des hl. Antonius im Pfarrhof zu Unterkirchen (beide Landkreis Ulm). Die Darstellung des 21- jährigen ist noch etwas schwerfällig und schülerhaft. ca. 1750 Mitarbeiter von Franz Martin Kuen in Mindelzell , unter dessen stilistischen Einfluss er noch längere Zeit stand. Die Fresken in Heilig-Kreuz in Mindelzell entstanden in Zusammenarbeit mit seinem Meister Franz Martin Kuen. Sie zeigen Szenen aus "Jüngstes Gericht" und "Verehrung des Kreuzpartikels. Apostelbilder in der Kirche von Bayersried (Landkreis Krumbach). Das Bild des Apostels Thomas dürfte ein Selbstportrait sein. um 1750 Die Deckengemälde in der Pfarrkirche St. Stephan in Großkitzighofen (Gemeinde Lamerdingen bei Buchloe) 1753 Erste selbständige Aufträge für die Pfarrkirchen in St. Stephan in Kirchdorf und Oberauerbach in St. Mauritius (Landkreis Mindelheim). Hier fand er zu seinem eleganten, freien und sensiblen Formen und Farben. Gleichzeitig Auftrag im Chor der Dorfkirche St. Mauritius in Oberauerbach (Landkreis Mindelheim). Von 1753 an, erhielt Enderle bis zur vor seinem Tod fast jedes Jahr einen größeren Auftrag. Ein Zeichen seiner Wertschätzung aber auch seiner eher geringen Honorarforderungen. 1754 Deckenfresken in St. Bartholomäus in Hausen bei Pfaffenhausen (Gemeinde Salgen, Landkreis Unterallgäu) Chorfresko "Martyrium des heiligen Bartholomäus" und im Langhaus "Kaiser Konstantin erblickt das Kreuz".
Altarblatt in der Schloßkapelle Klingenstein (Ausschnitt)
Enderle hat hier die Vorlage des Themas "Verherrlichung des heiligsten Altarsakramentes" von Kuen übernommen, jedoch stilistisch und in der Raumstreckung eigenständige Elemente eingebracht, die die späteren Werke bereits erkennen lassen.
Franz Martin Kuen Fischach Pfarrkirche 1753
J.B. Enderle St. Stephan - Kirchdorf Hauptfresko 1753
1754 - Das Fresko in der Mitte des Langhauses zeigt den heiligen Konstantin mit Gefolge wie er das Kreuz erblickt.
Decken- und Wandgemälde in St. Clemens in Herbertshofen (Landkreis Wertingen); Das Hauptfresko des Martyrium des hl. Clemens beruht auf einem Entwurf von F. M. Kuen. 1755 heiratet Enderle die Malerswitwe Maria Theresia Reismiller in Donauwörth und übernimmt die Werkstätte und den Kundenkreis. Dadurch erwarb er das Bürgerrecht in Donauwörth. Aus der Ehe gingen keine Kinder hervor. In einer Gerichtsverhandlung tritt J. B. Enderle als Zeuge auf. Es geht um den Stukkateur Andreas Hen(c)kel, der von einer Apollonia Dossenberger als Vater ihres zweiten unehelichen Kindes genannt wurde. Mit Andreas Hen(c)kel aus Mindelheim arbeitet er bei der Ausgestaltung der Seeger Kirche (um 1768 - 1772) zusammen. Es ist wahrscheinlich, dass Enderle den Seeger Auftrag durch Vermittlung von Henckel erhalten hat. Mindelheim war auch die Heimat des Pfarrers von Seeg.
Mindelzell - Heilig-Kreuz Szenen aus "Jüngstes Gericht" und "Verehrung des Kreuzpartikels“
Die ersten Jahre in Donauwörth 1755 Deckengemälde in der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Genderkingen im Landkreis Donau-Ries 1756 Fresken in "Unsere Liebe Frau vom Berge Kamel" in Mussenhausen 1756/57 Deckenfresken in St. Thekla in Welden im Landkreis Augsburg 1757/58 Fresken in der Kirche St. Jakobus der Ältere in Ketterschwang (Ostallgäu). Das Fresko im Chor stellt das heilige Altarsakrament dar und das Fresko im Langhaus zeigt u.a. die Erscheinung des heiligen Jakobus.
Wohnhaus in Donauwörth aus dem Katalog "Der Donauwörther Rokokomaler Johann Baptist Enderle (1725-1798)" - 1998 zum 200jähriger Todestag- Seite 24
Mussenhausen - Chorfresko - Tempelgang Mariä. Signiert: J.B. Enderle fecit 1756
Hier in Mussenhausen fiel ihm die Aufgabe zu, zwei Szenen aus dem Leben Mariens zu vergegenwärtigen, im Chor den Tempelgang und an der flachen Langhausdecke die Himmelfahrt der Muttergottes. Dazu kamen noch zwölf kleine Bilder, die Darstellungen der Diener Mariens‚ Kaiser, Könige und Prinzen. Schon das Chorfresko, das früheste Werk, zeigt die blühende, in feinste Tiefen abgestufte Farbigkeit Enderles. Ein Engel zieht in kühnem Flug den Vorhang über dem Tempelportal hoch, stößt mit gespreizten Flügeln in den silbernen Wolkenhimmel. Maria, bräutlich bekränzt, schreitet die Stufen zum Altar, dem Hohenpriester entgegen. Ihre Eltern, Joachim und Anna, geben mit bärtigen Orientalen und allerlei Volk leidenschaftlich gestikulierende und gerührte Statisten ab. Wie bei vielen schwäbischen Freskanten, so bildet auch bei Enderle das Venezianische nur eine Erinnerung, eine Begleitmelodie, die dann immer mehr von der eigenen, volkstümlich warmherzigen Gestaltungsgabe aufgesogen wird und zuletzt nur noch dem Kenner vernehmbar mitschwingt. In den etwa acht Jahre später geschaffenen Fresken des Langhauses zeigt er sich auf der Höhe seines Könnens und in den Fährten seines eigensten Temperaments. Da sind die mit allem Prunk ausgestatteten Darstellungen der Diener Mariens: Kaiser Heinrich, wie er in vollem Ornat vor der Muttergottes kniet, Prinz Kasimir von Polen, das in Seide und Spitzen gekleidete Kind, und Stephan von Ungarn in dunkelroter Husarenmontur, wie er - ein visionäres Leuchten im breiten Magyarengesicht - die Stephanskrone empfängt. Und dann die Himmelfahrt Mariens, eine triumphale Resurrectio, wie sie nur ein Maler des Settecento umgreifen konnte. Aus dem geöffneten Grab, vom Sog einer mächtigen Wolke emporgerissen, schwebt sie Christus entgegen. Engel ziehen Girlanden über einen Himmel von azurenem Blau. Apostel folgen hingerissen und überwältigt dem unfaßbaren Geschehen. Zu höchst aber ist ein Thron bereitet. Hier wird sie ihren Platz haben. Kaiser und Könige werden ihre Diener sein." Schindler Herbert
Die Höhepunkte seiner frühen Schaffenszeit 1759 Deckengemälde in der Pfarrkirche St. Martin in Schwabmühlhausen 1760 Hochaltargemälde für St. Georg in Westendorf Um 1760 Das Gemälde "Predigt des Hl. Franziskus". Es ist heute im Museum und Galerie im Prediger in Schwäbisch Gmünd untergebracht. 1762 Kartuschen mit gemalten Darstellungen des Kreuzweges und aus dem Marienleben in der Klosterkirche Mariä Himmelfahrt in Wettenhausen im Landkreis Günzburg 1762/63 Fresken in der Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung in Gottmannshofen, Stadt Wertingen, im Landkreis Dillingen/Donau 1763 Fresken in Unsere Liebe Frau vom Berge Kamel in Mussenhausen (Langhaus: Himmelfahrt Mariens) 1763 Fresken über den heiligen Nikolaus in der Pfarrkirche St. Nikolaus in Hammerstetten im Landkreis Günzburg mit Selbstportrait des Malers 1765 Wand- und Deckenfresken in der Kapelle zur schmerzhaften Muttergottes in Eggelhof bei Achsheim im Landkreis Augsburg 1766-1767 in Deisenhausen , Pfarrkirche St. Stephan mit den Fresken aus dem Leben des heiligen Stephanus. Vier Szenen im Langhaus zeigen die Verteidigungsrede, die Einkleidung zum Diakon, die Krankenheilung und die Teufelsaustreibung. 1766 Gemälde in Unsere Liebe Frau in Oberrammingen, Landkreis Unterallgäu "die Anbetung der Weisen", "Besuch Mariens bei Elisabeth" , "die Flucht nach Ägypten" , "Kreuzigung", "Mariä Tempelgang" und "Anbetung der Hirten"
Chorfresko - Ausschnitt einer Aufnahme von Hans Schinabeck "Deisenhausen läßt vieles Anklingen, was zwei Jahre später in Unterrammingen [und 1769/70 in Seeg] entscheidend weiter entwickelt ist. Auffallend sind das helle Kolorit, das sich über die gesamten Fresken erstreckt, und der immer nervöser werdende Pinselstrich. Dadurch wird eine überraschende Lebendigkeit in der Zeichnung erreicht." (Dasser, S. 41)
Auffallend sind folgende Parallelen zu den Fresken der Kirche in Seeg: Die Gestaltung der Hauptfigur der fünf klugen Jungfrauen entspricht in der Stellung und Farbgebung der Judit im kleinen Fresko des Chorraumes in Seeg.
Die Anbetung der Hirten über dem Oratorium im Chor ist von Enderle fast identisch in Seeg aufgenommen worden. Der wesentlichste Unterschied ist, dass in Deisenhausen an der Stelle des geöffneten Himmels mit dem Text "GLORIA IN EXCELSIS DEO" drei Putti dargestellt sind. Des weiteren lassen sich auch Parallelen bei den Kreuzwegstationen und den Fresken an den Orgelemporen ( König David, Hl. Cäcilia) erkennen.
Joseph (Appo) Wagner * 1706 Thalendorf am Bodensee bis 1780 Venedig "Quod nascendur ex te Sanctum, vocabitur Filius Die." - Kupferstich, In der Platte signiert "Appo Wagner Ven. C.P.E.S. und nummeriert "Z.2" u.re., in Latein betitelt u.Mi. "Anbetung der Hirten" Dieser Stich dürfte Enderle als Vorlage für die Darstellungen in Deisenhausen und Seeg gedient haben. seit ca. 1720 Schüler bei F. Späth und J. Amigoni in München. Wechselte später von der Malerei in die Graphik und wurde Kupferstecher. Ausbildung bei L. Cars in Paris. 1729 Umzug nach Venedig, wo er eine bedeutende Kupferstich- Manufaktur betrieb. 1749 erhielt er das Privileg, seine Stiche mit C.P.E.S. zu bezeichnen. Den Hinweis über die Stichvorlage verdanke ich Herrn Franz Hopfenzitz aus Deisenhausen.
Höhepunkte seiner mittleren Schaffensperiode 1769 Deckenfresken der Pfarrkirche St. Magnus in Unterrammingen bei Mindelheim. Die stilistische Entwicklung erreicht seinen Höhepunkt und es ist verwunderlich wie Enderle all diese Aufträge bewältigen konnte. 1769/1770 Die Fresken in St. Ulrich in Seeg im Allgäu entstanden. Das Hauptdeckengemälde stellt die Seeschlacht vom Lepanto dar. Mit der Seeger Arbeit erreicht Enderle einen Höhepunkt seiner Schaffenskraft. Das Hauptfresko (Seeschlacht von Lepanto) erstrahl in einer ausgewogenen Farbigkeit. Bildelemente und "Leerflächen" sind spannungsvoll zueinander geordnet. Die elegante und leichte Pinselführung ist beeindruckend. 1770 Seeg/Schwarzenbach -Hl. Koloman in der Glorie - Altarbild von J.B. Enderle 1770 (90x60 cm). "Das Gemälde ist eine hervorragende Arbeit. Ausgewogen in der Komposition und von einer feinen, zarten Farbigkeit. ... Enderle wird es während seiner Arbeiten in der Seeger Pfarrkirche gemalt haben. " (Karl Ludwig Dasser). 1769 Fresken in der Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Buggenhofen , Gemeinde Bissingen im Landkreis Dillingen/Donau 1770 Malereien im Pfarrhof von Zaisertshofen, Landkreis Unterallgäu 1770/71 Deckengemälde in der Wallfahrtskirche Allerheiligen in Jettingen- Scheppach, Landkreis Günzburg. Sie zeigen: "die Anbetung der Weisen"; "Die Rückkehr aus Ägypten"; "St. Josef lehrt Jesus das Schreiben"; "Die Hl. Familie"; "Der zwölfjährige Jesus im Tempel". 1771 Hauptdeckenfresko "Maria und Heilige bitten bei Christus für die Armen Seelen" in der kath. Friedhofskirche St. Johannes der Täufer in Lauingen/Donau 1771/72 Deckengemälde in der Augustinerkirche in Mainz entstanden. Die Fresken zeigen Szenen aus dem Leben des heiligen Augustinus. In Mainz konkurrierte er mit Giuseppe Appiani um den Auftrag. 1772 Altargemälde "Taufe Christi" und im Auszug "Gottvater" in der kath. Friedhofskirche St. Johannes der Täufer in Lauingen/Donau 1773/74 Fresken in St. Ignaz in Mainz 1775 Deckenfresken mit Szenen der beiden Kirchenpatrone in St. Peter und Paul in Hochheim am Taunus, südlich von Wiesbaden (Hessen). Restauriert in den Jahren 1996-2005. Sie zeigen Stationen vom Wirken bis in den Tod der Patrone Petrus und Paulus in pastellfarbiger Ausdruckskraft.
St. Magnus Unterrammingen Auf einer Mission tritt Magnus mit seinem Begleiter Tasso dem Drachen entgegen und tötet ihn.
St. Ulrich in Seeg Seeschlacht von Lepanto
Augustinerkirche in Mainz
St. Peter und Paul in Hochheim am Taunus
Mariä Himmelfahrt in Buggenhofen
Spätwerk 1776/77 Deckenfresken in der neuerbauten Augustinerklosterkirche in Oberndorf am Neckar. Die Stuckarbeiten sind von Andreas Henckel. Die Verbindungen wurden wohl über das Augustinerkloster in Wettenhausen angeknüpft. 1978 renoviert, heute ist in diesem Raum das Kulturhaus der Stadt untergebracht. 1778 Deckenfresken im Deutschordenshaus in Donauwörth. Simon Lutz u. a. - Donauwörth 1998. Das Göttermahl oder Die Hochzeit der Thetis mit Peleus. Eine Bildanalyse zum Deckenfresko von Johann Baptist Enderle im Deutschordenshaus zu Donauwörth. Hrsg. vom Rotary Club. 1780 Das Deckenfresko im Festsaal des Klosters Heilig-Kreuz in Donauwörth. Es zeigt in vier Bildern die Geschichte des Klosters. 1786 Altarbilder, Antependien und Kreuzweg in der Pfarrkirche St. Johannes Baptist in Mündling, Stadt Harburg. (Hochaltar: Johannes der Täufer, im Auszug Johannesschüssel, am Antependium (Bezeichnung für den Altarvorsatz, von lat. ante, "vor", und pendere, "hängen"). Guter Hirte; Seitenaltäre: links Christus am Kreuz mit heiliger Maria Magdalena, im Auszug Gott Vater und heiliger Geist, am Antependium Ölberg; rechts 14 Nothelfer, im Auszug heiliger Josef, am Antependium heiliger Isidor). 1787 Deckengemälde in der Leonhardskapelle der Pfarrkirche St. Martin in Gundelfingen 1788 - 1791 Fresken in der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Burgau, Landkreis Günzburg. 1789 (25. Juli) brach er sich bei der Ausmalung der Kirche von Graben den Fuß. 1791 Deckenfresko in der Augustinerkirche in Lauingen/Donau entstand. 1795 (8. Januar) stirbt seine Frau. 1795 D eckenfresko "Geburt Christi" in der Pfarrkirche St. Martin in Großanhausen, Gemeinde Unterknöhringen, im Landkreis Günzburg. 1796 (Hochzeit am 22. November) Zweite Heirat des einundsiebzigjährigen mit der siebenundvierzigjährigen Ursula Schiffelholz aus Wörnitzstein. 1797 letzte datierte Werke: Nördliche Seitenaltarblatt der Kirche in Großanhausen (Verkündigung) und kleines Ölgemälde mit seinem Namenspatron, Johannes dem Täufer (Donauwörther Stadtmuseum). 15. Februar 1798 Johann Baptist Enderle stirbt in Donauwörth an einem Gehirnschlag.
Anbetung der Hirten - Öl auf Leinwand 1776/77 Entwurf für das Langhausfresko der ehemaligen Augustinereremitenkirche in Oberndorf am Neckar (Sammlung Reuschel im Bayerischen Nationalmuseum München)
Augustinerkirche Mainz Rokoko-Saalkirche - 1772 erbaut - Szenen aus dem Leben des Heiligen Augustinus St. Ignaz Kirche Mainz Turmlose klassizistische Saalkirche- errichtet 1774 - Deckengemälde von Johann Baptist Enderle
ORTE
15.06.1725 Johann Baptist Enderle in Ulm-Söflingen geboren. 1750 Fresken in Heilig-Kreuz in Mindelzell entstanden in Zusammenarbeit mit seinem Meister Franz Martin Kuen. Szenen aus "Jüngstes Gericht"/ "Verehrung des Kreuzpartikels um 1750 Die Deckengemälde in St. Stephan in Großkitzighofen, Gemeinde Lamerdingen, bei Buchloe 1752/53 Altarbilder, Antependien und Kreuzweg in St. Johannes der Täufer in Mündling, Stadt Harburg, Hochaltar: Johannes der Täufer, im Auszug Johannesschüssel, am Antependium Guter Hirte; Seitenaltäre: links Christus am Kreuz mit heiliger Maria Magdalena, im Auszug Gott Vater und heiliger Geist, am Antependium Ölberg; rechts 14 Nothelfer, im Auszug heiliger Josef, am Antependium heiliger Isidor 1753 Deckengemälde in St. Stephan in Bad Wörishofen-Kirchdorf 1754 Deckenfresken in St. Bartholomäus in Hausen, Gemeinde Salgen, Chorfresko: Martyrium des heiligen Bartholomäus; Langhaus: Kaiser Konstantin erblickt das Kreuz 1754 Hochaltargemälde in der St.-Leonharskapelle in Ulm-Söflingen 1754 Decken- und Wandgemälde in St. Clemens in Herbertshofen, Gemeinde Meitingen, im Landkreis Augsburg 1755 Heirat mit der Malerwitwe Maria Theresia Reismiller. Dadurch erwarb er das Bürgerrecht in Donauwörth. 1755 Deckengemälde in St. Peter und Paul in Genderkingen 1755/56 Chorfresko in der Wallfahrtskirche Allerheiligen in Jettingen-Scheppach - Allerheiligenhimmel 1756 Fresken in Unsere Liebe Frau vom Berge Kamel in Mussenhausen, Markt Markt Rettenbach , Chor: Tempelgang Mariens, seitlich 4 Erdteile, sowie 4 Tageszeiten und Jahreszeiten. 1756/57 Deckenfresken in St. Thekla in Welden im Landkreis Augsburg 1757/58 Fresken in St. Jakobus der Ältere in Ketterschwang, Landkreis Ostallgäu entstanden. Das Fresko im Chor stellt das heilige Altarsakrament dar und das Fresko im Langhaus zeigt u.a. die Erscheinung des heiligen Jakobus. 1759 Deckengemälde in St. Martin in Schwabmühlhausen 1760 Hochaltargemälde für St. Georg in Westendorf Um 1760 Gemälde "Predigt des Hl. Franziskus".Heute im Museum und Galerie im Prediger in Schwäbisch Gmünd 1762 Südliches Altargemälde in der St.-Leonhardskapelle in Ulm-Söflingen 1762 Kartuschen mit gemalten Darstellungen des Kreuzweges und aus dem Marienleben in der Klosterkirche Mariä Himmelfahrt in Wettenhausen im Landkreis Günzburg 1762 Fresken in Chor und Langhaus in der Kirche St. Mauritius in Wallenhausen im Landkreis Neu-Ulm 1762 Fresken in St. Martin in Sontheim im Landkreis Unterallgäu 1762/63 Fresken in der Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung in Gottmannshofen, Stadt Wertingen, im Landkreis Dillingen/Donau 1763 Fresken in Unsere Liebe Frau vom Berge Kamel in Mussenhausen, Markt Markt Rettenbach , Langhaus: Himmelfahrt Mariens 1763 Fresken über den heiligen Nikolaus entstanden in St. Nikolaus in Hammerstetten im Landkreis Günzburg. 1765 Wand- und Deckenfresken in der Kapelle zur schmerzhaften Muttergottes in Eggelhof bei Achsheim im Landkreis Augsburg 1766 Gemälde in Unsere Liebe Frau in Oberrammingen, Landkreis Unterallgäu "die Anbetung der Weisen", "Besuch Mariens bei Elisabeth" , "die Flucht nach Ägypten" , "Kreuzigung", "Mariä Tempelgang" und "Anbetung der Hirten" 1766/67 Fresken und die Altarblätter am Hochaltar und den Seitenaltären in St. Stephan in Deisenhausen im Landkreis Günzburg 1769 Deckenfresko der "Engelsturz" im Chor von St. Magnus in Unterrammingen bei Mindelheim 1769 /70 Fresken in St. Ulrich in Seeg im Allgäu. Das Hauptdeckengemälde stellt die Seeschlacht vom Lepanto dar. 1769 Fresken in der Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt in Buggenhofen, Gemeinde Bissingen im Landkreis Dillingen/Donau 1770 Malereien im Pfarrhof von Zaisertshofen, Landkreis Unterallgäu 1770/71 Deckengemälde in der Wallfahrtskirche Allerheiligen in Jettingen-Scheppach, Landkreis Günzburg. Sie zeigen: "die Anbetung der Weisen"; "Die Rückkehr aus Ägypten"; "St. Josef lehrt Jesus das Schreiben"; "Die Hl. Familie"; "Der zwölfjährige Jesus im Tempel". 1771 Hauptdeckenfresko "Maria und Heilige bitten bei Christus für die Armen Seelen" in der kath. Friedhofskirche St. Johannes der Täufer in Lauingen/Donau 1771/72 Deckengemälde in der Augustinerkirche in Mainz Die Fresken zeigen Szenen aus dem Leben des heiligen Augustinus. 1772 Altargemälde "Taufe Christi" und im Auszug "Gottvater" in der kath. Friedhofskirche St. Johannes der Täufer in Lauingen/Donau 1773/74 Fresken in St. Ignaz in Mainz . 1775 Deckenfresken mit Szenen der beiden Kirchenpatrone in St. Peter und Paul in Hochheim am Taunus 1776/77 Deckenfresken in der Augustinerklosterkirche in Oberndorf im Schwarzwald. In der ehem. Klosterkirche ist heute das Kulturhaus der Stadt untergebracht. 1778 Deckenfresken im Deutschordenshaus in Donauwörth 1780 Deckenfresko im Festsaal des Klosters Heilig-Kreuz in Donauwörth. Es zeigt in vier Bildern die Geschichte des Klosters. 1787 Deckengemälde in der Leonhardskapelle der Pfarrkirche St. Martin in Gundelfingen 1788 - 1791 Fresken in der Stadtpfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Burgau, Landkreis Günzburg 1789 Deckenfresken in der Pfarrkirche St. Ulrich und Afra in Graben im Landkreis Augsburg Im Chor ist der Hlg. Ulrich der mit König Otto über das Lechfeld reitet, dargestellt. Das Langhausfresko stellt das Martyrium der hlg. Afra dar. 1791 Deckenfresko in der Augustinerkirche in Lauingen/Donau 1791 Die Deckenfresken im im Chor "zwischen zwei Engeln Kelch, Hoste und Buch mit sieben Siegeln" und im Langhaus "Christus in der Glorie" in der Kapelle Herrgottsruh in Lauingen/Donau 1792 Deckenfresken in Chor und Langhaus in St. Georg in Donauwörth-Auchsesheim 1795 Deckenfresko "Geburt Christi" in der Pfarrkirche Mariä Opferung in Großanhausen, Gemeinde Unterknöhringen, im Landkreis Günzburg 1796 Zweite Heirat mit Ursula Schiffelholz aus Wörnitzstein. 15.02.1798 Johann Baptist Enderle stirbt in Donauwörth
1771/72 Deckengemälde in der Augustinerkirche in Mainz Die Fresken zeigen Szenen aus dem Leben des heiligen Augustinus. In Mainz konkurrierte er mit Giuseppe Appiani um den Auftrag. 1773/74 Fresken in St. Ignaz in Mainz
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