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Die Zwölf

 


 

 

 

 
 

Die Fülle des Seins

 

 

 

Die Zwölf

 

 

 

Kein Entweder - Oder,

sondern ein

Sowohl als Auch

ist das Maß der Fülle.

Sowohl Materie

als auch Geist

ist in allem Sein.

Sie fallen zusammen

im reinen Licht

und verschwinden

doch nicht im Nichts,

lösen sich nicht auf

in der Unendlichkeit,

sondern werden

ein Anderes.

 

 

 

Der Stern

bildet

aus unendlich

vielen Elementen,

Innen und Außen,

sowohl den Kreis des Anfangs

als auch des Endes,

sowohl die unentfaltete

als auch die entfaltete Einheit .

Die Zwölf

mit sich selbst vervielfältigt

wird damit zum Symbol

der Unendlichkeit,

zum Kristall,

der mit seinen unendlich

vielen Ecken

funkelt im reinen Licht.

In ihm spiegeln sich

die unendlichen Möglichkeiten

wider

und

unzählige Punkte

lassen Raum und Zeit

verschwinden.

 

 

Die Gestalten,

sie brauchen

keine Orientierung mehr,

denn sie ist ihnen

in der einen Gestalt der Fülle

gegeben.

Dann kann keine Bewegung,

die aus den Dualitäten

geboren wurde,

dem schattenlosen Geheimnis

ein noch so Winziges

hinzufügen.

 

 

 

 Die Zeit wird regiert vom Tod.

Doch schon im Dasein

kreuzen sich Tod und Leben,

Zeit und Ewigkeit,

bis sich alles Kreuzen,

in der Gestalt

nach und vor der Zeit,

in der Einheit des Kreises

erschöpft und vollendet.

 

 

Wenn sich

das Dazwischen-sein

weitet,

sich die Leere

zwischen den Formen

füllt,

werden die Bilder des Seins entschlüsselt

und alle Töne und Laute

in der Stille hinein genommen.

Frage und Antwort

treffen und versöhnen sich

im Schweigen.

 

 

Der Atem

findet seine Ruhe,

wird mit Allem

 in der und durch

die Mitte gebunden,

so daß sich in der Fülle

gleicht,

was sich im Weg

unterschied.

  

   

Was allein

kann dem Gegebenen

das Sein

wieder nehmen,

was allein

die Möglichkeiten

aufheben

in eine letzte Notwendigkeit

hinein,

was allein

den Raum und Zeit

in ein Anderes

wandeln,

was allein

das Ende mit dem Anfang

verbinden,

als ein unsagbare Geheimnis,

das uns das Sein

und uns im Sein

diese Hoffnung gab ?

 

 

Ich bin, der ich bin,

ich bin, der ich sein werde,

und ich werde der sein, der ich im Sein werde.

Sind diese Worte auch dem Dasein entsprungen,

sind sie uns doch zugerufen

von der Grenze des unsagbaren Geheimnisses her.

Dort wird dieses Verlöschen

im erfüllten Schweigen der Allfalt

zur Geburt

des Lichts

im Licht

des Lichts.

 

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