EINE SEITE VON THEODOR FREY

Die Herren von Zell, Hermann und Otto de Celle, siedelten 1140 auf dem Burgstall unterhalb von Zell am rechten Pramufer. In der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts bauten sie sich ein Wasserschloss südlich von der Hofmark. Mit Christoph Zeller starb im 16. Jahrhundert das Geschlecht der Zeller im Mannesstamm aus, Erben waren seine zwei Töchter, die Zell je zur Hälfte ihren Ehemännern Christoph Retschan und Leo von Hohenberg zubrachten. Der retschan’sche Anteil fiel im Erbwege an die Hochberg und in der Folge an die Tattenbach, die auch die andere Hälfte durch Heirat dazuerwerben konnten.
Die Tattenbach nützten es als Jagdschloss und stellten es unter den Schutz der Göttin Diana.  Josephus Ferdinandus von Tattenbach beauftragte den kurfürstlichen Oberbaumeister Franz de Cuvilliés den Jüngeren mit dem Neubau des Herrenhauses, den kurfürstlichen Hofmaler Christian Wink und den Münchner Theatermaler Josef Damian Stuber mit der Ausschmückung der Räume.


Werke von Christian Wink
(Quelle Wikipedia)

  • 1763: St. Florian in der Klosterkirche Fürstenfeld

  • 1766: Fresken St. Josef als Fürsprecher, St. Josef in der Werkstatt und Verklärung Mariens in der Pfarrkirche in Starnberg

  • 1766: Fresko St. Remigius bekehrt Chlodwig in der Pfarrkirche in Raisting

  • 1767: Deckenfresken Johannes der Täufer in der Wüste und Taufe Christi in St. Johann Baptist in Inning am Ammersee

  • 1767: Huldigung der vier Erdteile vor Maria in der Pfarrkirche Aiterhofen

  • 1767-1773: Der Herbst, Der Frühling, Der Winter und Der Sommer in der Residenz in München

  • 1768: Fresken Die eherne Schlange und Kreuzerhöhung durch Kaiser Heraklius in der Wallfahrtskirche zum Heiligen Kreuz in Loh (Stephansposching)

  • 1770: Fresken Übergabe der Schlüsselgewalt, Tod der hll. Petrus und Paulus, Die Bekehrung des Saulus sowie das Tafelbild Abschied des hl. Petrus und Paulus in St. Peter und Paul in Eching am Ammersee

  • Deckenfresken in der Wallfahrtskirche St. Leonhard in Siegertsbrunn

  • 1770-1775: Bilder Ankunft des Odysseus auf der Insel der Kalypso im Speisesaal in Schloss Schleißheim

  • 1771: Altarbilder in der Wallfahrtskirche zum Heiligen Kreuz in Loh (Stephansposching)

  • 1771: Mariä Himmelfahrt in der Klosterkirche in Scheyern

  • 1772: Freskenzyklus Allegorische Verherrlichung des Landlebens im Schloss Zell an der Pram

  • 1773: Fresken St. Vitus als Fürsprecher und Leben des hl. Vitus in der Pfarrkirche in Egling an der Paar

  • 1773: Hl. Cäcilia in der Theatinerkirche in München

  • 1777: Fresken Die Christenheit fleht zum hl. Salvator in der Wallfahrtskirche Sankt Salvator in Bettbrunn

  • 1777: Fresko Enthauptung der hl. Katharina in der Pfarrkirche in Thannkirchen

  • 1783: Fresken Stiftung der Bruderschaft vom Troste und St. Laurentius als Fürbitter in der Pfarrkirche in Haag

  • 1784: Abendmahl in der Heilig-Geist-Kirche in München

  • 1784: Deckenfresken Krönung Mariens und Die Geheimnisse des hl. Rosenkranzes in Mariä Himmelfahrt in Schwindkirchen bei Dorfen

  • 1785: Fresken St. Laurentius vor dem Richter und Szene aus dem Leben des hl. Laurentius in der Pfarrkirche in Königsdorf

  • 1786: Fresken St. Martin als Fürsprecher und St. Martin und der Bettler in der Pfarrkirche Ettringen

  • 1787: Altarbilder in der Pfarrkirche in Königsdorf

  • 1789: Deckenfresken Verkündigung Mariens und Maria als Fürsprecherin sowie Tafelbild St. Urban in Mariä Heimsuchung in Rettenbach (Deggendorf)

  • 1790: Fresken Tod des hl. Jakobus, Erscheinung Mariens und Bilder aus dem Leben des hl. Jakobus in der Pfarrkirche in Hörgertshausen

  • 1790: Beweinung Christi in der Unteren Pfarrkirche in Ingolstadt

  • 1791-1792: Deckenfresken St. Nikolaus als Fürsprecher, Heimsuchung, Opferung und Himmelfahrt Mariens in der Pfarrkirche St. Nikolaus in Albaching

  • 1794: Vertreibung aus dem Tempel in der Asamkirche in München

  • 1795: Altarbild Christus am Kreuz in der Pfarrkirche Albaching

 

Die Pfarrkirche Maria Verkündigung in Taufkirchen/Pram

Das wohl schönste und wertvollste Stück der Kirche - die Schwendter Madonna. Ihre Schönheit liegt nicht nur im kunsthistorischen Wert und Alter, sondern auch in ihrer menschlichen Ausstrahlung. Sie entstand um 1460 und war eine Stiftung der Herren von Messenböck auf Schwendt. Beachtenswert ist auch der querliegende Kopf am Fuß der Statue. Man vermutet darin das Relief eines Herren von Messenböck und darüber seine drei frühverstorbenen Kinder.

Der neugotische Flügelaltar wurde 1890 bis 1892 vom Bildhauer Ludwig Linzinger aus Linz geschaffen, eine sehr gute Arbeit für das Zeitalter der sogenannten "Brettelgotik". Der gesamte Altar ist auf Maria und auf die Rosenkranzgeheimnisse ausgerichtet. Im Mittelschrein sehen wir die Verkündigung Mariens.

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