"Die Piaristenkirche [Lukas von] Hildebrandts beweist das bedingungslose Genie des Barocks für jede Kurve. Aus dem Kreisrund des Mittelbaues schieben die Gewände sich in zylindrischen Wölbungen vor, angreifend, beinahe erdrückend. Gleichwohl vermag die Kirche auch die höchst barocke Suggestion des Sich-Erschließenden, des Empfangenden, ja Einsaugenden. Sie vermag die Suggestion der Nachgiebigkeit, der vollendeten Elastizität. Man glaubt die Versicherung zu erhalten, dem fleischigen, saftigen Barock dieser Kirche sein keine Wendung und Verwandlung, kein Kompromiß mit unseren Bedürfnissen unmöglich."

Wilhelm Hausenstein

 





 

 


 Piaristenkirche Maria Treu im 8. Bezirk -Josefsstadt

Die Kirche wurde von 1698 bis 1719 – vermutlich nach Plänen von Lukas von Hildebrandt – als Ordenskirche der Piaristen errichtet.




Im Inneren der Kirche befindet sich ein Hauptwerk von Franz Anton Maulbertsch: fünf Kuppelfresken, die der bedeutendsten Maler des österreichischen Spätbarocks in den Jahren 1752 und 1753 schuf. Im Zentrum befindet sich eine Darstellung der Aufnahme Mariens in den Himmel, während den Rand Szenen aus dem Alten und Neuen Testament bilden. Alle Figuren sind ineinander verschlungen, wie in einem wogenden Fluss.

Quelle: Wikipedia