EINE SEITE VON THEODOR FREY


BOGENHAUSER WIDERSTAND
ALFRED DELP FRITZ GERLICH GEORG ELSER HERMANN FRIEB WALTER KLINGENBECK
BÜCHER-VERBRENNUNG
PUPPERT MAYER WEISSE ROSE WIDERSTÄNDIG IN PASING LUDWIG WÖRL

 

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“Vor dem Widerstand nach außen 
kommt der Widerstand nach innen: 
gegen die eigene Unlauterkeit und Feigheit, 
gegen die Lüge in der Tiefe des Herzens. 

Selbstläuterung zuerst!

Für Lüge, Täuschung oder bloße Taktik ist kein Platz. 
Am gefährlichsten wäre die Selbsttäuschung, 
wenn man sich über die eigenen Motive 
und Antriebe etwas vormacht, sich einbildet, 
es ginge einem um die gemeinsame Sache, 
während man in Wirklichkeit die eigene 
Macht und Geltung sucht.

Herr über die feinen Leidenschaften zu werden, 
scheint mir weit schwerer als die physische Eroberung der Welt 
durch Waffengewalt. Ich muß mein Ich auf Null herabsetzen. 

Solange ein Mensch sich nicht freiwillig 
als letztes seiner Mitgeschöpfe ansieht, 
gibt es kein Heil für ihn“.


Mahatma Gandhi

 

 

Bogenhauser Widerstand

 

 

 

 

Ein Denkmal für Pater Alfred Delp SJ

Kämpfer gegen den Nationalsozialismus

KKV Hansa München, beschloss  1980 ein Denkmal für Pater Alfred Delp SJ in München zu errichten.
Für die künstlerische Gestaltung und die Ausführung des Denkmals konnte der bekannte Münchner Bildhauer Klaus Backmund gewonnen werden. 
Dank der großen Spendenbereitschaft der Mitglieder, des Verkaufserlöses eines handgeschmiedeten Bronzetalers in einem Lederetui und nicht zuletzt durch die großherzige Beteiligung von Pater Prof. Dr. Karl Rahner SJ, der die Dotierung des ihm zugewidmeten Kulturpreises der Stadt München 1979 zur Verfügung stellte.
Das Denkmal, ein Naturgranitstein, trägt ein Bronzerelief mit dem Motiv «Drei Jünglinge im Feuerofen». Es versinnbildlicht die Unerschütterlichkeit im Glauben an Gott, für die Pater Delp während seiner Haft und in Erwartung seiner Hinrichtung Zeugnis gab.
Die feierliche Übergabe des Gedenksteins an die Bürger der Stadt München erfolgte dann im Zusammenhang mit dem 71. KKV-Bundesverbandstag am 23. Mai 1981. Sie begann nach einer kurzen Begrüßung durch Pater Karl-Adolf Kreuser SJ in Anwesenheit einer großen Anzahl von Ehrengästen aus Kirche, Politik, Wirtschaft und Verwaltung mit dem hl. Messopfer in der St. Georgskirche und einer Ansprache von Pater Karl Rahner SJ über das Wirken Pater Delps. Anschließend weihte SE Josef Kardinal Ratzinger das Denkmal mit einem Gebet für die verfolgte Kirche. Der Künstler Klaus Backmund erläuterte einprägsam das Denkmalsmotiv, nicht ohne auch auf das Totenbrett neben dem Denkmal und seine alte bayerische Tradition hinzuweisen. Die Schluss- und Dankesworte sprach Josef Läuger in seiner schlichten und von Herzen kommenden Art. Auch sie sind ein Vermächtnis an uns, den KKV Hansa München von heute, und alle Verbandsmitglieder, sich dessen zu erinnern, was der KKV in seinem Grundsatzprogramm und seiner Satzung festgeschrieben hat.


Hans-Dieter auf der Springe

 




  


Gedenken an Walter Klingenbeck

30. März 1924 - 5.August1943

"Wohnhaft in der Amalienstraße 44 wurde er von seinen Eltern selbstbewusst katholisch erzogen. Da schon sein Vater Ludwig Klingenbeck in der Pfarrgemeinde von St. Ludwig und als Mesner am Dom kirchlich engagiert war, wurde auch Walter unter Kaplan Georg Handwerker als Mitglied in der Katholischen Jungschar der Pfarrei St. Ludwig aktiv. Deren Zwangsauflösung 1936 durch das NS-Regime verbitterte ihn sehr und führte zu intensiver Auseinandersetzung mit den Widersprüchen zwischen kirchlicher Lehre und dem Handeln des NS-Staates.

Als Anlernschaltiiechaniker und leidenschaftlicher Radiobastler hörte er gemeinsam mit seinem Vater verbotenerweise und deshalb heimlich Radio Vatikan und die BBC. Gemeinsam mit seinen ebenfalls konsequent katholischen Freunden Daniel von Recklinghausen und Hans Haberl plante er den Aufbau eines eigenen Widerstandsradios und konstruierte mehrere kleine Radiosendeanlagen. Auch Flugblätter bereitete er vor und brachte an öffentlichen Gebäuden Victory-Zeichen (V) an.

Verraten von einer Bekannten, wurde Walter Klingenbeck am 26. Januar 1942 verhaftet und wegen Vorbereitung zum Hochverrat, landesverräterischer Feindbegünstigung und Beihilfe zur Schwarzsendung angeklagt. Trotz seines jugendlichen Alters wurde er am 24. September 1942 vom zweiten Senat des Volksgerichtshofs zusammen mit seinen beiden Freunden zum Tode verurteilt. Als besonders belastend vermerkte das Gericht in seinem Urteil die religiöse Überzeugung der drei Angeklagten, ihre unbeugsame katholische Haltung und ihre Treue zur Kirche.

Während die Todesstrafe bei Daniel von Recklinghausen und Hans Haberl nach mehreren Monaten Haft in langjährige Zuchthausstrafen umgewandelt wurde, blieb ein Gnadengesuch von Walter Klingenbeck erfolglos. Am 5. August 1943 wurde er in der Haftanstalt München-Stadelheim durch das Fallbeil hingerichtet."

Quelle:  Kath. Pfrarramt St. Ludwig




Abschiedsmitteilung an Hans ("Jonny") Haberl

Erzbistum prüft Seligsprechung

 

Anlässlich des 75. Todestages von Klingenbeck feiert Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg am 5. August in Sankt Ludwig einen Gottesdienst. Anschließend segnet er an dessen ehemaligen Wohnhaus in der Amalienstaße 44 eine Gedenktafel.














Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg





von links:

Klaus Bäumler, *1941, Jurist, ehem. Richter am Verwaltungsgericht München und am Bayerischen Verwaltungsgerichtshof. Langjähriger Vorsitzender des Bezirksausschusses Maxvorstadt sowie weitere Ehrenämter (u.a. Mitglied im Politischen Beirat des NS-Dokumentationszentrums), Mitwirkung in historischen und zeitgeschichtlich wirkenden Vereinigungen,
dazu zahlreiche Publikationen.


Nichte und Neffe von Walter Klingenbeck

 

 

Im Rahmen der nun beginnenden Voruntersuchung befasst sich der zuständige Postulator mit dem Leben Klingenbecks und seinem Ruf unter den Gläubigen. Gutachter aus den Bereichen Theologie, Archiv- und Geschichtswissenschaften prüften schriftliche Hinterlassenschaften aus seinem Umfeld. Nach Abschluss der Voruntersuchung kann ein Seligsprechungsverfahren eröffnet werden.1949 wurde sein Leichnam vom Perlacher Forst auf den Münchner Westfriedhof überführt. Nahe Sankt Ludwig erinnert ein Weg an ihn.

 

Quelle: Domradio





In der Ludwigskirche am Tag des Gedächtnisgottesdienstes am 5. August 2018

MUTIG IN UNSELIGER ZEIT

 






 

JAHRESKRIPPE  ZUM GEDENKEN AN WALTER KLINGENBECK

VON MAXIMILIAN GUMPP



Maximilian Gumpp über Krippenbau

"Krippenbau ist nicht mein Hobby: Ich habe nach dem Abitur eine Steinbildhauerlehre gemacht und anschließend an der Münchner Kunstakademie Bildhauerei studiert. Krippe ist für mich ein Mittel zum Zweck: Mit einer gut ausgestatteten Jahreskrippe ist es möglich unzählige Bilder, welche die Bibel malt, dreidimensional umzusetzen. Die Gemeinschaft der Heiligen bietet zusätzliche Möglichkeiten der Bildfindung. In diesem Zusammenhang möchte ich an die schöne Vogelpredigt von Franz von Assisi meines Vorgängers erinnern.

In der Bürgersaalkrippe gestalten wir in regelmäßigen Abständen Szenen zum Leben und Tod des seligen Paters Rupert Mayer, der dort bestattet ist. Gerade auch die Ludwigskirche - Tummelplatz der Märtyrer und Seligen des 20. Jahrhunderts - kann als idealer Ort für solche Szenen gelten.
Gerne möchte ich an diese Arbeitsweise anknüpfen, da ich mich auch in meiner freien künstlerischen Tätigkeit für das Thema der jüngeren Heiligenikonographie interessiere. So wird am 5. August 2018, zum Gedenkgottesdienst des 75. Jahrestags der Hinrichtung von Walter Klingenbeck in St. Ludwig auch eine Klingenbeck-Szene im Kasten zu sehen sein."

Quelle: POSAUNE Sommer - Herbst 2018

 







 

Gedenken an Georg Elser

1939

8. November 1939 (fast am 9. November!)

Attentat von Georg Elser  (1903 - 1945) 
 "Ab Ende August 1939 suchte Elser den Bürgerbräukeller jeden Abend auf, nahm dort zunächst eine einfache Arbeitermahlzeit für 60 Pfennige zu sich und wartete eine günstige Gelegenheit ab, um sich unbemerkt in der Besenkammer zu verstecken. Dort verharrte er noch mehrere Stunden, bis das Gasthaus abgeschlossen wurde. Insgesamt 30 Nächte lang höhlte er dann in mühevoller, riskanter Kleinarbeit eine Säule aus, um die Bombe mit Zeitzünder darin zu deponieren. Die anfallenden Späne versteckte er in einem zusammengerollten Teppich."

Am 8. November 1939 explodierte die Bombe exakt zu der von Elser vorgesehenen Zeit um 21:20 Uhr. Das Attentat misslang jedoch, da Hitler wegen schlechten Wetters nicht mit dem Flugzeug, sondern mit der Reichsbahn zurück nach Berlin fahren musste. 

Quelle: Wikipedia

 

 

 

 Gedenktafel am Gasteiggelände 

 

 






Monumentales Wandbild der Münchner Street-Art-Künstler „Won ABC“ und Loomit

 

 

Am 24. Februar 1940 - anläßlich des mißglückten Attentats Elsers - überträgt Hitler den Glauben an die Vorsehung und Fürsorge Gottes auf das deutsche Volk:

»Im übrigen glaube ich eines: Es gibt einen Herrgott! [ ... ] Und in dieser ganzen Zeit hat die Vorsehung unsere Arbeit wieder gesegnet. Je tapferer wir waren, umso mehr kam auch der Segen der Vorsehung... Wenn aber jemand mit gläubigem Herzen sich zu diesem Volk bekennt und dafür arbeitet und alles einsetzt für dieses Volk, dann kann es nicht sein, daß die Vorsehung dieses Volk zugrunde gehen läßt. Mehr als Wunderbares hat seitdem die Vorsehung an uns getan. Ich kann Sie nur alle bitten: Fassen Sie diesen Glauben als alte Nationalsozialisten nur recht stark. Es kann nicht anders sein. Wir müssen Siegen, und wir werden daher Siegen.«

Quelle: Claus-Ekkehard Bärsch - Die politische Religion des Nationalsozialismus S. 296


 

Weiße Rose

 


Büste von Sophie Scholl im Innenhof der Universität von Nikolai Tregor







Gedenkstätte für die "Weiße Rose" im Innenhof der Universität






Lichtkuppel im Innenhof der Universität













 

Die „Weiße-Rose-Orgel" im Lichthof der Ludwigs-Maximilian Universität in München



Wo vor dem Krieg ein Mosaik ("Brunnen der Wissenschaften") angebracht war (siehe rechtes Bild oben vom Tage der Bücherverbrennung 1933), wurde 1960/61 die Steinmeyer-Orgel eingebaut. Mit ihren 29 Registern und 1692 Pfeifen erinnert sie an die Aktionen der „Weißen Rose" .
Am 20. Juli 2013, dem Gedenktag an Stauffenbergs Hitler-Attentat, wurde sie erstmals wieder bespielt. Das Instrument will der Freiheit seine Stimme geben. Joseph Pascher, Rektor der LMU und 1946-1960 Director des Georgianums (siehe Tafel unten), war es, der entschieden hat, die Orgel am denkwürdigen Ort im Lichthof zu installieren. Als Mahnmal für die Widerstandskämpfer der Weißen Rose schien ihm nichts geeigneter als die „Königin der Instrumente", die der Stimme der Freiheit Ausdruck verleihen soll.


Das erste Konzert nach der Renovierung gab im akustisch recht problematischen Raum der Organist der Ludwigskirche, Stephan Heuberger, mit der Stefanie Rhaue (Mezzosopran) und dem Klarinettisten Andreas Möller, mit Mahlers Rückert-Lieder und Werken von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Carl Maria von Weber, Richard Wagner und Naji Hakim.








 



BÜCHERVERBRENNUNG 10.Mai.1933

[Video: Bücherverbrennung]

Durch Doppelklick zum Video der 
Bücherverbbrennung auf dem 
Opernplatz in Berlin

 


10. MAI 1933

LICHTHOF DER UNIVERSITÄT - "FEIER" VOR DER BÜCHERVERBRENNUNG 

Es waren Bilder von Hindenburg (links) und Hitler (rechts) aufgestellt 

Im Anschluss an diese Veranstaltung formiert sich ein Fackelzug der Studenten, welcher über die Ludwig- und Briennerstraße zum Königsplatz führt



 

 

Oskar Maria Graf (Grabstätte Nr. 60 auf dem St. Georg Friedhof in München-Bogenhausen) hat es als Schmach empfunden, daß die Nationalsozialisten seine Bücher auf ihre "weiße" Liste der zur Lektüre empfohlenen Bücher (außer - "Wir sind Gefangene") gesetzt haben. Er schrieb in der Wiener Arbeiterzeitung: "Nach meinem ganzen Leben und nach meinem ganzen Schreiben habe ich das Recht zu verlangen, daß meine Bücher der reinen Flamme des Scheiterhaufens überantwortet werden und nicht in die blutigen Hände der braunen Mordbanden gelangen".

 

 

 

Wolfram Kastner brannte in den Rasen des Platzes einen Fleck, erstmals am 9.11.1995 (zur Bedeutung des 9.11. siehe dazu auch unter Jüdisches Leben auf meiner Internetseite), dem Jahrestag der Reichspogromnacht.

 

 

In Passau kam es zu keiner Bücherverbrennung. Der Führer der Studentenschaft teilte mit: "Eine Verbrennung jüdischen Schrifttums wird nicht erfolgen, da sich in unseren Büchereien solches nicht findet." Da war wohl vorauseilender Gehorsam am Werk!



 

 

Die Bücherverbrennung

Als das Regime befahl, Bücher mit schädlichem Wissen
Öffentlich zu verbrennen, und allenthalben
Ochsen gezwungen wurden, Karren mit Büchern
Zu den Scheiterhaufen zu ziehen, entdeckte
Ein verjagter Dichter, einer der besten, die Liste der
Verbrannten studierend, entsetzt, daß seine
Bücher vergessen waren. Er eilte zum Schreibtisch
Zornbeflügelt, und schrieb einen Brief an die Machthaber.
Verbrennt mich! schrieb er mit fliegender Feder, verbrennt
mich!
Tut mir das nicht an! Laßt mich nicht übrig! Habe ich nicht
Immer die Wahrheit berichtet in meinen Büchern? Und jetzt
Werd ich von euch wie ein Lügner behandelt! Ich befehle euch,
Verbrennt mich!

(Bertolt Brecht)







In der Arcisstraße 12

"Brandmeldezentrale"

Der ehemalige Führerbau wurde 1933 bis 1937 nach Plänen des Architekten Paul Ludwig Troost. 













HERMANN FRIEB

frühere Gedenktafel in der Schellingstraße

 

In Bayern geboren als Sohn des österreichischen Wirtschaftsprüfers Eduard Frieb und dessen Frau Paula trat er nach dem Umzug der Familie nach München 1932 der SPD in Sendling bei und leitete bis zu deren Verbot im Juni 1933 die sozialistische Studentengruppe an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Im Februar 1934 wurde er verhaftet, und am 27. März 1934 wurde er als österreichischer Staatsbürger wegen Verdachts illegaler politischer Tätigkeit aus Bayern ausgewiesen. In Wien und später Prag, wo er sein Studium fortsetzte, kam er mit Waldemar von Knoeringen und der Widerstandsgruppe „Neu Beginnen“ in Kontakt. Nach dem Tode seines Vaters und der Aufhebung seiner Ausweisung kehrte er 1935 nach München zurück, wo er die väterliche Kanzlei als selbstständiger Steuerberater fortführte. Er baute zusammen mit seiner Mutter Paula in München und Oberbayern die Widerstandsgruppe „Neu Beginnen“ auf. ... Frieb beabsichtigte eine Kampftruppe aufzustellen, aber auch Sabotagemaßnahmen in der Rüstungsindustrie durchzuführen.

Ab Februar 1942 wurden fast alle Gruppenmitglieder von „Neu Beginnen“, insgesamt etwa 200 Personen, aufgrund der Denunziation durch Naziinformanten verhaftet, auch Frieb und seine Mutter. In seinem Ferienhaus fand die Gestapo mehr als 10.000 Schuss Munition, sechs Gewehre und 25 Pistolen. Am 27. Mai 1943 wurde er vom Volksgerichtshof wegen „Vorbereitung zum Hoch- und Landesverrat“ zum Tode verurteilt. Hermann Frieb wurde am 12. August 1943 im Gefängnis von München-Stadelheim hingerichtet. Sein Grab befindet sich auf dem Nordfriedhof in München (Nr. 104-11-2).

Quelle: Wikipedia

 

 




LUDWIG WÖRL

 




Grabmal auf dem Waldfriedhof






FRITZ GERLICH


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Buchgewerbehaus Müller & Sohn
 
in der Schellingstraße 39-41 in München








Letzte Ausgabe vom 8.3.1933


Im Juli 1920 wurde der "Völkische Beobachter" des Verlages des Franz Ehers von der NSDAP für 115 000 Reichsmark erworben. Wegen antisemitistischer Hetze wurde das Blatt wiederholt verboten. Im August 1921 wurde Dietrich Eckart, antisemitischer Schriftsteller und Mentor Hitlers, Hauptschriftleiter, Alfred Rosenberg und Hermann Esser wurden Schriftleiter.  Seit 8.2.1923 erschien der "Völkische Beobachter" als Tageszeitung, was nur durch private Spenden möglich wurde. Ernst Hanfstaengl gab im August 1923 ein Darlehen für den Kauf einer amerikanischen Rotationsmaschine, die im amerikanischen Großformat druckte und in der Druckerei Müller & Sohn, Schellingstraße 41 zum Einsatz kam.



Auf den gleichen Druckmaschinen, ließ Fritz Gerlich sein antinational-sozialistisches Blatt "Der gerade Weg . Deutsche Zeitung für Wahrheit und Recht" drucken.

Beispiele der Artikelüberschriften.

  • Der Nationalsozialismus ist eine Pest

  • Deutsche! Eure Menschenrechte in Gefahr!

  • Hetzer, Verbrecher und Geistesverwirrte (Führertum und Presse der Hitlerbewegung)




DIE GRUPPE DER KÜNSTLER IN DER MARSOPSTRASSE

in Bearbeitung!

 


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