Seiten über Gott - Welt - Mensch   von Theodor Frey

 

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BÜCHERVERBRENNUNG 

10.5.1933

[Video: Bücherverbrennung]
Durch Doppelklick zum Video der 
Bücherverbbrennung auf dem 
Opernplatz in Berlin

 

 

 

“Vor dem Widerstand nach außen 
kommt der Widerstand nach innen: 
gegen die eigene Unlauterkeit und Feigheit, 
gegen die Lüge in der Tiefe des Herzens. 

Selbstläuterung zuerst!

Für Lüge, Täuschung oder bloße Taktik ist kein Platz. 
Am gefährlichsten wäre die Selbsttäuschung, 
wenn man sich über die eigenen Motive 
und Antriebe etwas vormacht, sich einbildet, 
es ginge einem um die gemeinsame Sache, 
während man in Wirklichkeit die eigene 
Macht und Geltung sucht.

Herr über die feinen Leidenschaften zu werden, 
scheint mir weit schwerer als die physische Eroberung der Welt 
durch Waffengewalt. Ich muß mein Ich auf Null herabsetzen. 

Solange ein Mensch sich nicht freiwillig 
als letztes seiner Mitgeschöpfe ansieht, 
gibt es kein Heil für ihn“.


Mahatma Gandhi

 

 

BOGENHAUSEN 

 

 

 

Ein Denkmal für Pater Alfred Delp SJ

Kämpfer gegen den Nationalsozialismus

KKV Hansa München, beschloss  1980 ein Denkmal für Pater Alfred Delp SJ in München zu errichten.
Für die künstlerische Gestaltung und die Ausführung des Denkmals konnte der bekannte Münchner Bildhauer Klaus Backmund gewonnen werden. 
Dank der großen Spendenbereitschaft der Mitglieder, des Verkaufserlöses eines handgeschmiedeten Bronzetalers in einem Lederetui und nicht zuletzt durch die großherzige Beteiligung von Pater Prof. Dr. Karl Rahner SJ, der die Dotierung des ihm zugewidmeten Kulturpreises der Stadt München 1979 zur Verfügung stellte.
Das Denkmal, ein Naturgranitstein, trägt ein Bronzerelief mit dem Motiv «Drei Jünglinge im Feuerofen». Es versinnbildlicht die Unerschütterlichkeit im Glauben an Gott, für die Pater Delp während seiner Haft und in Erwartung seiner Hinrichtung Zeugnis gab.
Die feierliche Übergabe des Gedenksteins an die Bürger der Stadt München erfolgte dann im Zusammenhang mit dem 71. KKV-Bundesverbandstag am 23. Mai 1981. Sie begann nach einer kurzen Begrüßung durch Pater Karl-Adolf Kreuser SJ in Anwesenheit einer großen Anzahl von Ehrengästen aus Kirche, Politik, Wirtschaft und Verwaltung mit dem hl. Messopfer in der St. Georgskirche und einer Ansprache von Pater Karl Rahner SJ über das Wirken Pater Delps. Anschließend weihte SE Josef Kardinal Ratzinger das Denkmal mit einem Gebet für die verfolgte Kirche. Der Künstler Klaus Backmund erläuterte einprägsam das Denkmalsmotiv, nicht ohne auch auf das Totenbrett neben dem Denkmal und seine alte bayerische Tradition hinzuweisen. Die Schluss- und Dankesworte sprach Josef Läuger in seiner schlichten und von Herzen kommenden Art. Auch sie sind ein Vermächtnis an uns, den KKV Hansa München von heute, und alle Verbandsmitglieder, sich dessen zu erinnern, was der KKV in seinem Grundsatzprogramm und seiner Satzung festgeschrieben hat.


Hans-Dieter auf der Springe

 

  

Gedenken an Walter Klingenbeck
30. März 1924 - 5. August 1943


"

Wohnhaft in der Amalienstraße 44 wurde er von seinen Eltern selbstbewusst katholisch erzogen. Da schon sein Vater Ludwig Klingenbeck in der Pfarrgemeinde von St. Ludwig und als Mesner am Dom kirchlich engagiert war, wurde auch Walter unter Kaplan Georg Handwerker als Mitglied in der Katholischen Jungschar der Pfarrei St. Ludwig aktiv. Deren Zwangsauflösung 1936 durch das NS-Regime verbitterte ihn sehr und führte zu intensiver Auseinandersetzung mit den Widersprüchen zwischen kirchlicher Lehre und dem Handeln des NS-Staates.

Als Anlernschaltiiechaniker und leidenschaftlicher Radiobastler hörte er gemeinsam mit seinem Vater verbotenerweise und deshalb heimlich Radio Vatikan und die BBC. Gemeinsam mit seinen ebenfalls konsequent katholischen Freunden Daniel von Recklinghausen und Hans Haberl plante er den Aufbau eines eigenen Widerstandsradios und konstruierte mehrere kleine Radiosendeanlagen. Auch Flugblätter bereitete er vor und brachte an öffentlichen Gebäuden Victory-Zeichen (V) an.

Verraten von einer Bekannten, wurde Walter Klingenbeck am 26. Januar 1942 verhaftet und wegen Vorbereitung zum Hochverrat, landesverräterischer Feindbegünstigung und Beihilfe zur Schwarzsendung angeklagt. Trotz seines jugendlichen Alters wurde er am 24. September 1942 vom zweiten Senat des Volksgerichtshofs zusammen mit seinen beiden Freunden zum Tode verurteilt. Als besonders belastend vermerkte das Gericht in seinem Urteil die religiöse Überzeugung der drei Angeklagten, ihre unbeugsame katholische Haltung und ihre Treue zur Kirche.

Während die Todesstrafe bei Daniel von Recklinghausen und Hans Haberl nach mehreren Monaten Haft in langjährige Zuchthausstrafen umgewandelt wurde, blieb ein Gnadengesuch von Walter Klingenbeck erfolglos. Am 5. August 1943 wurde er in der Haftanstalt München-Stadelheim durch das Fallbeil hingerichtet."

Quelle:  Kath. Pfrarramt St. Ludwig

 

 

 

  

Gedenken an Georg Elser

1939

8. November 1939 (fast am 9. November!)

Attentat von Georg Elser  (1903 - 1945) 

"Ab Ende August 1939 suchte Elser den Bürgerbräukeller jeden Abend auf, nahm dort zunächst eine einfache Arbeitermahlzeit für 60 Pfennige zu sich und wartete eine günstige Gelegenheit ab, um sich unbemerkt in der Besenkammer zu verstecken. Dort verharrte er noch mehrere Stunden, bis das Gasthaus abgeschlossen wurde. Insgesamt 30 Nächte lang höhlte er dann in mühevoller, riskanter Kleinarbeit eine Säule aus, um die Bombe mit Zeitzünder darin zu deponieren. Die anfallenden Späne versteckte er in einem zusammengerollten Teppich."

Am 8. November 1939 explodierte die Bombe exakt zu der von Elser vorgesehenen Zeit um 21:20 Uhr. Das Attentat misslang jedoch, da Hitler wegen schlechten Wetters nicht mit dem Flugzeug, sondern mit der Reichsbahn zurück nach Berlin fahren musste. 

Quelle: Wikipedia

 

 

 

 Gedenktafel am Gasteiggelände 

 

 

 

 

 

 

 

 


Büste von Sophie Scholl im Innenhof der Universität von Nikolai Tregor




Gedenkstätte für die "Weiße Rose" im Innenhof der Universität






Lichtkuppel im Innenhof der Universität


 

 

 



Die „Weiße-Rose-Orgel" im Lichthof der Ludwigs-Maximilian Universität in München



Wo vor dem Krieg ein Mosaik ("Brunnen der Wissenschaften") angebracht war (siehe rechtes Bild oben vom Tage der Bücherverbrennung 1933), wurde 1960/61 die Steinmeyer-Orgel eingebaut. Mit ihren 29 Registern und 1692 Pfeifen erinnert sie an die Aktionen der „Weißen Rose" .
Am 20. Juli 2013, dem Gedenktag an Stauffenbergs Hitler-Attentat, wurde sie erstmals wieder bespielt. Das Instrument will der Freiheit seine Stimme geben. Joseph Pascher, Rektor der LMU und 1946-1960 Director des Georgianums (siehe Tafel unten), war es, der entschieden hat, die Orgel am denkwürdigen Ort im Lichthof zu installieren. Als Mahnmal für die Widerstandskämpfer der Weißen Rose schien ihm nichts geeigneter als die „Königin der Instrumente", die der Stimme der Freiheit Ausdruck verleihen soll.


Das erste Konzert nach der Renovierung gab im akustisch recht problematischen Raum der Organist der Ludwigskirche, Stephan Heuberger, mit der Stefanie Rhaue (Mezzosopran) und dem Klarinettisten Andreas Möller, mit Mahlers Rückert-Lieder und Werken von Felix Mendelssohn-Bartholdy, Carl Maria von Weber, Richard Wagner und Naji Hakim.















 

BÜCHERVERBRENNUNG 

10. Mai 1933

 


10. MAI 1933

LICHTHOF DER UNIVERSITÄT - "FEIER" VOR DER BÜCHERVERBRENNUNG 

Es waren Bilder von Hindenburg (links) und Hitler (rechts) aufgestellt 

Im Anschluss an diese Veranstaltung formiert sich ein Fackelzug der Studenten, welcher über die Ludwig- und Briennerstraße zum Königsplatz führt



 

 

Oskar Maria Graf (Grabstätte Nr. 60 auf dem St. Georg Friedhof in München-Bogenhausen) hat es als Schmach empfunden, daß die Nationalsozialisten seine Bücher auf ihre "weiße" Liste der zur Lektüre empfohlenen Bücher (außer - "Wir sind Gefangene") gesetzt haben. Er schrieb in der Wiener Arbeiterzeitung: "Nach meinem ganzen Leben und nach meinem ganzen Schreiben habe ich das Recht zu verlangen, daß meine Bücher der reinen Flamme des Scheiterhaufens überantwortet werden und nicht in die blutigen Hände der braunen Mordbanden gelangen".

 

Wolfram Kastner brannte in den Rasen des Platzes einen Fleck, erstmals am 9.11.1995 (zur Bedeutung des 9.11. siehe dazu auch unter Jüdisches Leben auf meiner Internetseite), dem Jahrestag der Reichspogromnacht.

In Passau kam es zu keiner Bücherverbrennung. Der Führer der Studentenschaft teilte mit: "Eine Verbrennung jüdischen Schrifttums wird nicht erfolgen, da sich in unseren Büchereien solches nicht findet." Da war wohl vorauseilender Gehorsam am Werk!



 

 

 

Die Bücherverbrennung

Als das Regime befahl, Bücher mit schädlichem Wissen
Öffentlich zu verbrennen, und allenthalben
Ochsen gezwungen wurden, Karren mit Büchern
Zu den Scheiterhaufen zu ziehen, entdeckte
Ein verjagter Dichter, einer der besten, die Liste der
Verbrannten studierend, entsetzt, daß seine
Bücher vergessen waren. Er eilte zum Schreibtisch
Zornbeflügelt, und schrieb einen Brief an die Machthaber.
Verbrennt mich! schrieb er mit fliegender Feder, verbrennt
mich!
Tut mir das nicht an! Laßt mich nicht übrig! Habe ich nicht
Immer die Wahrheit berichtet in meinen Büchern? Und jetzt
Werd ich von euch wie ein Lügner behandelt! Ich befehle euch,
Verbrennt mich!

(Bertolt Brecht)







In der Arcisstraße 12

"Brandmeldezentrale"

Der ehemalige Führerbau wurde 1933 bis 1937 nach Plänen des Architekten Paul Ludwig Troost. 






 

  

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