DER ELFECKIGE KARNER VON TULLN 

EINE SEITE VON THEODOR FREY

 

DER KARNER VON TULLN 

EIN ROMANISCHES FRÜHGOTISCHES BAUWERK VON HÖCHSTER QUALITÄT

 Etwa 1242 - 46 errichtet von einer normannischen Bauhütte.

Nach Dehio sehen wir hier den "Höhepunkt österreichischer Portalarchitektur der Spätromanik.“

 


Bis 1785 diente das Untergeschoß als Beinhaus für die exhumierten Gebeine aus dem Friedhof.

Zum Trichterportal hinauf führt eine hohe Treppenanlage, in die ein Römerstein eingemauert war.

Die Säulen stehen auf attischen Basen und zeigen über den Knospenkapitellen ein Kämpferfries.

Die kannelierte Säule links außen zeigt einen romanischen Knoten.

Zwischen den Säulen laufen gezähnte Bänder mit Pfeifen- und Rautenornamenten.

Der Rundbogenfries mit Zahnschnitt zeigt eine reizvolle Blendarkatur mit kleinen Säulchen.



Die erste Säule rechts neben der Klapptür zeigt das Motiv des Gesäßweisens, 
möglicherweise ein Symbol für die  Abwehr des Teufels 
("Er aber, sags ihm, er kann mich im Arsch lecken").

.

Die romanische Holztüre samt ursprünglichen Eisenbeschlägen hat sich erhalten. 

 

 






 

DAS INNERE


DIE DECKE





DIE FRESKEN

CHRISTUS ALS HERRSCHER IN DER MANDORLA

 MIT MARIA (LINKS) UND JOHANNES DER EVANGELIST (RECHTS)

 

ANBETUNG JESU DURCH DIE HL. DREI KÖNIGE

 HL. KATHARINA VON ALEXANDRIA MIT RAD UND SCHWERT ALS ATTRIBUTE IHRES MARTYRIUMS 

Für die Märtyrinnen und Nothelferinnen Margareta, Barbara und die hl. Katharina gibt es den folgenden Merkspruch:

Margareta mit dem Wurm,
Barbara mit dem Turm,
Katharina mit dem Radl,
das sind die drei heiligen Madl.

 

GLEICHNIS VON DEN KLUGEN UND TÖRICHTEN JUNGFRAUEN 

 

MICHAELS KAMPF MIT DEM DRACHEN

 

MITTELALTERLICHE GERICHTSSZENE MIT TIER UND DÄMONENGESTALTEN
FRAU AUF EINER SCHANDGEIGE
FRAU MIT SPIEGEL UND AFFEN AUF DER SCHULTER
(LINKS)


HL. KATHARINA MIT KRONE, BUCH UND LILIE ALS ATTRIBUTE IHRER VERHERRLICHUNG
(RECHTS)



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