Seiten über Gott - Welt - Mensch von Theodor Frey

 

                                            
 
 
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Als letzte Rettung aus größter finanzieller Not und persönlicher Verzweiflung wurde Wagner am 4. Mai 1864 von König Ludwig II. in München empfangen, der wenige Wochen zuvor im Alter von 18 Jahren die Regentschaft vom verstorbenen Vater Maximilian übernommen hatte. Wagner war nicht nur der Lieblingskomponist des Königs, sondern wurde auch sein „väterlicher“ Freund und Berater. Der König blieb bis zum Tode Wagners dessen Mäzen. In dieser exponierten Stellung nahm Wagner Einfluss auf politische Entscheidungen des jungen Königs und verfasste verschiedene politische Schriften. Im Juni und Juli des gleichen Jahres weilte Cosima bei Wagner im Haus Pellet am Starnberger See, wo sie ihre Liebesbeziehung besiegelten. Der König stellte ihm ein Haus in München, in der Brienner Straße, als Wohnsitz zur Verfügung. Am 10. April 1865 wurde Isolde, das erste gemeinsame Kind von Cosima von Bülow und Richard Wagner, in München geboren. Am 10. Juni fand die Uraufführung von Tristan und Isolde in München statt. Am 17. Juli begann Wagner seine Autobiographie Mein Leben zu diktieren. Wegen heftiger Proteste der Bevölkerung und der Regierung, die Wagner und Ludwig II. Verschwendungssucht vorhielten, verließ Wagner Bayern im Dezember in Richtung Schweiz.

Quelle: wikipedia

Gedenktafel in der Brienner-Straße 37




DER NEUE MÜNCHNER RING




 

 

 


 

RHEINGOLD

 

 

AUS DEM VORSPIEL UND ERSTE SZENE

Auf dem Grunde des Rheines.


Grünliche Dämmerung, nach oben zu lichter, nach unten zu dunkler. Die Höhe ist von wogendem Gewässer erfüllt, das rastlos von rechts nach links zu strömt. Nach der Tiefe zu lösen die Fluten sich in einen immer feineren feuchten Nebel auf, so dass der Raum in Manneshöhe vom Boden auf gänzlich frei vom Wasser zu sein scheint, welches wie in Wolkenzügen über den nächtlichen Grund dahinfliesst. Überall ragen schroffe Felsenriffe aus der Tiefe auf und grenzen den Raum der Bühne ab; der ganze Boden ist in ein wildes Zackengewirr zerspalten, so dass er nirgends vollkommen eben ist und nach allen Seiten hin in dichtester Finsternis tiefere Schlüfte annehmen lässt.
(Um ein Riff in der Mitte der Bühne, welches mit seiner schlanken Spitze bis in die dichtere, heller dämmernde Wasserflut hinauftragt, kreist in anmutig schwimmender Bewegung eine der Rheintöchter)



FLOSSHILDE
(taucht herab und fährt zwischen die Spielenden)

Des Goldes Schlaf
hütet ihr schlecht!
Besser bewacht
des schlummernden Bett,
sonst büsst ihr beide das Spiel!

(Mit muntrem Gekreisch fahren die beiden auseinander. Flosshilde sucht bald die eine, bald die andere zu erhaschen; sie entschlüpfen ihr und vereinigen sich endlich, um gemeinschaftlich auf Flosshilde Jagd zu machen. So schnellen sie gleich Fischen von Riff zu Riff, scherzend und lachend. Aus einer finstern Schluft ist währenddem Alberich, an einem Riffe klimmend, dem Abgrunde entstiegen. Er hält, noch vom Dunkel umgeben, an und schaut dem Spiele der Rheintöchter mit steigendem Wohlgefallen zu.)

ALBERICH

Hehe! Ihr Nicker!
Wie seid ihr niedlich,
neidliches Volk!
Aus Nibelheims Nacht
naht' ich mich gern,
neigtet ihr euch zu mir!

FLOSSHILDE

Lugt, wer uns belauscht!

(sie tauchen tiefer herab und erkennen den Nibelung)

ALBERICH

Wie scheint im Schimmer
ihr hell und schön!
Wie gern umschlänge
der Schlanken eine mein Arm,
schlüpfte hold sie herab!

 


FLOSSHILDE

Nun lach' ich der Furcht:
der Feind ist verliebt!

WELLGUNDE

Bist du verliebt
und lüstern nach Minne,
lass sehn, du Schöner,
wie bist du zu schau'n? -
Pfui! Du haariger,
höckriger Geck!
Schwarzes, schwieliges
Schwefelgezwerg!
Such' dir ein Friedel,
dem du gefällst!

FLOSSHILDE
(taucht zu Alberich herab)

Wie törig seid ihr,
dumme Schwestern,
dünkt euch dieser nicht schön!

ALBERICH
(zutraulich sie berührend)

Mir zagt, zuckt
und zehrt sich das Herz,
lacht mir so zierliches Lob.

FLOSSHILDE
(ihn sanft abwehrend)

Wie deine Anmut
mein Aug' erfreut,
deines Lächelns Milde
den Mut mir labt!

(sie zieht ihn zärtlich an sich)

Seligster Mann!

FLOSSHILDE
(ihn ganz in ihren Armen haltend)

Deinen stechenden Blick,
deinen struppigen Bart,
o säh ich ihn, fasst' ich ihn stets!
Deines stachligen Haares
strammes Gelock,
umflöss' es Flosshilde ewig!
Deine Krötengestalt,
deiner Stimme Gekrächz,
o dürft' ich staunend und stumm
sie nur hören und sehn!

ALBERICH
(erschreckt aus Flosshildes Armen auffahrend)

Lacht ihr Bösen mich aus?

FLOSSHILDE
(sich plotzlich ihm entreissend)

Wie billig am Ende vom Lied!

(Sie laucht mit den Schwestern schnell auf)

(Woglinde und Wellgunde lachen)

ALBERICH
(mit kreischender Stimme)

Wehe! Ach wehe!
O Schmerz! O Schmerz!
Die dritte, so traut,
betrog sie mich auch?
Ihr schmählich schlaues,
lüderlich schlechtes Gelichter!
Nährt ihr nur Trug,
ihr treuloses Nickergezücht?

DIE DREI RHEINTÖCHTER

Wallala! Lalaleia! Leialalei!
Heia! Heia! Haha!
Schäme dich, Albe!
Schilt nicht dort unten!
Höre, was wir dich heissen!
Warum, du Banger,
bandest du nicht
das Mädchen, das du minnst?
Treu sind wir
und ohne Trug
dem Freier, der uns fängt.
Greife nur zu,
und grause dich nicht!
In der Flut entflieh'n wir nicht leicht!
Wallala! Lalaleia! Leialalei!
Heia! Heia! Hahei!

(Sie schwimmen auseinander, hierher und dorthin,
bald tiefer, bald höher, um Alberich zur Jagd
auf sie zu reizen)

ALBERICH

Wie in den Gliedern
brünstige Glut
mir brennt und glüht!
Wut und Minne,
wild und mächtig,
wühlt mir den Mut auf!
Wie ihr auch lacht und lügt,
lüstern lechz' ich nach euch,
und eine muss mir erliegen!

(Er macht sich mit verzweifelter Anstrengung zur Jagd auf; mit grauenhafter Behendigkeit erklimmt er Riff für Riff, springt von einem zum andern, sucht bald dieses, bald jenes der Mädchen zu erhaschen, die mit lustigem Gekreisch stets ihm entweichen. - Er strauchelt, stürzt in den Abgrund hinab, klettert den hastig wieder in die Höhe zu neuer Jagd. - Sie neigen sich etwas herab. Fast erreicht er sie, stürzt abermals zurück und versucht es nochmals. - Er hält endlich, vor Wut schäumend, atemlos an und streckt die geballte Faust nach den Mädchen hinauf.)

ALBERICH
(kaum seiner mächtig)

Fing' eine diese Faust!...

(Er verbleibt in sprachloser Wut, den Blick aufwärts gerichtet, wo er dann plötzlich von dem folgenden Schauspiele angezogen und gefesselt wird. Durch die Flut ist von oben her ein immer lichterer Schein gedrungen, der sich an einer hohen Stelle des mittelsten Riffes allmählich zu einem blendend hell strahlenden Goldglanze entzündet: ein zauberisch goldenes Licht bricht von hier durch das Wasser)

WOGLINDE

Lugt, Schwestern!
Die Weckerin lacht in den Grund.

WELLGUNDE

Durch den grünen Schwall
den wonnigen Schläfer sie grüsst.

FLOSSHILDE

Jetzt küsst sie sein Auge,
dass er es öffne.

(Mit immer ausgelassenerer Lust umschwimmen die Mädchen das Riff. Die ganze Flut flimmert in hellem Goldglanze)

ALBERICH
(dessen Augen, mächting von dem Glanze
angezogen, starr an dem Golde haften)


Was ist's, ihr Glatten,
das dort so glänzt und gleisst?

DIE DREI MÄDCHEN

Wo bist du Rauher denn heim,
dass vom Rheingold nie du gehört?

WELLGUNDE

Nichts weiss der Alp
von des Goldes Auge,
das wechselnd wacht und schläft?

WOGLINDE

Des Goldes Schmuck
schmähte er nicht,
wüsste er all seine Wunder!


WELLGUNDE

Der Welt Erbe
gewänne zu eigen,
wer aus dem Rheingold
schüfe den Ring,
der masslose Macht ihm verlieh'.

FLOSSHILDE

Der Vater sagt' es,
und uns befahl er,
klug zu hüten
den klaren Hort,
dass kein Falscher der Flut ihn entführe:
drum schweigt, ihr schwatzendes Heer!

WELLGUNDE

Du klügste Schwester,
verklagst du uns wohl?
Weisst du denn nicht,
wem nur allein
das Gold zu schmieden vergönnt?



WOGLINDE

Nur wer der Minne
Macht versagt,
nur wer der Liebe
Lust verjagt,
nur der erzielt sich den Zauber,
zum Reif zu zwingen das Gold.

WELLGUNDE

Wohl sicher sind wir
und sorgenfrei:
denn was nur lebt, will lieben,
meiden will keiner die Minne.

WOGLINDE

Am wenigsten er,
der lüsterne Alp;
vor Liebesgier
möcht' er vergehn!

ALBERICH
(die Augen starr auf das Gold gerichtet,
hat dem Geplauder der Schwestern wohl gelauscht)


Der Welt Erbe
gewänn' ich zu eigen durch dich?
Erzwäng' ich nicht Liebe,
doch listig erzwäng' ich mir Lust?

(furchtbar laut)

Spottet nur zu! -
Der Niblung naht eurem Spiel!

(Wütend springt er nach dem mittleren
Riff hinüber und klettert in grausiger
Hast nach dessen Spitze hinauf. - Die Mädchen
fahren kreischend auseinander und tauchen nach
verschiedenen Seiten hinauf)

ALBERICH
(gelangt mit einem letzten Satze zur Spitze)

Bangt euch noch nicht?
So buhlt nun im Finstern,
feuchtes Gezücht!

(Er streckt die Hand nach dem Gold aus)

Das Licht lösch' ich euch aus,
entreisse dem Riff das Gold,
schmiede den rächende Ring;
denn hör' es die Flut:
so verfluch' ich die Liebe!

(Er reisst mit furchtbarer Gewalt das Gold aus dem Riffe und stürzt damit hastig in die Tiefe, wo er schnell verschwindet. Dichte Nacht bricht plötzlich überall herein. Die Mädchen tauchen dem Räuber in die Tiefe nach)

 

 

FLOSSHILDE

Haltet den Räuber!

WELLGUNDE

Rettet das Gold!

DIE DREI MÄDCHEN

Weh'! Weh'!


(Die Flut fällt mit ihnen nach der Tiefe hinab. Aus dem untersten Grunde hört man Alberichs gellendes Hohngelächter. In dichtester Finsternis verschwinden die Riffe; die ganze Bühne ist von der Höhe bis zur Tiefe von schwarzem Wassergewoge erfüllt, das eine Zeitlang immer nach abwärts zu sinken scheint. - Allmählich sind die Wogen in Gewölk übergegangen, welches, als eine immer heller dämmernde Beleuchtung dahinter tritt, zu feinerem Nebel sich abklärt. - Als der Nebel in zarten Wolken sich gänzlich in der Höhe verliert, wird im Tagesgrauen eine freie Gegend auf Bergeshöhen sichtbar. Wotan und neben ihm Fricka, beide schlafend, liegen zur Seite auf blumigen Grunde)

 

 

 

 

 

 

 

 

 



WAGNER ALS APOSTEL DER KEUSCHHEIT von Friedrich Nietzsche

"- Ist das noch deutsch?
Aus deutschen Herzen kam dies schwüle Kreischen?
Und deutschen Leibs ist dies Sich-selbst-Zerfleischen?
Deutsch ist dies Priester-Hände-Spreizen,
Dies weihrauchdüftelnde Sinne-Reizen?
Und deutsch dies Stürzen, Stocken, Taumeln,
Dies zuckersüße Bimbambaumeln?
Dies Nonnen-Äugeln, Ave-Glockenbimmeln,
Dies ganze falsch verzückte Himmel-Überhimmeln? ...

Ist das noch deutsch?
Erwägt! Noch steht ihr an der Pforte ...
Denn was ihr hört, ist Rom, - Roms Glaube ohne Worte!


Zwischen Sinnlichkeit und Keuschheit gibt es keinen notwendigen Gegensatz; jede gute Ehe, jede eigentliche Herzensliebschaft ist über diesen Gegensatz hinaus. Aber in jenem Falle, wo es wirklich diesen Gegensatz gibt, braucht es zum Glück noch lange kein tragischer Gegensatz zu sein. Dies dürfte wenigstens für alle wohlgerateneren, wohlgemuteren Sterblichen gelten, welche fern davon sind, ihr labiles Gleichgewicht zwischen Engel und petite bête ohne weiteres zu den Gegengründen des Daseins zu rechnen, - die Feinsten, die Hellsten, gleich Hafis, gleich Goethe, haben darin sogar einen Reiz mehr gesehn ... Solche Widersprüche gerade verführen zum Dasein ... Andrerseits versteht es sich nur zu gut, daß, wenn einmal die verunglückten Tiere der Circe dazu gebracht werden, die Keuschheit anzubeten, sie in ihr nur ihren Gegensatz sehn und anbeten werden - o mit was für einem tragischen Gegrunz und Eifer! man kann es sich denken -, jenen peinlichen und vollkommen überflüssigen Gegensatz, den Richard Wagner unbestreitbar am Ende seines Lebens noch hat in Musik setzen und auf die Bühne 

" Dies dürfte wenigstens für alle wohlgerateneren, wohlgemuteren Sterblichen gehen, welche ferne davon sind, ihr labiles Gleichgewicht zwischen Engel und petite bête ohne weiteres zu den Gegengründen des Daseins zu rechnen – die Feinsten, die Hellsten, gleich Hafis, gleich Goethe, haben darin sogar einen Reiz mehr gesehn ... Solche Widersprüche gerade verführen zum Dasein... Andrerseits versteht es sich nur zu gut, daß, wenn einmal die verunglückten Tiere der Circe dazu gebracht werden, die Keuschheit anzubeten, sie in ihr nur ihren Gegensatz sehn und anbeten werden – o mit was für einem tragischen Gegrunz und Eifer! man kann es sich denken –, jenen peinlichen und vollkommen überflüssigen Gegensatz, den Richard Wagner unbestreitbar am Ende seines Lebens noch hat in Musik setzen und auf die Bühne bringen wollen. Wozu doch? wie man billig fragen darf."

Nietzsche contra Wagner  ist Friedrich Nietzsches letzte Schrift, die er zu Weihnachten 1888 zu Papier brachte, bevor er am 3. Januar 1889 in Turin zusammenbrach.   



 

 

WALKÜRE

GÖTTERNOT

Reingold  Siegfried  Götterdämmerung

 

 

7.Mai 2003

Siegmund    Seiffert

Hunding         Rydl

Wotan      Tomlinson

Sieglinde      Meier

Brünnhilde   Schnaut

Fricka      Lipovsek

     Zubin Mehta

     David Alden

 

>Kritik
>Der machtlose Gott Wodan

Sieh mir ins Auge: schweige den Zorn, 
zähme die Wut und deute mir hell 
die dunkle Schuld, die mit starrem Trotze 
dich zwingt, zu verstoßen dein trautestes Kind!

 

BEZIEHUNGEN

Wagners gigantische Geschichten von Sex und von Gewalt - was zugleich heißt: von der Sexualität der Gewalt und von der Gewalt der Sexualität - beschreiben seine eigenen Qualen. Das wäre nicht besonders interessant, wenn es nicht auch die Beschreibung seiner gesellschaftlichen Welt wäre und unserer. Die Faszination von Wagners Werk besteht bis heute darin, daß es solche Beziehungen offenlegt. Und zwar so, daß man sie verstehen kann, ohne es aussprechen zu müssen: das sind wir selbst, begreifen wir, und schließen vor Erregung die Augen.              Dieter Schickling

Wir hörten einem Team von Weltklasse-Solisten zu. Waltraut Meier hat betörend wohllautende Momente, Gabriele Schnaut singt, mit bemerkenswert perfekter Durchsichtigkeit und müheloser Kraft. Die ernorme Lyrizität des Peter Seiffert fügte sich sehr zur innigen und durchsichtigen Aura, die Zubin Mehta gerade im ersten Akt rückhaltlos herstellt. Wenn Sieglinde sich da besinnt, den "Klang" der Stimme des Bruders als Kind gehört zu haben - dann tauchen Methas Orchester und das gedämpfte erste Horn uns magisch zart in die Tiefe träumerischen Erinnerns. Ein herzbewegender lyrischer Wagner-Moment.                                                    

 Joachim Kaiser - SZ

Wagner an seinen Freund Röckel 1854

"Wir müssen sterben lernen, und zwar sterben, im vollständigen Sinn des Wortes, die Furcht vor dem Ende ist die Quelle aller Lieblosigkeit, und sie erzeugt sich nur da, wo selbst bereits die Liebe erbleicht ... Wodan schwingt sich bis zu der tragischen Höhe, seinen Untergang - zu wollen. Dies ist Alles, was wir aus der Geschichte der Menschheit zu lernen haben: das Notwendige zu wollen und selbst zu vollbringen. ... Wodan ist nach dem Abschied von Brünnhilde in Wahrheit nur noch ein abgeschiedener Geist: seiner höchsten Absicht nach kann er nur noch  g e w ä h r e n  lassen, es gehen lassen, wie es geht, nirgends aber mehr bestimmt eingreifen, deswegen ist er nun auch 'Wanderer' geworden: sieh Dir ihn recht an! Er gleicht  u n s aufs Haar; er ist die Summe der Intelligenz der Gegenwart, wogegen Siegfried der von uns gewünschte, gewollte Mensch der Zukunft ist, der aber nicht durch uns gemacht werden kann, und der sich selbst schaffen muß durch  u n s e r e  V e r n i c h t - u n g ."

 

theodor frey

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