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Frage
an Winfried Kretschmann,
dem
wahrscheinlich ersten grünen Ministerpräsidenten der Bundesrepublik
Wer
ist Ihr Vorbild?
"Mein
Alltag, aber auch mein Handeln als Politiker orientiert sich an
Philosophinnen und Denkern, etwa Hannah
Arendt oder
Jeanne
Hersch.
Die Beschäftigung mit ihnen dient mir als Kompass in der Politik in
einer komplexen Welt."
Zu Jeanne Hersch
Ihre
Begegnung mit dem Existenzphilosophen Karl
Jaspers
1932 in Heidelberg prägte
ihr philosophisches Lebenswerk. Sie wurde seine Schülerin und er blieb
ihr lebenslanges Vorbild. Jaspers Philosophie war für sie das „Königreich
der Freiheit“. Hersch übersetzte Jaspers' Werke und machte ihn in der
französischen Welt als soziale Alternative zu Satres Version des
Existenzialismus bekannt. Wie Hanna
Arendt hatte sie seine
Philosophie eher angewandt als theoretisch weiterentwickelt. Jaspers
bedeutete für sie gelebte Klarheit, als Vorbedingung für Wahrheit und
Ehrlichkeit. Es war die existentialistische, antitotalitäre Philosophie
des deutschen Philosophen, die sie zutiefst beeindruckte:
„Ich
bin dafür dankbar, daß es bei ihm nicht nur eine objektive,
sachliche, gegenständliche Sicherheit gibt, sondern auch eine
existenzielle, die darin beruht, daß der Mensch sich ihr verpflichtet
und von ihr verändert und getragen wird. Eigentlich bedeutet es, daß
Existenz Klarheit liebt, als Gegenwart des Seins.“
Quelle:
Wikipedia
Jeanne
Hersch
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