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MÜNCHEN

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"VOM ERNST DES LEBENS HALB VERSCHONT, 
IST DER SCHON, DER IN MÜNCHEN WOHNT"

Eugen Roth                                       

                                            
  
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ST. GEORG - OBERMENZING

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HEILIG GEIST KIRCHE

HEILIG KREUZ KIRCHE - GIESING

HERZ JESU KIRCHE

ST, JOHANN BAPTIST - HAIDHAUSEN

ST. JOSEF (neobarock)

KÖNIGIN DES FRIEDENS - GIESING

LUDWIGSKIRCHE

ST. MARGARET - SENDLING

MARIAHILF - AU

ST. MAXIMILIAN

ST. MAXIMILIAN KOLBE

MICHAELSKIRCHE - JESUITENKIRCHE

MICHAELSKIRCHE - BERG AM LAIM

PETERSKIRCHE

SOPHIENKIRCHE

ST. SYLVESTER

THEATINERKIRCHE

ST. URSULA

ST. WOLFGANG - PIPPING 

 

MUSEEN - EINRICHTUNGEN

THEATER

MÜNCHNER UMLAND

MUSEUMSVIERTEL

ÄGYPTISCHES MUSEUM

GLYPTOTHEK

ALTE PINAKOTHEK

NEUE PINAKOTHEK

SCHACK GALERIE

STUCK VILLA

LENBACHHAUS

LOTHRINGER 13 - STÄDT. KUNSTHALLE

PINAKOTHEK DER MODERNE

BRANDHORST MUSEUM

BAYR. NATIONALMUSEUM

AKADEMIE DER BILDENDEN KÜNSTE

HAUS DER KUNST

MONACENSIA/HILDEBRANDHAUS

KÖNIGSPLATZ

NATIONALTHEATER

CUVILLIES-THEATER

GÄRTNERPLATZTHEATER

PRINZREGENTENTHEATER

RESIDENZTHEATER - MARSTALL

KAMMERSPIELE

VOLKSTHEATER

 

 

SALMDORF

KEFERLOH

MÜNCHNER OSTEN

MÜNCHNER WESTEN

 

 

 

MARIENSÄULE - DIE MITTE

von hier aus wurden die Münchner Strassen vermessen

 

Kurfürst Maximilian I.  gelobte im Dreißigjährigen Krieg ein gottgefälliges Werk anzustellen, wenn die hiesige Hauptstadt und auch die Stadt Landshut "vor des Feinds endlichem Ruin und Zerstörung" erhalten würde".

Statue des Kurfürsten Maximilian an der Fassade des Neuen Rathauses

Das Denkmal besteht aus einer roten Monolithsäule aus Tegernseer Marmor, auf deren korithischen Kapitell  die königlich mit Krone und Szepter ausgestattete Muttergottes steht. Sie ist nach Osten zur Morgensonne ausgerichtet. Sie stellt sich aber auch der von dort drohenden Türkengefahr entgegen. "Von Maria sind die Heldenputten zur Erde gesandt, die den Kampf gegen den Krieg (Löwe), den Hunger (Drache), die Pest (Basilisk) und die Ketzerei (Schlange) aufnehmen. Somit steht diese Gruppe für den Psalm 90 Vers 13, der da lautet: "Über die Schlange und den Basilisken wirst Du schreiten und den Löwen und den Drachen wirst Du zertreten".

An der Säule beteten: Papst Pius VI. bei seinem München-Besuch im Jahre 1782, Papst Johannes Paul II. 1980, sein Nachfolger Benedikt XVI. 2006. Traditionell werden die Erzbischöfe von München und Freising an der Mariensäule empfangen und verabschiedet; zuletzt der neuernannte Erzbischof Reinhard Marx am 30. Januar 2008.

Holzschnitt von Marx Anton Hannas

 

Der Basilisk ist ein seit hellenistischer Zeit belegtes, fabelhaftes Schlangenwesen, das als besonders giftig galt und seinen Weg in die → Septuaginta gefunden hat. In christlicher Tradition wurde es zu einer Verkörperung des Bösen und z.B. als Mischwesen aus Hahn und Schlange dargestellt.

 

 

 

BEVÖLKERUNGSENTWICKLUNG IN MÜNCHEN 
IM 19. JAHRHUNDERT

Jahr

Einwohner

Zum Vergleich Augsburg

Zum Vergleich Hamburg

Zum Vergleich Berlin

1801

40.450

32.000 130.000 172.132

1810

40.638

   

1824

62.290

   

1830

71.375

   

1840

82.736

   

1852

106.715

39.000 161.390 438.958

1861

148.201

   

1871

169.693

   

1880

230.023

   

1890

349.024

   

1900

499.932

89.000 705.738 1.888.848

BEVÖLKERUNGSENTWICKLUNG IN MÜNCHEN 
IM 20. JAHRHUNDERT

Jahr

Einwohner

Zum Vergleich
Augsburg

Zum Vergleich Hamburg

Zum Vergleich Berlin

1950

830.795

185.183

1.602.528

3.336.026

1970

1.293.590

212.886

1.793.823

3.208.719

1980

1.298.852

248.346

1.648.842

3.048.759

2010

1.353.186

264.708

1.746.813

3.460.725




Die Region München weist am 31. Dezember 2011 eine Bevölkerung  von 2.727.106 aus (ca. 5.504 Quadratkilometer).

 

 

STILPLURALISMUS - HISTORIZISMUS IN MÜNCHEN

 

ROMANTIK
(Kirchen der Ludwigszeit)

LUDWIGSKIRCHE

ST. BONIFAZ

ALLERHEILIGEN - HOFKIRCHE

MARIAHILF KIRCHE
 - AU

MAXIMILIANSSTIL
Bürklein

MAXIMILIANSTRASSE Regierung von Obb.

MAXIMILIANEUM

PASING BAHNHOF

ehem.FRAUENKLINIK
an der Sonnenstraße

NEOBAROCK

HEILIG GEIST KIRCHE (FASSADE)
(1884 Friedrich Löwel)

ST. JOSEPH 
(1898-1902 Hans Schurr)

ST. MARGARET
SENDLING

(1902-13 Dosch/Boemmel)

.

STAATSBANK - HYPO Kardinal-Faulhaber-Str. (1893-1897)

DEUTSCHE BANK Lenbachplatz (1896-98)

JUSTIZPALAST
1890-97 
Friedrich von Thiersch

BERNHEIMER PALAIS
1887–1889  
Friedrich von Thiersch/ Martin Dülfer

NEORENAISSANCE

ST. URSULA - SCHWABING
(1894-97 August Tiersch)

TECHN. HOCHSCHULE
(1865-1868 Gottfried Neureuther)

AKADEMIE DER BILDENDEN KÜNSTE (1874-85 G.  Neureuther)

GÄRTNERPLATZTHEATER
(1864-65 G.  Neureuther)

WILHELMGYMNASIUM
(1875-77 Carl von Leimbach)

THERESIENGYMNASIUM
(1895 Emanuel Seidl)

KÜNSTLERHAUS am Lenbachplatz
(1893-1900 Gabriel Seidl)

THERESIENGYMNASIUM
(1895 Emanuel Seidl)

NEUGOTIK

ST. PAUL -ISARVORSTADT
(1892-1906 Hauberrisser)

MARIAHILF KIRCHE - AU

HEILIGKREUZKIRCHE - GIESING
(1865 Georg Dollmann)

ST, JOHANN BAPTIST - HAIDHAUSEN
(1852-63 Matthias Berger)

ST. MARKUS
(1873-77 R.W. Gottgetreus)

NEUES RATHAUS
(1867-1908 Joseph Hauberrisser)

.

.

NEOROMANIK

ST. ANNA - LEHEL
(1887-92 Gabriel Seidl)

ST. BENNO - NEUHAUSEN
(1888-95 Leonhard Romeis)

ST. MAXIMILIAN - GLOCKENBACHVIERTEL
(1895-1901 Heinrich Schmidt)

ST. ANTON - ISARVORSTADT
(1893-95 Marchart / Schurr)

LUKASKIRCHE(1893–1896 nach Plänen von Albert Schmidt )

ALTE HAUPTSYNAGOGE  (1883-1887 nach Plänen von Albert Schmidt)

.

.

NEUKLASSIZISMUS

STUCK VILLA
(1897-1898) 

PRINZREGENTENTHEATER
(1900-1901) 

UNIVERSITÄT-
(AULA /LICHTHOF)

(1905-1909 German Bestelmeyer) 

RÜCKVERSICHERUNG - Königinstr.
(1911-1913 Oswald E. Bieber /W. Hollweck) 

Nachwirkungen in der Architektur des Nationalsozialismus

"Der Block" war eine Architekturvereinigung welche 1928 als Reaktion auf die avantgardistische Vereinigung Der Ring gegründet wurde. Sie propagierte in Anlehnung an den Historismus eine konservativere Formensprache.

LUFTGAUKOMMANDO (Prinzregentenstr. heute: Bay. Wirtschaftsministerium 1935-1936 German Bestelmeyer) 

OBERFINANZPRÄSIDIUM (Sophienstr. heute: Oberfinanzdirektion  klassizisierender Monumentalstil - 1938-42 Franz Stadler

FÜHRERBAU" (Arcisstraße 12 heute: Hochschule für Musik und Theater - 1933 bis 1937 Paul Ludwig Troost - zuvor: Palais Pringsheim)

 

 

theodor frey

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Henze über München

 

Die Kulturstadt München, ihr Publikum, das Fluidum, ihre Kultur, ihre Geschichte: Ich betrachte das alles mit der ratlosen Faszination des benachteiligten Norddeutschen und teile die resignierte Bewunderung des übervorteilten Italieners, ich schau es von oben bis unten an - und ich begreife: Dies ist die Hauptstadt nicht meines, sondern eines anderen, des Bayerischen Landes! Es hat eine märchenhafte Geschichte und eine Art Folklore, der nichts gleichzusetzen ist auf dieser Welt, und sie ist, trotz aller phänomenologischen Exzentrik doch wirklich echt und wahr, nicht künstlich aufgemacht. Das hat wohl auch was mit der sprachlichen Bodenbeschaffenheit, mit der geologischen Lage und der Religion zu tun, der katholischen, deren Ausübung und Auswirkungen überall deutlich zu sehen und zu spüren sind, mehr wohl als in irgendeinem anderen europäischen Lande außer vielleicht Irland, Katholisch Westfalen und dem Vatikanstaat. ... Am besten gefallen mir das gebildete bürgerliche Publikum und die kunstverständigen Leute. ... Es ist der groß- und residenzstädtische Grundton, der mich da anzieht, das Tempo, die Energie, das Fortschrittliche in der urbanen Sozialpolitik, das Gefühl, sich in einem modernen demokratisch funktionierenden System zu bewegen, auf dessen Leistungen und Absicherungen man sich verlassen kann. Es gibt hier auch weniger Manifestationen von Ausländerfeindlichkeit als andernorts, find ich - man hat aus der Geschichte gelernt: Man muß sich einer Anzahl ehemaliger Mitbürger schämen für immer, und man muß die Wiederkehr solchen Gesindels für alle Zeiten ablehnen und Verhindern. Die Münchner, die Bayern im allgemeinen sind dazu prädestiniert und sind natürlich wohl auch ein wenig toleranter den Andersdenkenden und -glaubenden gegenüber als gewisse Vertreter anderer germanischer Stämme, oder liege ich da ganz falsch? Übersehe ich was?

Am meisten gefällt mir in München, wie hier und da inm Frühjahr die blühenden Kastanienbäume und der Weißdorn im Flusse sich verdoppeln und wie ihre unteren Äste sich ins Wasser neigen, in den Strom, der sie kühlt und wiegt. Der Duft blühender Bäume in Nymphenburg und Schleißheim erinnert mich an lang zurückliegende Episoden freundlicher, leutseliger Natur, an Jausen und Spaziergänge. Zuweilen fröstelt man mitten im Sonnenschein. Wenn man nun einfach immer weiter geradeheraus schritte, wäre man schon recht bald im ganz Offenen, auf dem Hochplateau mit seinem Ackerland, den Bauersleuten, mit ihren in voller Opulenz stehenden, wohlgestriegelten und elektrisch beschälten und gemolkenen Haustieren, und könnte auch, kurz hinterm Gelände des ehemaligen KZ Dachau, ohne Zweigleinknacken und mit Gänsehaut den ersehnten Wald betreten und wilden Tieren begegnen, die alle ganz scheu und verstört sind und um ihr Leben bangen und rennen bei unserem Anblick, weil sie so eine wahnsinnige und absolut berechtigte Angst vor uns haben.

Aus Hans Werner Henze - Reiselieder mit böhmischen Quinten - S.567 ff.



mittelalter

renaissance

17./18. jahrhundert
(barocker absolutismus)
 

aufklärung

19. jahrhundert

20. jahrhundert bis 1933

drittes reich

nachkriegszeit

neues jahrtausend

 

2011 - 853 Jahre München 

1158

Der Welfe Herzog Heinrich der Löwe hat sich 1156 mit seinen Gegnern, den Hohenstaufen, verglichen und das Herzogtum Bayern zurück erhalten. An der Isar, wo sich zwei alte Handelsstraßen trafen, die das Salzkammergut mit den Zentren in  Schwaben, der Rheinpfalz  und Burgund verbanden, fand Herzog Heinrich ein kleines Dorf zwischen Lehm- und Kiesgruben vor, das Otto Zierer von Benediktinerkaplan Herbot, so beschreiben lässt: "Das ist Haidhausen. Es besteht wohl schon seit Kaiser Karls Tagen; gar mancher Salzfuhrmann, der den Freisingern ausweichen will, nimmt den gachen Steig (Gasteig) hinab, setzt über die Furt, wenn die Isar seichtes Wasser führt, und fährt drüben zu dem Dorf Sentlinga (Sendling). . . Von dort führt ein Knüppelpfad nach dem Dorf Suapinga (Schwabing), dessen niederer Holzturm in der Ferne eben noch zu erkennen ist." 
Otto Zierer - Anton Kammerl - München, S. 19

Der Ortsname wurde schon im Mittelalter auf "munich/münich", also "Mönch", zurückgeführt, weshalb das erste überlieferte Stadtsiegel (1239) bereits einen Mönchskopf mit Zipfelmütze zeigt, ab 1304 einen aufrecht stehenden Mönch mit Segenshand und Gebetbuch. So ist er in stilisierter Form heute noch als Stadtwappen und Stadtsiegel gebräuchlich. Durch missverständliche Darstellungen wurde der Mönch später als Kind gedeutet und so zum "Münchner Kindl".

Quelle: Daten zur Stadtgeschichte der Landeshauptstadt München


mittelalter

renaissance

17./18. jahrhundert
(barocker absolutismus)
 

aufklärung

19. jahrhundert

20. jahrhundert bis 1933

drittes reich

nachkriegszeit

neues jahrtausend

 

Die durchschnittliche Lebensdauerbetrug zu Beginn des 14. Jh. etwa 35 Jahre. Die Lebensdauer wurde wesentlich vom Ausmaß der Säuglings- und Kindersterblichkeit bestimmt, sodass in einer Population mit einer mittleren Lebenserwartung von 35 Jahren durchaus Hundertjährige anzutreffen waren.  Man hat gefunden, dass mehr Männer zwischen 40 und 60 Jahren (maturus) starben als zwischen 20 und 40 (adultus); für Frauen galt das umgekehrte Verhältnis.
Das Jugendalter (14 - 20 Jahre) durften 30,1 % der geborenen männlichen und 24,8 % der weiblichen Individuen erwarten. Für das Erwachsenenalter (20 - 40 Jahre) waren es 28,4 % bzw. 23,2 %. Das Alter (40 - 60 Jahre) erreichten jeweils 14 %. Das Greisentum (über 60 Jahre) erlebten jeweils 10 %.

Quelle: Mittelalter Lexikon



1180

Pfalzgraf Otto aus dem Hause Wittelsbach wird Herzog von Bayern. Es beginnt die bis 1918 andauernde Regierung dieses Geschlechtes als Herzöge, Kurfürsten und Könige von Bayern.

Graf Otto V. von Scheyern verlegte 1124 die Residenz der Pfalzgrafen von der Burg Scheyern nach der Burg Wittelsbach bei Aichach.

zu Scheyern . . . 

Otto I. der Rotkopf (* um 1117  †  1183) war der Sohn von Pfalzgraf Otto V. von Scheyern († 1156) und der Heilika von Lengenfeld. Seit 1156 war er als Otto VI. Pfalzgraf von Bayern und von 1180 bis zu seinem Tod Herzog von Bayern. 

Denkmal Wittelsbacherbrücke München

1255

Zwei herzogliche Brüder - Heinrich und Ludwig - teilen das Herzogtum Bayern unter sich. Es entstehen ein Teilherzogtum Niederbayern mit Hauptort Landshut und unter Herzog Ludwig II. ein Teilherzogtum Oberbayern mit Hauptort München. München wird ab jetzt zum Amtssitz eines Landesherrn ausgebaut und ist nicht mehr wie bisher nur Bürgerstadt und Handelsplatz.

 

1258

Einsturz der Innbrücke bey Mühldorf mit den darüberfliehenden Böhmen, 1258.


1280

Bei Ausschreitungen gegen die Münchner Juden gibt es zahlreiche Tote. Spätere Schriftsteller geben weit voneinander abweichende Zahlen an.

Am 12. Oktober 1285 kam es zum ersten Progrom, nachdem eine Frau „gestand“, die Münchner Juden hätten ein getauftes Christenkind getötet und sein Blut getrunken. Eine aufgebrachte Volksmenge zündete die Synagoge an, wobei 180 Juden, die sich in den ersten Stock geflüchtet hatten, in den Flammen umkamen.

Quelle: Wikipedia

1314

Ludwig IV. der Bayer (* Ende 1281/Anfang 1282 in München ; † 1347 in Puch bei Fürstenfeldbruck) entstammte dem Haus Wittelsbach. 
Er war seit 1294  Herzog von Oberbayern und Pfalzgraf bei Rhein. Im Jahr 1314 trat er als Kandidat der Luxemburger Partei zur Wahl des Römisch-deutschen Königs an. Diese Wahl verlief aber nicht eindeutig, so dass es in der Folge zu einem Doppelkönigtum kam. 

 

1322

Erst nach der Schlacht bei Mühldorf (Schlacht bei Ampfing) im Jahre 1322 gegen den Habsburger Friedrich den Schönen konnte Ludwig den Alleinanspruch auf den Titel durchsetzen. Papst Johannes XXII., der aus eigenen machtpolitischen Bestrebungen kein Interesse an einem starken Kaisertum hatte, versagte Ludwig die Anerkennung und überzog ihn mit Ketzerprozessen. Daraufhin ließ sich Ludwig im Jahr 1328 vom römischen Stadtvolk zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches wählen und setzte seinerseits den Franziskanermönch Pietro Rainalducci als Gegenpapst Nikolaus V. ein. 

Sieg von Ludwig des Bayern bei Ampfing 

1328

Papst Johannes XXII., der aus eigenen machtpolitischen Bestrebungen kein Interesse an einem starken Kaisertum hatte, versagte Ludwig die Anerkennung und überzog ihn mit Ketzerprozessen. Daraufhin ließ sich Ludwig im Jahr 1328 vom römischen Stadtvolk zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches wählen und setzte seinerseits den Franziskanermönch Pietro Rainalducci als Gegenpapst Nikolaus V. ein.  München wird dadurch vorübergehend - bis zu seinem Tod 1347 - zur kaiserlichen Residenzstadt. Auf diese Zeit dürfte der Gebrauch der Farben schwarz und gelb (Gold) als Stadtfarben zurückgehen, die auch die Farben des Reiches waren.

Darstellung der Kaiserkrönung in Rom in den Hofgartenarkaden

Reiterfigur (1967)  Kaiser Ludwig vor dem neuen Tor des Alten Hofs von Hans Wimmer




Denkmal von Ludwig der IV., der Bayer (*1282 - †1347) am Kaiser-Ludwigs-Platz (1886) in der Ludwigsvorstadt. 


 

 

1442

etwa um diese Zeit - wie in diesem Jahrhundert auch andernorts - werden durch den Landesherrn (Herzog) auch aus München die Juden vertrieben.

 

1468

Baubeginn für die Frauenkirche, die erst 1525 ihre charakteristischen runden Kuppeln erhält.

mehr zur Frauenkirche . . .

 

1470

Baubeginn für das Tanzhaus, das heutige "Alte Rathaus", das den Weg vom Marktplatz (heute "Marienplatz") hinunter ins Tal abriegelte. Im Obergeschoss befindet sich der Festsaal, der nach den Zerstörungen des Zweiten Weltkrieges wieder hergestellt wurde. Im Untergeschoss gab es Brotverkaufsstände und das Stadtgefängnis. Die beiden breiten Durchfahrten wurden erst 1877 und 1934 geschaffen, um dem Verkehr Raum zu geben.

 

1481

Der bisher auch noch mit mehreren Gebäuden, unter anderem einer Kapelle, bebaute Marktplatz wird von diesen befreit und wird erst jetzt zu dem rechteckigen freien Platz als der er sich heute darstellt. Seine endgültige Größe erhielt er erst nach dem Zweiten Weltkrieg durch Zurückverlegung der Baulinie auf der Südseite. Seinen Namen "Marienplatz", der von der Mariensäule mitten auf dem Platz abgeleitet ist, erhielt er erst 1854. Vorher hieß er nur "Platz" oder "Markt" und zuletzt - nach dem dort stattfindenden Getreidemarkt oder der Getreideschranne - auch "Schrannenplatz".

 

 

1487

Herzog Albrecht IV. erlässt eine neue Brauordnung für München, die erstmals das sogenannte Reinheitsgebot für Bier enthält, wonach Bier aus nichts anderem als aus Hopfen, Gerste - gemeint ist das daraus gewonnene Malz - und Wasser gesotten werden dürfe. Das Gebot wurde 1516 in das "Buch der gemeinen Landgebot, Landesordnung, Satzung und Gebräuch" übernommen und für das ganze Herzogtum Bayern verbindlich gemacht. Noch heute erneuern die Münchner Bierbrauer alle Jahre auf dem Brauertag den "Preu-Eid" mit dem Reinheitsgebot als Selbst-Verpflichtung, da es nach einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes von 1986 keine Gültigkeit mehr besitzt.

 

1505

Nach dem Aussterben der Landshuter (niederbayerischen) Herzogslinie im Mannesstamm 1503 kam es zu einem Krieg ("Landshuter Erbfolgekrieg") um das weitere Schicksal dieses Teilherzogtums und schließlich 1505 durch Entscheidung des Kaisers Maximilian in Köln ("Kölner Spruch") zur Wiedervereinigung der bayerischen Teilherzogtümer. Sie entsprachen gemeinsam etwa den heutigen Regierungsbezirken Ober- und Niederbayern und einem Teil der Oberpfalz. Die Landesteilungen waren damit beendet. Es gab ab jetzt nur noch ein Herzogtum Bayern und München war seine Hauptstadt.

mehr zu Landshut . . . 

Quelle: Daten zur Stadtgeschichte der Landeshauptstadt München






Reiterstandbild des Kurfürstes Maximilian I  
am Wittelsbacherplatz nach einem Modell von Bertel Thorwaldsen

 

renaissance

1420 - 1610

 

in Landshut . . .

Maximilian I. 

* 1573 in München † 1651 in Ingolstadt 

1597 Herzog von Bayern - 1623 Kurfürst des Heiligen Römischen Reiches

 

1632

Übergabe der Münchner Stadtschlüssel am 17. Mai 1632. Die Stadt entging durch kampflose Übergabe und die Entrichtung der ungeheuren Summe von 300.000 Reichstalern einer Plünderung durch die Heerführung Gustav Adolfs II..

 Auf dem Gasteigberg wird vom Magistrat der Stadt München der Stadtschlüssel auf einem roten samtenen Kissen den Schweden übergeben. Als Dank für die Verschonung der Residenzstädte Landshut und München ließ Kurfürst Maximilian I. auf dem Marienplatz die Mariensäule errichten.

Kupferstich von Matthäus Merian (1644) 

 

 

 




1705

Die Sendlinger Mordweihnacht, auch Sendlinger Blutweihnacht oder Sendlinger Bauernschlacht genannt, war eine kriegerische Auseinandersetzung in der Nacht zum 25. Dezember 1705 in Sendling bei München, in der bayerische Aufständische von Truppen der Reichsarmee unter dem Oberbefehl des habsburgischen Kaisers Joseph I. besiegt und völlig aufgerieben wurden. Die kaiserlichen Reichstruppen töteten dabei einen Teil der Aufständischen, die sich bereits ergeben und die Waffen niedergelegt hatten. Die Zahl der auf bayerischer Seite Getöteten kann man dank guter Quellenlage heute recht genau auf etwa 1100 beziffern, auf Seiten der Reichsarmee gab es etwa 40 Tote. Der Schlacht vorausgegangen war ein Versuch der Aufständischen, die Stadt München einzunehmen.

Quelle: Wikipedia

Votivtafel in St. Laurentius - Egern

 



aufklärung

 


Maximilian Joseph Graf von Montgelas (1759 - 1838)

 "Im Jahr 1803 erwarb . . . der damalige Bayerische Staats- und Konferenzminister Freiherr Maximilian von Montgelas [rechts] das Anwesen [Schloss Stepperg - Ismaningerstraße 109]. In seinem "Gartenhaus Bogenhausen" das er als Sommerresidenz nutzte, wurde Geschichte geschrieben, denn 1805 kam hier der "Bogenhauser Geheimvertrag" zustande. Mit dem Vertrag wurde die Allianz Bayerns mit Frankreich gegen Österreich und Russland begründet und Kurfürst Max IV. Joseph von Bayern erhielt die Königswürde (König Maximilian I. in Bayern)." 

Quelle: Nordostkultur

 

Friedrich Ludwig von Sckell (1750 - 1823)

 

Sckell gestaltet mehrer Parkanlagen nach englischen Vorbildern. "1789 wird er von Graf Benjamin Thompson von Rumford mit der Anlage des Englischen Gartens in München beauftragt, den er 1803 in seiner Funktion als "Intendant der königlichen Gärten Münchens" vollendet. 1805 legt er die prächtige Parkanlage für Freiherr Maximilian von Montgelas auf Schloss Stepperg in Bogenhausen an und verwandelt große Teile des barocken Gartens von Schloss Nymphenburg in eine landschaftliche Anlage."

 

 Quelle: Nordostkultur

 

 


1835

So sah es im Thal mit der alten Hochbrücke im Jahre 1835 aus . . .

 

Lithographie von Gustav Kraus





Die Szenerie im April 2014
(Hinter der Bushaltestelle geht die Hochbrückenstraße rechts ab )

 

 

 

 

 

 

 

    Mai 1840

Beschreibung der Stadt München zur Blütezeit Ludwigs I.
in Gottfried Kellers Roman "Der Grüne Heinrich":

»Mit dem Sonnenuntergange des zweiten Tages erreichte ich das Ziel meiner Reise, die große Hauptstadt, welche mit ihren Steinmassen und großen Baumgruppen auf einer weiten Ebene sich dehnte ... Da glühten im letzten Abendscheine griechische Giebelfelder und gotische Türme; Säulenreihen tauchten ihre geschmückten Häupter noch in den Rosenglanz, helle, gegossene Erzbilder, funkelneu, schimmerten aus dem Helldunkel der Dämmerung, wie wenn sie noch das warme Tageslicht von sich gäben, indessen bemalte offene Hallen schon durch Laternenlicht erleuchtet waren, und von geputzten Leuten begangen wurden. Steinbilder ragten in langen Reihen von hohen Zinnen in die dunkelblaue Luft, Paläste, Theater, Kirchen bildeten große Gesamtbilder in allen möglichen Bauarten, neu und glänzend, und wechselten mit dunklen Massen geschwärzter Kuppeln und Dächer der Rats- und Bürgerhäuser. Aus Kirchen und mächtigen Schenkhäusern erscholl Musik, Geläute, Orgel- und Harfenspiel; aus mystisch verzierten Kapellentüren drangen Weihrauchwolken auf die Gasse; schöne und fratzenhafte Künstlergestalten gingen scharenweise vorüber, Studenten in verschnürten Röcken und silbergestickten Mützen kamen daher, gepanzerte Reiter mit glänzenden Stahlhelmen ritten gemächlich und stolz auf ihre Nachtwache, während Kurtisanen mit blanken Schultern nach erhellten Tanzsälen zogen, von denen Pauken und Trompeten herabtönten. Alte dicke Weiber verbeugten sich vor dünnen schwarzen Priestern, die zahlreich umhergingen . . . «



 

 

2000

 
















Mit München verbandelt . . .



 



Bis 1802 war von 1294 an im Prielwald die Grenze des Hochstifts Freising zum herzoglichen Bayern. Die Versuche der Herzöge dieses Gebiet einzutauschen blieben erfolglos. Nach der Verweltlichung des Freisinger Hochstifts wurde der ca. 250 Tagwerk umfassende Prielwald versteigert und abgeholzt und ab 1810 Ziegeleien gegründet.  Heute ist noch eine verwitterte Wotanstatue von Heinrich Natter (1844-1892) aus Tirol (1874) zu sehen. Von ihm stammt auch das Andreas Hofer Denkmal auf dem Bergisel.

Vergleiche die Skulpturen von Rudolf Wachter in der St. Paulskirche in München

 


ISARATHEN

THEMEN DER FRESKEN IN DEN HOFGARTENARKADEN

Befreiung des deutschen Heeres im Engpasse von Chiusa durch Otto den Großen von Witteslbach, 1155.



Belehnung mit dem Herzogthum Bayern durch Kaiser Friedrich I.; 1180 


Vermählung Otto des Erlauchten mit Agnes Pfalzgräfin bey Rhein, 1225.


Einsturz der Innbrücke bey Mühldorf mit den darüberfliehenden Böhmen, 1258.



Sieg Kaiser Ludwigs des Bayers bey Ampfing, 1322.



Ludwigs Kaiserkrönung zu Rom, 1328.



Herzog Albert schlägt Böhmens Krone aus, 1440.

Herzog Ludwig des Reichen Sieg bey Singen, 1462.

Herzog Albert IV. gründet das Recht der Erstgeburt zu der Regenten-Folge Bayerns, 1506.

Der Köllnischen Burg Godesberg Erstürmung durch die Bayern, 1583.

Maximilians I. Belehnung mit der Kurwürde, 1623.

Kurfürst Maximilian Emanuel erstürmt Belgrad, 1688.

Bayern, an ihrer Spitze der Kurprinz Karl Albert erstürmen die ersten, die türkischen Hauptverschanzungen, 1717.

Maximilian Joseph III. stiftet die Akademie der Wissenschaften, 1759.

Bayern schlagen die Entscheidungsschlacht beyArcis-sur-Aube mit, 1814.

König Maximilian I. giebt seinem Volke die Verfassungs-Urkunde, 1818.

 


 




Das Wappen Münchens ist bereits durch Stadtsiegel aus den Jahren 1239 und 1268 nachweisbar. Diese zeigen einen Mönchskopf mit Kapuze in einem zinnenbekrönten Tor und über dem Tor einen Adler. Das dritte Münchner Stadtsiegel, das ab 1304 verwendet wurde, ähnelte dem noch heute bestehenden Kleinen Stadtwappen und zeigte eine einfache stehende Mönchsfigur mit erhobener rechter Hand und einem Buch in der linken Hand. Seit 1323 wurden Stadtsiegel verwendet, die dem noch heute bestehenden Großen Stadtwappen ähnelten. Ein vollständig abgebildeter Mönch steht in dem Torbogen, und anstelle des früher abgebildeten Adlers erhebt sich ein Löwe über dem Tor. Der goldene Löwe ist seit der Belehnung des Herzogs Ludwig der Kelheimer im Jahre 1214 mit der Pfalzgrafschaft bei Rhein ein Symbol altbayerischer und pfälzischer Wittelsbacher.

König Max I. Joseph verlieh der Stadt München 1808 ein historisierendes Stadtwappen mit einem antiken Portal, auf dem die Königskrone liegt. Im Tor sitzend ist der goldene Löwe, ein Schwert und einen Schild mit dem Buchstaben „M“ in den Pranken haltend, dargestellt. Max I. Joseph wollte als aufgeklärter Monarch damit ein Zeichen setzen und der „Mönchsbarbarei“ auch im Wappen ein Ende setzen. Die Bürgerschaft der Stadt protestierte allerdings gegen die vollständige Tilgung dieses historischen Bezugs, und so wurde 1818 das M im Wappen wieder durch den Mönchskopf ersetzt.

Im Jahr 1957 wurden sowohl das kleine als auch das große Stadtwappen von dem Graphiker Eduard Ege neu gestaltet. Gleichzeitig fasste der Stadtrat am 17. Dezember 1957 den Beschluss, das große Wappen nicht länger für den Dienstgebrauch, sondern nur mehr für besondere repräsentative Zwecke zu verwenden.

 

 


theodor  frey

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