Eine Seite von Theodor Frey (im Aufbau)

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Museum 

Bienendorf

   

   Pfarrer Karl Knaus

     

 

 MUSEum d'Seeger Hoimad     

Seit 1986 zeigt der Museumsverein auf einer Ausstellungsfläche von rund 820 m2 im ehemaligen Schulgebäude seine lokalgeschichtliche Sammlung. Durch den Bau des Museumsstadels 1998, in dem vorwiegend Ausstellungsstücke zur Land- und Forstwirtschaft untergebracht sind, wurde das Museum erheblich vergrößert. Überörtlich bedeutend sind eine Dokumentation zur Uhrmacherfamilie Barensteiner, auch Barnsteiner, die 1647/1837 im Gemeindeteil Kirchthal ansässig war, und ein Kirchturmuhrwerk des 18. Jh. aus ihrer Werkstatt. Die 1994 durch Zufall wiederentdeckten ehemaligen Kirchenfenster der nazarenischen Schule, die 1889/1942 im Chor der Seeger Pfarrkirche St. Ulrich eingebaut waren, verdienen ebenfalls Beachtung.

 

 Heimatmuseen als Partner der Heimatpflege

Die Bezeichnung „museal" ist heute vielfach zu einem abwertenden Begriff geworden. Man verbindet damit Erinnerungen an verstaubte Vitrinen, an eine Überfülle von gesammeltem und schlecht geordnetem Altväterhausrat, an aufdringliche Belehrung und endlos erscheinende Führungen, teils zu Recht, teils zu Unrecht. Gewiss galt für viele große und kleine Museen - und allen voran auch für die Heimatmuseen alten Zuschnitts - ehedem das Horten und zugleich „alles herzeigen" als oberstes Gebot, selbst wenn die einzelnen Gegenstände nicht unbedingt mit der jeweiligen Kulturlandschaft in Verbindung zu bringen waren. Inzwischen hat sich aber die Situation wesentlich verändert und verbessert.

Die Neuaufstellung und Neuordnung so vieler Heimatmuseen, in Bayern betreut und unterstützt durch die Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen beim Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege, macht es dringend notwendig, die weitverbreitete bisherige Meinung über Bedeutung und Inhalt der Heimatmuseen zu revidieren. Sie stellen heute nicht nur eine wesentliche Bereicherung des regionalen oder lokalen Kulturlebens dar, sondern ergänzen mit ihren oft qualitätsvollen, ja einzigartigen Beständen sehr häufig die staatlichen Museen und Sammlungen und runden mit ihren Leihgaben themenbezogene Ausstellungen großen Stils ab.

Mit ihrem ausgeprägten lokalen oder regionalen Bezug sind die Heimatmuseen schließlich die erste Anlaufstelle für all jene, die etwas über die Geschichte und Kultur ihrer Heimat, ihres momentanen Wohnortes oder ihres Urlaubsortes wissen wollen. Gleiches gilt für die Erwachsenenbildung und die Schulen: Fast jedes dieser Museen verfügt zumindest über eine mehr oder weniger umfangreiche orts- oder regionalgeschichtliche Abteilung, die sowohl die historische Bildungsarbeit erleichtert als auch den Schulunterricht ideal ergänzt.

Die Heimatmuseen modernen Zuschnitts gehören somit zu den wichtigsten Partnern, Stützen und Informationsträgern der Heimatpflege in Stadt und Land.

Quelle: http://www.heimat-bayern.de/index.php/zeige/index/id/50

   
 

 Wappen

In Rot ein silbernes Segelboot.
Das Wappen wurde von Helga Lenkeit 1950 entwickelt.

Der Entwurf zu dem Wappen entstand im Rahmen eines Wettbewerbs, zu dem die ortsansässigen Künstler aufgerufen waren Das Wappen weist auf die seenreiche Umgebung der Gemeinde hin. Die Farben Rot und Silber erinnern an die Zugehörigkeit des Ortes zum Hochstift Augsburg. In Seeg unterhielt das Hochstift ein eigenes Am[m]annamt innerhalb der Pflege Füssen. Vom ältesten überlieferten Ortsadel, den um 1175 bezeugten Herren von Seeg, einem Dienstmannen-geschlecht, sind keine heraldischen Zeichen über-liefert. Seit 1514 ist für eine Familie Secker, auch Seeger und Seger genannt, die in Füssen und Kaufbeuren lebten, ein Wappen überliefert, das ein Segelschiff im Stil einer mittelalterlichen Kogge zeigt. Es lässt sich allerdings nicht nachweisen, ob die Familie mit dem Ort Seeg in irgendeiner Weise verbunden war.



 











 

19. Jahrhundert


 Auswanderer    

Die meisten aus dem Seeger Land verließen ihre Heimat zwischen 1860 und 1890. Es war weniger das Abenteuer, als vielmehr der Hunger und bittere Not, die die Menschen zu diesem unwiderruflichen Schritt drängte. Da die Landwirtschaft in der bergigen Landschaft nicht sehr ergiebig war, wurde ca. bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts Flachs (= Lein) angebaut und in Webstuben oder -keller weiter verarbeitet. Verdrängt wurde das Leinen im 19. Jahrhundert von der billigeren Baumwolle. Erst Karl Hirnbein und Johann Althaus war es durch die Umstellung auf Milchwirtschaft und deren erfolgreichen Vermarktung gelungen, dass die Bauern auch mit der Milchwirtschaft Geld verdienen konnten. Es war der Wandel vom "Blauen Allgäu" (blau blühender Flachs) zum "Grünen Allgäu", dem Allgäu der Weidewirtschaft. Auch ging im 19. Jahrhundert die Kindersterblichkeit erheblich zurück, so dass die Nachkommen kaum Aussichten eine gesicherte Existenz aufzubauen. Ein Ausweg war auch in diesen Fällen die Auswanderung in das gelobte Land. Welche Schicksale damit verbunden waren, zeigt sich zum Beispiel an der Familie Günther (Dederles/Seeweiler), die bei der Überquerung des Altantik im Jahre 1865 beim Untergang des Schiffes ihr Leben verloren. Weitere Auswanderungen erfolgten nach dem 1. Weltkrieg und in den Inflationsjahren. Es wäre interessant, wenn Schicksale der Seeger in der Neuen Welt erforscht werden könnten.

 

 

1870 starben in Deutschland fast 250 von 1.000 Kindern. Dabei gab es starke regionale Unterschiede....Häufigste Todesursache war dabei Durchfall, wobei vor allem Kinder gefährdet waren, die nicht gestillt wurden. Ärmere Gesellschaftsschichten hatten dabei eine höhere Sterblichkeit als reiche. Die Kindersterblichkeit in Deutschland sank bis 1910 auf etwa 160, 1930 auf unter 100 und 1970 auf etwa 25. Ursache für den Rückgang waren der wachsende Wohlstand, konsequentes Stillen sowie beratende, soziale und hygienische Maßnahmen und auch die Kinderheilkunde.

Quelle: Wikipedia

 

 

 

 

 

 

1933 - 1945


Umstrittener - Verstrickter - Verdrängter   

Im Museum befinden sich in der sog. "Dichterstube" auch Ausstellungsstücke über Edwin Erich Dwinger. Er ist auf dem Seeger Friedhof begraben. Sein umstrittenes Werk und Leben darzustellen ist ein schwieriges, sicher sehr unvollkommenes Unterfangen. Hier trotzdem der Versuch >

                      

 

 

 

EDWIN

ERICH

DWINGER

1898 

-

1981

 

 VORWORT     BIOGRAPHIE     EINSCHÄTZUNGEN     LITERATUR     DWINGER UND SEEG      WERKE      DWINGER HEUTE

1898 -1914

1914 - 1921

1921 - 1931

1931 - 1939

1939 - 1945

1945 - 1981

Kindheit 
und Jugend

1. Weltkrieg und Gefangenschaft

Rückkehr und
  Übersiedlung ins Allgäu

Seeg und die 
NS- Zeit

2. Weltkrieg

Nachkriegszeit

 






   

Entwicklung der Einwohner von Seeg

 

       Quelle: https://www.statistikdaten.bayern.de

Die Reichstagswahlen
im Landkreis Füssen

am 5. 3. 1933

 

Zum Vergleich Reichtags-wahl

am 5. 3. 1933

 
 

Abgegebene gültige Stimmen insgesamt

13.279

Anteil
in %
   

NSDAP

7.212

54,3 % 43,1% Wahl 14.9.30 
17,9 %

 Wahl: 20.5.28  
6,4 %

SPD

1.041

7,8 % 15,5 %  

KPD

658

5,0 % 6,3 %  

BVP - Bayerische Volkspartei

2.815

21,2 % 27,2 %
 (Zentrum)
 

DNVP (Kampffront Schwarz-weiß-rot)

484

3,6 % 4,1 %  

DVP - Deutsche Volkspartei

42

0,3% 0,5 %  

Christlich-sozialer Volksdienst

24

0,2 % 0,6 %  

Deutsche Bauernpartei

988

7,4 % 2,3 %  

DDP (Deutsche Staatspartei)

15

0,1 % 0,4 %  
     
    Quelle: http://www.verwaltungsgeschichte.de/gau_schwab.html

Die Vereinsgründung des Seeger Trachtenvereins D' Lobachttaler war am 13. Januar 1921.


"Die Machtergreifung des Nationalsozialismus war 1933. Auch die Trachtenvereine mussten sich etwas danach richten, wohl nicht ihren Namen ändern und auch nicht die Tracht. Die Vorstände sollten "Führer" genannt werden. Es war jedoch nur einmal im Protokollbuch vermerkt, des öfteren aber ,Heil Hitler". Auch damals war das Vereinsleben sehr rege mit vielen Veranstaltungen, insbesondere durch die "Kraft durch Freude" - Organisation. Es kam zum Kriegsausbruch und fast alle männlichen Vereinsmitglieder mussten zu den Waffen greifen. ... 29 Kameraden kamen nicht mehr nach Hause."

Quelle: http://www.oberer-lechgau.de/seeg-geschichte-chronik.html

   Einwohner im Landkreis Füssen 1933: 22.952

   davon:  

22.164 Katholiken 
736      Evangelische
3          sonstige Christen
0          Juden

 

 

18. Jahrhundert

 

Schwäbische Bäcker haben verstärkt seit dem Spätmittelalter in Rom ihr Handwerk ausgeübt. Bereits 1423 taten sich die deutschen Bäcker in Rom zu einer Bruderschaft zusammen, der im Laufe von nur vier Jahren 200 neue Mitglieder beitraten. Seit dem Im 16. Jahrhundert übertrafen die deutschen Bäcker in Rom an Zahl und Besitz ihre anderen Landsleute.. .

"Im Gefolge der reichen Kaufherren, der Fugger, der Welser  . . . zog mancher Handwerksgesell nach Rom. Dort behaupteten die Schwaben durch Jahrhunderte ihren Vorrang in zwei Berufsgruppen, bei den Bäckern und den Lautenmachern [Auch einige Tischler zählten zu den Romauswanderern). Wenn sie bedeutende Schenkungen machten, wurden ihre Namen bekannt. 1740 stiftete Johann Holl aus Seeg den Johann-Nepomuk-Altar für die Campo-Santo-Kirche, wo er auch bestattet wurde... . Der berühmteste aus der Familie war Pietro Holl, den Papst Pius VI. 1806 zum Direktor der von ihm gegründeten Schule für Zivilbaukunst bestellte."

Quellen: Pia Boeck, Seeg, Wie es war - wie es ist, S.212f.

 Warum gerade viele Bäcker über viele Jahrzehnte aus dem Ostallgäu nach Rom gegangen sind und dort zu Wohlstand kamen, erforschte der Marktoberdorfer Chronist Martin Dömling. Eine gutgehende Bäckerei betrieben z.B. die Brüder Martin, Johann und Michael Guggemos aus Hollen bei Rückholz. In der Kirche ist dort eine Gedenktafel für sie angebracht. Die erste römische Porzellanmanufaktur ist durch den Allgäuer Philipp Guggemos begründet worden. Mit dem Beginn des 19. Jahrhunderts ist die Zuwanderung nach Rom jedoch immer schwächer geworden.

Quellen: Schwäbische Gastarbeiter in Rom“ von Martin Dömling als Beitrag in der Reihe „Marktoberdorfer Heimatblätter“

 


Pietro Holl

Die Fassade des Teatro Argentina in Rom ist im Jahr 1826 von Pietro Holl entworfen und vom Architekten Giovanni Ersoch gebaut worden. Viele berühmte Opernwerke kamen in diesem Theater zur Uraufführung so Verdis Opern:"Ernani", "Die Zwei Foscari" und "Die Schlacht von Legnano" und Rossinis Barbier von Sevillia.

File:S Eustachio - teatro Argentina 1010120 .JPG

 

 









 

 

 Barensteiner(auch Barnsteiner)

Vier Generationen der Familie Barensteiner waren von 1647 bis 1837 im Gemeindeteil Kirchthal bei Seeg im Allgäu ansässig. Ein Kirchturmuhrwerk der Turmuhrenbauerfamilie Barnsteiner steht als Zeugnis ihrer Handwerkskunst im Seeger Heimatmuseum.

Barensteiner, Johann Thomas

- fertigt 1723 die Uhr für den Bruderschaftsaltar der Klosterkirche St. Mang in Füssen;

- liefert 1729 die Uhr zur Uhrtafel im Choraltar der Kath. Pfarrkirche St. Michael in Sonthofen;

- fertigt 1732 eine Turmuhr und eine Choruhr für die Kath. Pfarrkirche St. Stephan in Rettenberg.

Barensteiner, Andreas

- fertigte 1716 die Turmuhr der St. Stephanskapelle Irsee (diese Uhr befindet sich heute als Leihgabe des
Förderverein Sankt Stephan Irsee im Turmuhrenmuseum Mindelheim)

Barensteiner, Thomas

- fertigte 1739 die Turmuhr von Marktoberdorf

Quellen: Wikipedia


 

 

 









 

 











 


Im Jahr 1942 wurden die bemalten Kirchenfenster, elf an der Zahl, aus dem 19. Jahrhundert ausgebaut Sie gerieten in Vergessenheit und wurden im Jahre 1994 durch Zufall wieder aufgefunden. Der Malstil ist der Nachfolge der Nazarener zuzuordnen. 

Die Münchner Firma, das Atelier, Joseph Peter Bockhorni hat die Fenster wohl ausgeführt. Es könnte sein, dass sie dabei auf Entwürfe von Malern zurückgriff. 

Die gleiche Firma hat z.B. auch die Fenster in der Kirche in St. Johann Baptist in München, Haidhausen ausgeführt, die auf Entwürfen der Professoren Augustin Pacher, Wilhelm Megerle und Jakob Bradl. Sie sind allerdings erst ab 1903 eingebaut worden.

Auch die bemalten Kirchenfenster im barocken Rundbogenstil der Filialkirche St.Kastulus in Prittlbach (Gemeinde Herberts-hausen) stammen von J. P. Bockhorni, München 1892.

   Zur Bedeutung der Glasmalerei in Meyers Konversationslexikon von 1888 

"Der durch die wirtschaftlichen Verhältnisse der letzten 20 Jahre herbeigeführte Aufschwung der Bauthätigkeit in Deutschland, die Wiederbelebung alter Kunstbetriebe und die beständig zunehmende Freude an der farbigen Ausstattung aller zum innern Ausbau der Monumental- und Privatbauten gehörigen Elemente haben auch die G.[lasmalerei] zu einer neuen Entwickelung geführt. Während sie bis um die Mitte der 70er Jahre nur von einigen wenigen, zum Teil von Regierungen unterstützten Instituten gepflegt wurde und zu ihrer Existenz meist auf spärliche Aufträge für Kirchenbauten angewiesen war, sind in den letzten 15 Jahren in allen Mittelpunkten deutscher Kunstthätigkeit Privatinstitute für G. entstanden, die jede Technik der G. üben und auch den umfangreichsten monumentalen Aufgaben gerecht zu werden vermögen. In München, von wo die Erneuerung der G. in unserm Jahrhundert ihren Ausgang genommen hat, sind neben dem alten F. X. Zettlerschen Institut, das nach der Aufhebung der königlichen Glasmalereianstalt (1869) noch den Zusammenhang mit der frühern Zeit aufrecht erhielt, die Mayersche Hofkunstanstalt, die unter andern Glasfenster für die Kathedralen in Metz und Olmütz, den Stephansdom zu Wien, die Elisabeth- und Nikolaikirche in Eisenach und die Stiftskirche zu Kaiserslautern geliefert hat, das Atelier von J. P. ˆ[Joseph Peter] Bockhorni, dessen Spezialität ebenfalls Kirchenfenster sind, und die Anstalt von Karl de Bouché entstanden, der alle Techniken der G. für kirchliche und Profanzwecke kultiviert. "
















theodor frey

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