EINE SEITE VON THEODOR FREY

MAX FALLER * 1927 IN NEUBURG/DONAU     BRONZE 40 x 50 cm 

SEIN LEBEN

ÜBER DIE VORSEHUNG

Geschaffenheit - Die Mitte - Das Wort

 

SEIN LEBEN


Romano Guardini


* 17.02.1885     † 01.10.1968

 

Am 17.Februar 1885 wird Romano Guardini in Verona geboren. Seine Mutter Paola Maria stammt aus Südtirol, sein Vater Romano Tullo ist Geflügelgroßhändler. Romano jr. hat drei Brüder. Den Familienname überträgt Romano Guardini mit "Wächter" ins Deutsche, so das Pseudonym Guardinis "Anton Wächter" in der Zeitschrift "Der Wächter", hat eventuell sogar eine "deutsche" Wurzel in "Wardein".
1886 siedelt die Familie nach Mainz über.
1891 Eintritt in die Volksschule in Mainz, später Besuch des Humanistischen Gymnasium in Mainz,
1903 Reifeprüfung

1903 Studium der Chemie in Tübingen, nach zwei Semestern abgebrochen
1904 Studium der Nationalökonomie in München
1905 Fortsetzung des Nationalökonomie-Studiums in Berlin, nach einem Semester abgebrochen
1906 Studium der Theologie in Freiburg i.Br. (drei Semester)
1907 Fortsetzung des Theologiestudiums in Tübingen (drei Semester)
1907/1908 Erste Begegnung mit der Liturgie der Benediktiner in Beuron.
1908 Eintritt in das Priesterseminar in Mainz
Am 28. Mai 1910 wird Guardini in Mainz (durch Bischof Georg Heinrich Kirstein) zum Priester geweiht.

Juli 1910 Kaplan in Heppenheim
Mai 1911 Kaplan in Darmstadt (im Krankenhaus)
August 1911 Kaplan in der Wormser Dompfarrei. Guardini nimmt die deutsche Staatsangehörigkeit an, um Religionsunterricht erteilen zu können.
April 1912 Kaplan in Mainz (St. Christoph)
Oktober 1912 Beurlaubung zum Weiterstudium in Freiburg (Mitstudenten Joseph Frings und Martin Heidegger)
15.06.1913 Tod von Josefine Schleußner, Reise mit Wilhelm Schleußner nach Neiße. Dort trifft er mit Bernhard Strehler zusammen.
14.5.1915 Promotion zum Dr. theol. in Freiburg i.Br. bei Engelbert Krebs über "Die Lehre des hl. Bonaventura von der Erlösung. Ein Beitrag zur Geschichte und zum System der Erlösungslehre" (gedruckt 1921/22)
Mai 1915 wieder Kaplan in Mainz in St. Ignaz, ab Februar 1916 in St. Emmeran, ab August 1916 in St. Peter
1915-1920 Leitung des Schülerbundes Juventus, einer Vereinigung katholischer Gymnasiasten in Mainz. "Juventus" wird später zu einer "Akademie"
1916-1918 Militärdienst als Krankenwärter in Mainz

Erstmalige Verbindung mit der Abtei Maria Laach. 1918 Veröffentlichung des Werks "Vom Geist der Liturgie" als erstes Bändchen der Laacher Reihe "Ecclesia orans"
1919 Tod des Vaters. Auflösung der elterlichen Wohnung in Mainz, Rückkehr der Mutter nach Italien.
April 1920 Beurlaubung zur Habilitation in Bonn (dort ist Max Scheler einer seiner Ratgeber)
Ostern 1920 Erste Begegnung mit der katholischen Jugendbewegung "Quickborn" auf Burg Rothenfels am Main (auf Einladung Hermann Hoffmanns anläßlich des zweiten deutschen Treffens; Begegnung mit Josef Pieper, Heinrich Kahlefeld und Walter Dirks)
1920 Hausgeistlicher im Institut Sacré-Coeur in Pützchen bei Beuel am Rhein und im Kloster St. Adelheid, dann Betreuung der zur Pfarrei Küdinghoven gehörigen Expositur Niederholtdorf (Siebengebirge bei Bonn)
1922 Habilitation für katholische Dogmatik an der Universität in Bonn mit dem Werk "Die Lehre vom lumen mentis, von der gradatio entium und von der influentia sensus et motus und ihre Bedeutung für den Aufbau des Systems Bonaventuras" (veröffentlicht 1964)
1922 Privatdozent für Systematische Theologie an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Bonn. Begegnung mit Martin Buber.
1922 Vortragszyklus "Vom Sinn der Kirche" auf der Bonner Tagung des Katholischen Akademikerverbandes

April 1923 Berufung auf den neu errichteten Lehrstuhl für "Religionsphilosophie und Katholische Weltanschauung" an der "preußisch-protestantischen" Universität Berlin durch den Preußischen Kultusminister Carl Becker (aus organisatorischen Gründen wurde Guardini Mitglied der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Breslau mit der Verpflichtung, als ständiger Gast an der Universität Berlin zu lesen.)
1923 Walter Dirks arbeitet als Sekretär bei Guardini in Potsdam. Zusammentreffen mit Rudolf Schwarz, Felix Messerschmid und Dieter Sattler.
1924 Mitherausgeber der 1920 von Josef Aussem gegründeten "Quickborn"-Zeitschrift "Die Schildgenossen" seit 1924 geistiger Mittelpunkt des "Quickborn"
1925 Begegnung mit Eugen Jochum. Guardini wird später Taufpate der Jochum-Tochter Romana
1925 Tod von Karl Neundörfer, der tödlich in den Bergen verunglückte.
1927 Übernahme der Mittwoch-Messe in der Sozialen Frauenschule, Berlin
1927 Bundesleiter des "Quickborn" und Leiter von Burg Rothenfels am Main (Stellvertreter Heinrich Kahlefeld, Begegnung mit Hermann Kunisch)
1928-1943 Gestaltung des sonntäglichen Studentengottesdienstes in Berlin, St. Benedikt
1931 Vortrag auf den ersten Salzburger Hochschulwochen

1935 Guardini erhält zum 50. Geburtstag die Festschrift "Christliche Verwirklichung" (herausgegeben von Karlheinz Schmidthüs)
1936 Rudolf Schwarz baut für Romano Guardini in Berlin-Schlachtensee dessen erstes Haus.
1937 Erste Buchauflage von "Der Herr. Betrachtungen über die Person und das Leben Jesu Christi" nach vorhergehenden Einzellieferungen unter dem Titel "Aus dem Leben des Herrn" von 1933 bis 1934
1939-1943 Vortragstätigkeit an der Katholischen Volkshochschule in Berlin
März 1939 Zwangsemeritierung nach Aufhebung des Lehrstuhls in Berlin
1939 Abendvorträge in Berlin, St. Canisius
1939 Verbot der Arbeit auf Burg Rothenfels und Konfiszierung der Burg durch die Nationalsozialisten
1941 Verbot der Zeitschrift "Die Schildgenossen"
1941 Redeverbot für Romano Guardini
1943 Trotz Redeverbot hält Guardini in Greifswald die eindrucksvolle Vortragsreihe über "Freiheit, Gnade, Schicksal".
1943-45 Aufenthalt ("Exil") bei seinem Freund Josef Weiger, Pfarrer in Mooshausen im schwäbischen Allgäu. Freundeskreis mit Joseph Bernhart und Manfred Hörhammer. In Mooshausen verfaßt Guardini seine autobiographische Aufzeichnung.
1944 Erster Besuch in Mainz seit 1923

1945 Berufung auf den Lehrstuhl ad personam für "Religionsphilosophie und Christliche Weltanschauung" an der Universität Tübingen durch den Württembergischen Kultusminister Carlo Schmid
1948-1962 Inhaber des gleichnamigen Lehrstuhls an der Philosophischen Fakultät der Universität München (dort trifft er auf Michael Schmaus, Theoderich Kampmann und Ernst Tewes) Predigttätigkeit an der Münchener Universitätskirche St. Ludwig (sonntags um 11 Uhr). Ein Teil der Predigten ist 1956-1959 u.d.T. "Wahrheit und Ordnung" in 33 Heften erschienen.
1950 Veröffentlichung der Psalmen-Übersetzung "Deutscher Psalter" (im Auftrag der deutschen Bischöfe)
1952 Friedenspreis des deutschen Buchhandels (als 3. Preisträger überhaupt)
1952 Ernennung zum Päpstlichen Hausprälaten
1952 Guardini eröffnet den Berliner Katholikentag mit der Rede "Nur wer Gott kennt, kennt den Menschen".

1954 Verleihung der Ehrendoktorwürde der Philosophischen Fakultät der Universität Freiburg i.Br.
1955 Goldene Ehrenmünze der Stadt München
1956 Ehrenbürger von Verona
1. Februar 1957 Festvortrag über "Kultur als Werk und Gefährdung" beim Gründungsakt der Katholischen Akademie in Bayern in der Ludwig-Maximilian-Universität München
1958 Bayerischer Verdienstorden
1958 Mitglied der Friedensklasse des Ordens "Pour le Mérite"
1959 Großes Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland
1961 Ernennung zum Mitglied der liturgischen Vorbereitungskommission für das Zweite Vatikanische Konzil
1962 Verleihung des Erasmuspreis in Brüssel durch Prinz Bernhard der Niederlande
1962 Beendigung der Vorlesungstätigkeit an der Universität München aus gesundheitlichen Gründen

1963 San Zeno Preis der Stadt Verona
1963 Ehrenbürger von Isola Vicentina, dem Wohnsitz der Familie Guardini
1964 Prof. Dr. Karl Rahner SJ übernimmt den "Romano-Guardini-Lehrstuhl" (bis 1967)
1965 Papst Paul VI bietet Guardini den Kardinalshut an, den er jedoch ablehnt.
1965 Verleihung des Großen Verdienstkreuzes mit Stern der Bundesrepublik Deutschland
1965 Verleihung der Ehrendoktorwürde der Universität Padua
1965 Ehrung durch die Stadt München mit der Medaille "München leuchtet" in Gold
1965 Festakt zum 80. Geburtstag in der Universität München und Überreichung der Festschrift "Interpretation der Welt" (hg. von Helmut Kuhn, Heinrich Kahlefeld und Karl Forster)
1968 Letzte Italienreise zusammen mit Frau Maria Parzinger, Frau Clara Chrzanowiski und seinem Arzt Dr. Franz Riedweg zum Familiensitz auf die Isola Vicentina.
1.Oktober 1968 Romano Guardini stibt in München im Alter von 83 Jahren. Requiem am 4.Oktober 1968 in St. Ludwig, Predigt durch Julius Kardinal Döpfner. Romano Guardini wird dem Priesterfriedhof des Oratoriums des Hl. Philipp Neri in München, an St. Laurentius, beigesetzt.

Quelle Religiöse Bücher

 

Brief aus der Merzstraße 2 an Heinrich Kahlefeld (1903 - 1980)

Nach 1945 trafen sich die Leipziger Oratorianer Philipp Dessauer (1898 - 1966), 
Heinrich Kahlefeld
(1903 - 1980), Ernst Tewes (1908 - 1988), Klemens Tilmann (1904 - 1984), 
Franz Schreibmayr
(1907 - 1985), Jan Wiggers (1903 - 1961) und Joseph Jammers (1906 - 1987) 
in München. Von 1948 an lebten die Brüder zunächst in München-Solln zusammen, 
in der Villa von Karl Muth, dem langjährigen Herausgeber der Zeitschrift "Hochland".


 

St. Laurentius im Münchner Stadtteil Gern wurde Mitte der 1950er Jahre errichtet und dem Heiligen Diakon Laurentius von Rom geweiht. Die dazugehörige Pfarrei wird seelsorglich von der Priestergemeinschaft der Oratorianer betreut.  Am 1. Oktober 1968 starb Romano Guardini in München. Er wurde auf dem Priesterfriedhof des Oratoriums des Hl. Philipp Neri in München (St. Laurentius) beigesetzt. 

1997 wurde der Leichnam Romano Guardinis durch Weihbischof Tewes (sein Grab ist ebenfalls auf dem Priesterfriedhof von St. Laurentius zu finden) in die Münchner Universitätskirche St. Ludwig übertragen im Angedenken an seine Tätigkeit an der Münchner Universität und seine große Predigttätigkeit in dieser Kirche.

Die Pläne für die Kirche entwarf der Architekt Emil Steffan in enger Zusammenarbeit mit den Mitgliedern des Münchner Oratoriums. Die architektonische Gestaltung der Kirche nahm die Vorgaben der Liturgiereform des Zweiten Vatikanischen Konzils vorweg. Sie diente als Vorbild für viele neue Kirchenbauten.

Der Kirchenraum ist bewusst schlicht gehalten. Die Gestaltung des Innenraumes mit dem Altar in der Mitte, bei dem der Priester der Gemeinde zugewandt ist, war für die damalige Zeit neu. 

Quelle: Wikipedia

In der Taufkapelle von St. Laurentius





MAX FALLER 1927 - 2012

Faller ist Meisterschüler des Münchner Bildhauers Josef Henselmann. Er hat unter anderem zahlreiche sakrale Kunstwerke und liturgische Geräte in einem expressionistischen, stark abstrahierenden Stil geschaffen, der bewusst die Kunst des frühen Mittelalters reflektiert. So gibt es auch eine bildhafte Ausdeutung der eher schwer zugänglichen Texte der Offenbarung des Johannes von ihm. Die von der Katholischen Akademie in Bayern vergebene Medaille mit einem sensibel gestalteten Portrait des Theologen und Philosophen Romano Guardini ist eine Arbeit von Faller. Großformatige Werke sind unter anderem der Dantebrunnen auf dem Gelände der Münchner Universität wie auch der Tabernakel in der Chorkapelle des Münchner Liebfrauendoms. Er hat auch die von Papst Benedikt XVI. im vergangenen Jahr eröffnete neue Anbetungskapelle in Altötting gestaltet. Kardinal Wetter hatte dem Papst bereits im April 2005 unmittelbar nach seiner Wahl ein goldenes Brustkreuz von Max Faller überreicht.

Quelle: Erzbistum München und Freising



Bronzeportal für den Dom in Augsburg
Altes und Neues Testament, Geheime Offenbarung.

 

DER AUFERSTANDENE HERR JESUS CHRISTUS

 



DIE HOCHZEIT VON KANA




CHRISTUS WIRD AUS MARIA GEBOREN