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Am
17.Februar 1885 wird Romano Guardini in Verona
geboren. Seine Mutter Paola Maria stammt aus Südtirol,
sein Vater Romano Tullo ist Geflügelgroßhändler.
Romano jr. hat drei Brüder. Den Familienname überträgt
Romano Guardini mit "Wächter" ins Deutsche,
so das Pseudonym Guardinis "Anton Wächter"
in der Zeitschrift "Der Wächter", hat
eventuell sogar eine "deutsche" Wurzel in
"Wardein".
1886 siedelt die Familie nach Mainz über.
1891 Eintritt in die Volksschule in Mainz, später
Besuch des Humanistischen Gymnasium in Mainz,
1903 Reifeprüfung
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1903
Studium der Chemie in Tübingen, nach zwei Semestern
abgebrochen
1904 Studium der Nationalökonomie in München
1905 Fortsetzung des Nationalökonomie-Studiums in
Berlin, nach einem Semester abgebrochen
1906 Studium der Theologie in Freiburg i.Br. (drei
Semester)
1907 Fortsetzung des Theologiestudiums in Tübingen
(drei Semester)
1907/1908 Erste Begegnung mit der Liturgie der
Benediktiner in Beuron.
1908 Eintritt in das Priesterseminar in Mainz
Am 28. Mai 1910 wird Guardini in Mainz (durch Bischof
Georg Heinrich Kirstein) zum Priester geweiht.
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Juli
1910 Kaplan in Heppenheim
Mai 1911 Kaplan in Darmstadt (im Krankenhaus)
August 1911 Kaplan in der Wormser Dompfarrei. Guardini
nimmt die deutsche Staatsangehörigkeit an, um
Religionsunterricht erteilen zu können.
April 1912 Kaplan in Mainz (St. Christoph)
Oktober 1912 Beurlaubung zum Weiterstudium in Freiburg
(Mitstudenten Joseph Frings und Martin Heidegger)
15.06.1913 Tod von Josefine Schleußner, Reise mit
Wilhelm Schleußner nach Neiße. Dort trifft er mit
Bernhard Strehler zusammen.
14.5.1915 Promotion zum Dr. theol. in Freiburg i.Br.
bei Engelbert Krebs über "Die Lehre des hl.
Bonaventura von der Erlösung. Ein Beitrag zur
Geschichte und zum System der Erlösungslehre"
(gedruckt 1921/22)
Mai 1915 wieder Kaplan in Mainz in St. Ignaz, ab
Februar 1916 in St. Emmeran, ab August 1916 in St.
Peter
1915-1920 Leitung des Schülerbundes Juventus, einer
Vereinigung katholischer Gymnasiasten in Mainz. "Juventus"
wird später zu einer "Akademie"
1916-1918 Militärdienst als Krankenwärter in Mainz
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Erstmalige
Verbindung mit der Abtei Maria Laach. 1918 Veröffentlichung
des Werks "Vom Geist der Liturgie" als
erstes Bändchen der Laacher Reihe "Ecclesia
orans"
1919 Tod des Vaters. Auflösung der elterlichen
Wohnung in Mainz, Rückkehr der Mutter nach Italien.
April 1920 Beurlaubung zur Habilitation in Bonn (dort
ist Max Scheler einer seiner Ratgeber)
Ostern 1920 Erste Begegnung mit der katholischen
Jugendbewegung "Quickborn" auf Burg
Rothenfels am Main (auf Einladung Hermann Hoffmanns
anläßlich des zweiten deutschen Treffens; Begegnung
mit Josef Pieper, Heinrich Kahlefeld und Walter Dirks)
1920 Hausgeistlicher im Institut Sacré-Coeur in Pützchen
bei Beuel am Rhein und im Kloster St. Adelheid, dann
Betreuung der zur Pfarrei Küdinghoven gehörigen
Expositur Niederholtdorf (Siebengebirge bei Bonn)
1922 Habilitation für katholische Dogmatik an der
Universität in Bonn mit dem Werk "Die Lehre vom
lumen mentis, von der gradatio entium und von der
influentia sensus et motus und ihre Bedeutung für den
Aufbau des Systems Bonaventuras" (veröffentlicht
1964)
1922 Privatdozent für Systematische Theologie an der
Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität
Bonn. Begegnung mit Martin Buber.
1922 Vortragszyklus "Vom Sinn der Kirche"
auf der Bonner Tagung des Katholischen
Akademikerverbandes
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April
1923 Berufung auf den neu errichteten Lehrstuhl für
"Religionsphilosophie und Katholische
Weltanschauung" an der "preußisch-protestantischen"
Universität Berlin durch den Preußischen
Kultusminister Carl Becker (aus organisatorischen Gründen
wurde Guardini Mitglied der Katholisch-Theologischen
Fakultät der Universität Breslau mit der
Verpflichtung, als ständiger Gast an der Universität
Berlin zu lesen.)
1923 Walter Dirks arbeitet als Sekretär bei Guardini
in Potsdam. Zusammentreffen mit Rudolf Schwarz, Felix
Messerschmid und Dieter Sattler.
1924 Mitherausgeber der 1920 von Josef Aussem gegründeten
"Quickborn"-Zeitschrift "Die
Schildgenossen" seit 1924 geistiger Mittelpunkt
des "Quickborn"
1925 Begegnung mit Eugen Jochum. Guardini wird später
Taufpate der Jochum-Tochter Romana
1925 Tod von Karl Neundörfer, der tödlich in den
Bergen verunglückte.
1927 Übernahme der Mittwoch-Messe in der Sozialen
Frauenschule, Berlin
1927 Bundesleiter des "Quickborn" und Leiter
von Burg Rothenfels am Main (Stellvertreter Heinrich
Kahlefeld, Begegnung mit Hermann Kunisch)
1928-1943 Gestaltung des sonntäglichen
Studentengottesdienstes in Berlin, St. Benedikt
1931 Vortrag auf den ersten Salzburger Hochschulwochen
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1935
Guardini erhält zum 50. Geburtstag die Festschrift
"Christliche Verwirklichung" (herausgegeben
von Karlheinz Schmidthüs)
1936 Rudolf Schwarz baut für Romano Guardini in
Berlin-Schlachtensee dessen erstes Haus.
1937 Erste Buchauflage von "Der Herr.
Betrachtungen über die Person und das Leben Jesu
Christi" nach vorhergehenden Einzellieferungen
unter dem Titel "Aus dem Leben des Herrn"
von 1933 bis 1934
1939-1943 Vortragstätigkeit an der Katholischen
Volkshochschule in Berlin
März 1939 Zwangsemeritierung nach Aufhebung des
Lehrstuhls in Berlin
1939 Abendvorträge in Berlin, St. Canisius
1939 Verbot der Arbeit auf Burg Rothenfels und
Konfiszierung der Burg durch die Nationalsozialisten
1941 Verbot der Zeitschrift "Die
Schildgenossen"
1941 Redeverbot für Romano Guardini
1943 Trotz Redeverbot hält Guardini in Greifswald die
eindrucksvolle Vortragsreihe über "Freiheit,
Gnade, Schicksal".
1943-45 Aufenthalt ("Exil") bei seinem
Freund Josef Weiger, Pfarrer in Mooshausen im schwäbischen
Allgäu. Freundeskreis mit Joseph Bernhart und Manfred
Hörhammer. In Mooshausen verfaßt Guardini seine
autobiographische Aufzeichnung.
1944 Erster Besuch in Mainz seit 1923
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1945
Berufung auf den Lehrstuhl ad personam für
"Religionsphilosophie und Christliche
Weltanschauung" an der Universität Tübingen
durch den Württembergischen Kultusminister Carlo
Schmid
1948-1962 Inhaber des gleichnamigen Lehrstuhls an der
Philosophischen Fakultät der Universität München
(dort trifft er auf Michael Schmaus, Theoderich
Kampmann und Ernst Tewes) Predigttätigkeit an der Münchener
Universitätskirche St. Ludwig (sonntags um 11 Uhr).
Ein Teil der Predigten ist 1956-1959 u.d.T.
"Wahrheit und Ordnung" in 33 Heften
erschienen.
1950 Veröffentlichung der Psalmen-Übersetzung
"Deutscher Psalter" (im Auftrag der
deutschen Bischöfe)
1952 Friedenspreis des deutschen Buchhandels (als 3.
Preisträger überhaupt)
1952 Ernennung zum Päpstlichen Hausprälaten
1952 Guardini eröffnet den Berliner Katholikentag mit
der Rede "Nur wer Gott kennt, kennt den
Menschen".
1954
Verleihung der Ehrendoktorwürde der Philosophischen
Fakultät der Universität Freiburg i.Br.
1955 Goldene Ehrenmünze der Stadt München
1956 Ehrenbürger von Verona
1. Februar 1957 Festvortrag über "Kultur als
Werk und Gefährdung" beim Gründungsakt der
Katholischen Akademie in Bayern in der
Ludwig-Maximilian-Universität München
1958 Bayerischer Verdienstorden
1958 Mitglied der Friedensklasse des Ordens "Pour
le Mérite"
1959 Großes Verdienstkreuz der Bundesrepublik
Deutschland
1961 Ernennung zum Mitglied der liturgischen
Vorbereitungskommission für das Zweite Vatikanische
Konzil
1962 Verleihung des Erasmuspreis in Brüssel durch
Prinz Bernhard der Niederlande
1962 Beendigung der Vorlesungstätigkeit an der
Universität München aus gesundheitlichen Gründen
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1963
San Zeno Preis der Stadt Verona
1963 Ehrenbürger von Isola Vicentina, dem Wohnsitz
der Familie Guardini
1964 Prof. Dr. Karl Rahner SJ übernimmt den "Romano-Guardini-Lehrstuhl"
(bis 1967)
1965 Papst Paul VI bietet Guardini den Kardinalshut
an, den er jedoch ablehnt.
1965 Verleihung des Großen Verdienstkreuzes mit Stern
der Bundesrepublik Deutschland
1965 Verleihung der Ehrendoktorwürde der Universität
Padua
1965 Ehrung durch die Stadt München mit der Medaille
"München leuchtet" in Gold
1965 Festakt zum 80. Geburtstag in der Universität München
und Überreichung der Festschrift "Interpretation
der Welt" (hg. von Helmut Kuhn, Heinrich
Kahlefeld und Karl Forster)
1968 Letzte Italienreise zusammen mit Frau Maria
Parzinger, Frau Clara Chrzanowiski und seinem Arzt Dr.
Franz Riedweg zum Familiensitz auf die Isola Vicentina.
1.Oktober 1968 Romano Guardini stibt in München im
Alter von 83 Jahren. Requiem am 4.Oktober 1968 in St.
Ludwig, Predigt durch Julius Kardinal Döpfner. Romano
Guardini wird dem Priesterfriedhof des Oratoriums des
Hl. Philipp Neri in München, an St. Laurentius,
beigesetzt.
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Quelle
Religiöse Bücher

Romano
Guardini
in seiner Mansardenwohnung in
München - Bogenhausen - Merzstraße 2
Foto bereitgestellt von
Winfried Seipolt 
Brief
aus der Merzstraße 2 an Heinrich
Kahlefeld (1903 - 1980) Nach
1945 trafen sich die Leipziger Oratorianer Philipp Dessauer
(1898 - 1966),
Heinrich Kahlefeld (1903 - 1980), Ernst Tewes (1908 -
1988), Klemens Tilmann (1904 - 1984),
Franz Schreibmayr (1907 - 1985), Jan Wiggers (1903 -
1961) und Joseph Jammers (1906 - 1987)
in München. Von 1948 an lebten die Brüder zunächst in München-Solln
zusammen,
in der Villa von Karl Muth, dem langjährigen Herausgeber der
Zeitschrift "Hochland".

Maria
Elisabeth Stapp, Romano Guardini und Josef Weiger
in Mooshausen bei Memmingen
Für die
Kirche Heilig Blut in München-Bogenhausen schuf Maria Elisabeth Stapp
zur
Wiedereröffnung der Kirche 1950 eine Statue des Hl. Joseph.
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