EINE SEITE VON THEODOR FREY
MIT BILDERN VON DER AUSSTELLUNG DES DIÖZESANMUSEUMS IN FREISING

 

"Neben dem Landshuter Bildhauer Hans Leinberger (um 1480-1535), dem wohl berühmtesten bayerischen Meister im frühen 16. Jahrhundert, gab es . . . drei Bildschnitzer mit regionaler Bedeutung: den Meister von Ottobeuren, den Meister von Rabenden und dem Allgäuer Jörg Lederer" [*1470 in Füssen - +1550 in Füssen].

Der Meister von Rabenden wird nach dem Hochaltar in der Dorfkirche zu Rabenden benannt.  Seine Werke sind vor allem um Rosenheim und im nördlichen Chiemgau vertreten.

hier zur Verbreitung seiner Werke . . .

hier zum Eintrag bei Wikipedia . . .

Apostel Judas Thaddäus

 

 

Daniel Rimsl, geboren 1986 in Traunstein, wissenschaftliche Mitarbeiter am Lehrstuhl für Kunstgeschichte der Universität Regensburg, entfaltet in seinem Werk neue Perspektiven auf das um 1510 entstandene Hochaltarretabel von Rabenden.

"Der Meister von Rabenden ist einer der großen Unbekannte unter den spätgotischen Bildschnitzern. Vieles spricht dafür, dass dieser Meister mit dem Bildschnitzer Sigmund Haffner identisch ist, der um 1500 in München eine angesehene Werkstatt unterhielt . . .Den hohen künstlerischen Rang Sigmund Haffners belegen nicht nur die Skulpturen mit ihren subtil komponierten Gewändern und der sorgfältig physiognomischen Durchbildung, sondern auch die Malereien, die in der Publikation erstmals wissenschaftlich erschlossen werden."

Aus dem Text der Rückseite des Umschlags

Das Werk ist 2015 beim Verlag Schnell & Steiner GmbH, Regensburg. (ISBN 978-3-7954-2890-7) erschienen.

   

 

"Den Hochaltar der Pfarrkirche Sankt Johannes d. T. in Schweitenkirchen ziert ein vortreffliches Schnitzwerk: der Gnadenstuhl. . . . Ein weiteres hervorragendes Meisterwerk ist die Plastik des Gnadenstuhles in der Kirche Heilig Blut bei Rosenheim. . . . Eine Replik des Heilig-Blut-Gnadenstuhles in Innerbittlbach bei Isen und eine etwas andere Fassung des Themas in München-Solln erreichen nicht die Qualität dieser beiden Hauptwerke." 
Quelle: Erzbistum München-Freising

DER ALTAR IN DER KIRCHE 
ST. JAKOBUS IN RABENDEN 

"Der um 1510/15 entstandene Hochaltar der kleinen katholischen Filialkirche St. Jakobus in Rabenden . . . ist eines der bedeutendsten spätmittelalterlichen Bildwerke Süddeutschlands. Nach diesem Flügelaltar ist der bis heute letztlich unbekannte, in ganz Oberbayern tätige Bildhauer "Meister von Rabenden" benannt. 
Über der Predella des knapp sechs Meter hohen Altares erhebt sich der Schrein mit sowohl einem festen als auch einem beweglichen bemalten Flügelpaar mit Darstellungen von Heiligen, Kirchenvätern und marianischen Themen. Den Altarschrein überfängt ein filigranes Gesprenge mit drei Fialen. Im Schrein stehen die Holzskulpturen des Kirchenpatrons Jacobus, flankiert von den Heiligen Simon und Judas Thaddäus.

Die Zartheit und Transparenz des ornamentalen Astwerks an den Baldachinen, den Schleierbrettern und im Gesprenge zeigen die hohe künstlerische Qualität. "

Quelle::  Deutsche Stiftung Denkmalschutz 

 



 




GESPRENGE - AUSZUG - MAßWERKKAMM 

 


SKULPTUREN DES KIRCHENPATRONS JACOBUS, 
FLANKIERT VON DEN HL. SIMON UND JUDAS THADDÄUS 

Apostel Simon

Apostel  Jakobus d. Ä.

Apostel  Judas Thaddäus

"Die etwa 130 cm hohen Skulpturen aus Laubholz stellen eigenwillige Charaktere dar, deren fast derbe Gesichtszüge überaus ausdrucksstark und individuell sind. Jacobus mit Pilgerhut, Muschel und Stab hebt seinen Blick melancholisch und ruhig zum Himmel. Judas, dessen Haupt wildes Lockenhaar umrahmt, richtet seine Augen in höchster Leidenschaft nach oben, während Simon sich ruhig abwartend auf sein Marterwerkzeug, die Säge, stützt. Alle drei sind als stämmige Gestalten dargestellt, die fest auf den angedeuteten Erdschollen stehen. Die Figuren entsprechen dem Menschenbild der Dürerzeit, trotz aller Vergeistigung sind sie der Erde verhaftet. Ebenso wie die ein Jahrzehnt später entstandenen "Vier Apostel" von Albrecht Dürer verkörpern auch sie die Temperamente und die drei Lebensalter. "

Quelle::  Deutsche Stiftung Denkmalschutz 

 

 

Hl. Handwerker
möglicherweise Hl. Josef oder hl. Crispinius
um 1520

 

Gnadenstuhl

 

 

 


Tafelbilder im Schrein
- Anbetung der Könige

 



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