Im Laufe seiner 350-jährigen Geschichte ist eine Fülle an Literatur über Schloss Nymphenburg erschienen. Die Zeit des Nationalsozialismus blieb bisher jedoch weitgehend ausgespart. Doris Fuchsberger und Albrecht Vorherr beleuchten in ihrem neuen Buch "Schloss Nymphenburg unterm Hakenkreuz" erstmalig die Jahre zwischen 1933 und 1945.

Geradezu exemplarisch spiegelt sich auf dem Areal der Sommerresidenz der Wittelsbacher die unheilvolle Ära des "Dritten Reichs" wider: Nutzung und Vermarktung eines historischen Ambientes durch NS-Parteigrößen, Enteignung, monumentale NS-Architekturneuplanungen, der Einsatz von "Fremdarbeitern", Gründung einer Widerstandsgruppe, Bombardierung, Zerstörung und die Stunde Null. Ein "vergessenes" Kapitel der Schlossgeschichte und ein Stück Münchner Historie.