ST. MICHAEL
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1556 vereinbarte Herzog Albrecht V. mit den Jesuiten die Errichtung einer Höheren Schule in München, des heutigen Wilhelmsgymnasiums. Um den Jesuitenorden und der Höheren Schule angemessene und moderne Räume zur Verfügung zu stellen, war ein Neubau notwendig. Allerdings kamen diese Forderungen zu Lebzeiten Albrechts V. nicht über das Planungsstadium hinaus. Sein Sohn Herzog Wilhelm V., genannt der Fromme, initiierte wieder den Bau eines Jesuitenkollegs mit Kollegkirche. Gleichzeitig wollte Wilhelm V., der die Gegenreformation in Bayern entscheidend vorantrieb, mit dem Bau gleichzeitig Zeugnis seiner geistigen Herkunft ablegen, die er bis zu den römischen Kaisern Konstantin und Justinian zurückführte. Am 18. April 1583 war bereits Grundsteinlegung.
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1587 "St.
Michael im Kampf mit dem Teufel"
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Mit
der Fassade des Kollegs und der Kirche und dem Platz davor gab Herzog
Wilhelm V. seiner Residenzstadt einen zweiten städtebaulichen Akzent:
neben den Marktplatz mit dem alten Rathaus tritt die Schule und ihre
Kirche. Bildung war für Wilhelm so wichtig wie der Markt. Aber Wissen
und Markt sollten nicht einer bloßen Eigengesetzlichkeit überlassen
bleiben, sondern Orientierung finden. Das will die Fassade der St.
Michaelskirche vor Augen stellen: |
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