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Jupitersymphonie K.V. 551 |
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Mozart gibt sich in ihnen niemals "privat" oder "intim", die Briefe sind auch nicht im Stil seiner Zeit "empfindsam" oder romantisierend. Eher sind sie lebenssatte Zeugnisse eines Menschen, der immer geradeheraus sagte, was er dachte, und oft von einer großen Unruhe getrieben war. Von dieser Unruhe berichten viele seiner Zeitgenossen, unaufhörlich sei er in Bewegung gewesen, schreibt seine Frau, noch während des Komponierens habe er kaum still sitzen können, sondern habe um sich herum immerfort einen lebendigen, vibrierenden Raum der Ansprache und Stimmen gebraucht. Das Quecksilbrige und Überraschende, das sich in seiner Musik so häufig findet, rührt daher, im Grunde ist Mozart nicht nur über ein Drittel seines Lebens auf Reisen, sondern auch innerlich immer unterwegs gewesen, besessen von der Vorstellung, alles Sicht- und Hörbare um sich herum in Klang verwandeln und ihm so Charakter und Form geben zu müssen. Das Zentrum all dieser Klangwelten aber ist die Liebe, das Pochen des Herzens, die Anbahnung der Gefühle, ihr Anschwellen und Sich-Überbieten. In Mozarts Musik ist diese Liebe etwas Kreatürliches, sie befällt nicht nur Mann und Frau und Frau und Mann, sondern ist gleichsam das Fluidum aller Aktionen seiner Figuren. In keiner Musik sind sich daher Menschen so nah, und in keiner Musik erschrecken sie so sehr über diese Nähe, so daß sie sich fallen lassen und abtauchen, als überließen sie ihre Gefühle dem Dahinströmen der Melodien."
Der Autor Hanns-Josef Ortheil ist Schriftsteller und lebt in Stuttgart. Er wurde 1951 geboren und hat seit 1979 Romane und Essaybände veröffentlicht (u. a. über Mozarts Sprache)
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OPERN
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So machen's (nicht) alleAuf Weibertreue setzt. Na ja ... aber es ist immer wieder einErlebnis, sich in Mozarts Kosmos zu verlieren und in welcher Stadt kann man innerhalb weniger Tage 7 Mozartopern erleben? Die Gärtnerin aus LiebeCosì fan tutte (gehört am 1.2.06) . Ein etwas behäbiges Dirigat von Peter Schneider mit dem gewohntfaszinierendem Licht von Max Keller und der noch erfr...2.02.2006 Zum Eintrag Reich mir die Hand .... Weiteres über Mozart
...Anno domini 1770 - Gefühlsreichtum eines VierzehnjährigenJubel bei
einer konzertanten Aufführung der frühen Mozartoper "MITRIDATE"
mit dem Dirigenten Mark Minkowski in Ingolstadt. Minkowski
begeisterte mit seinen "Les Musiciens du Louvre", die den
"Gefühlsregungen bis ins Extrem nachspürt. In Phasen lyrischer
Versunkenheit kennt er keine Ne... Mozartbüste in Salzburg Ein
feines Silvesterkonzert des Münchener Kammerorchesters im
Prinzregententheater (Leitung und Violine Daniel Giglberger) und das
Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker dirigiert von Mariss Jansons
(dieses leider nur im Fernsehen!) Beide Konzerte verband die Aufführungen
von Joseph Lanners Walzer die "MOZARTISTEN". Eine passender
Auftakt zum Mozartjahr, wi... Variationen und Fuge über ein
Thema von Beethoven op. 86 oder Variationen und Fuge über ein Thema von
Mozart op. 132aC. Saint-Saens, Variationen über ein Thema von
Beethoven op. 35R. Schumann, Andante und Variationen B-Dur op. 462.
GruppeP. Hindemith, Sonate für zwei Klaviere (1942)F. Poulenc, Sonate für
zwei Klaviere (1953)I. Strawinsky, Concerto für zwei Klaviere (1935) -
überraschend h... Anno domini 1770 - Gefühlsreichtum eines VierzehnjährigenJubel bei einer konzertanten Aufführung der frühen Mozartoper "MITRIDATE" mit dem Dirigenten Mark Minkowski in Ingolstadt gestern abend. Minkowski begeisterte mit seinen "Les Musiciens du Louvre", die den "Gefühlsregungen bis ins Extrem nachspürt. In Phasen lyrischer Versunkenheit kennt er keine Nervosität; die Zeit scheint stillzustehen. Andererseits gibt es selten...4.08.2005 Zum Eintrag Wie lang bleibt ein Erlebnis?Gestern abend wurde im Anschluss an die Vorstellung von Mozarts Zauberflöte mit Kurt Moll als Sarastro, Rainer Trost als Tamino, Diana Damrau als Königin der Nacht und Juliane Banse als Pamina(Dirigent: Ivor Bolton) Dietrich Fischer-Dieskau anlässlich seines 80. Geburtstages die Meistersinger-Medaille verliehen. Es wurde damit ein Künstler geehrt, der bereits am 7. August 1952 an der Bayeri...24.07.2005 Zum Eintrag Ein prächtiges neues Gewand - Wiedereröffnung der Stuck Villa...m Shakespeare, Der Kaufmann von Venedig)Die aufgeführten Musiker sind:Bach - Händel - Gluck Haydn - Mozart - Beethoven - Schubert -Weber - Wagner - Cornelius Im Speise- und Wohnzimmer sind jetzt Gemälde ausgestellt. besonders gefiehl mir das 1910 entstandene Gemälde DISSONANZ. An welche Musik hat Stuck hier wohl gedacht? Hier noch Fotos vom Aufgang zum Atelier und dem Atelier mit dem &...18.03.2005 Zum Eintrag Mozart normal - Mozart als KindskopfEine kleine Zeichnung bei Mozartmusik -Alfred Einstein in "Mozart - Sein Charakter - sein Werk" beschreibt Mozart so:Mozart hat bei seinen Briefen an sein Augsburger "Bäsle" nicht an die Ewigkeit gedacht. Er hatte bis zu seinem Lebensende Lust an Wortverdrehungen, kindischen Spitznamen, drolligem Unsinn, lustiger Unflät...11.02.2005 Zum Eintrag DazwischenseinSie ist immer auch Frucht höchster menschlicher Anstrengung, man denke an die Willenskraft Mozarts in seinen letzten Monaten. Aber hier gelingt ein Durchscheinen des Absoluten im 'Spiegel' und 'Rätsel', die im Einmaligen das immerfort Geltende zu zeigen vermag. Aber kann nicht auch diese, scheinbar unvergängliche Kunst einer künftigen Menschheit unverständlich werden? Gemälde u...8.02.2005 Zum Eintrag Weltzeit und Lebenszeit: Kurz ist das Leben – Lang die Kunst – Noch länger die Welt...en Metrik beschäftigt, mit Arsis und Thesis in den gregorianischen Neumen, mit der Akzentsetzung bei Mozart und Debussy, mit der rhythmischen Abnutzung bei Beethoven, mit den rhythmischen Gestalten im 'Sacre du Printemps'. Ich habe vor allem lange über ... die Rhythmen der verschiedenen Provinzen des alten Indien nachgedacht und über ihren wunderbaren Reichtum an Gestalt und Ausdruckskra...24.11.2004 Zum Eintrag |
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Große Messe c-moll K.V. 427 |
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Alfred Einstein - Mozart - Sein Charakter - Sein Werk - S. Fischer Verlag (S. 364 ff.) Es ist Mozarts "ganz persönliche Auseinandersetzung mit Gott und Kunst. ... Mit Recht hat man gesagt, daß dieser Torso das einzige Werk sei, das in der Mitte stehe zwischen der h-moll-Messe Bachs und der D-dur-Messe Beethovens. Denn ohne die Krise, die Überwindung der Krise, die die Bekanntschaft mit Bach in seinem Schaffen herbeigeführt hatte, hätte die c-moll-Messe niemals ihre Gestalt gewonnen." "Der gewaltige Anruf des 'Jesu Christe' ..., die Fuge über das 'Cum sancto spiritu' sind Sätze, von denen sowohl der barocke Prunk wie die kontrapunktische, 'gelehrte' Schulstaub völlig abgefallen sind; und das gilt in vielleicht noch höherem Maß von dem Sanctus und der Doppelfuge des Osanna. Es ist nicht Bqach allein, der hinter diesem Werke steht, sondern das ganze 18. Jahrhundert, auch die großen Italiener - vielleicht Alessandro Scarlatti, Caldera, Händel, Porpora, Durante: man kann keine bestimmten Namen herausgreifen, weil Mozart eben sein Jahrhundert zusammenfaßt und dessen musikalische Sprache transfiguriert. Wieder zeigt sich, daß man ein solches Werk nicht schreiben kann ohne eine große künstlerische Erbschaft - eine Erbschaft freilich, die man in der Lage sein muß anzutreten." Das 'Et incarnatus' ist "ein Weihnachtsgesang, Vorstellung der Krippe, in der das göttliche Kind liegt, angebetet von der Jungfrau, im Hintergrund die musizierenden Engel; von überwätigender Süßigkeit und Naivität. Wer dergleichen ablehnt, möge ruhig auch eine Rundtafel des Botticelli mit der Geburt Christi und florentinische Engeln aus der Kirche verbannen: sie ist genau so profan. " |
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Ave verum corpus |
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Die kleine Motette ist "eins der bekanntesten Werke Mozarts geworden - so bekannt, daß amn neben seiner seraphischen Schönheit seine Meisterschaft nicht mehr sieht: die 'zweite' Einfachheit, die Vollkommenhiet der Modulation und Stimmenführung, welche leise Polyphonie als letzte Steigerung einführt. Auch hier fließen das Kirchliche und Persönliche in eins zusammen. Die Stilfrage ist gelöst." |
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JOACHIM KAISER in der SZ vom 25.4.2009 |
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Der herausragende Pianist Maurizio Pollini, der mit den Münchner Philharmonikern zuletzt 1982 unter Sergiu Celibidache musizierte, spielte am 10. 3. 2010 auf eigenen Wunsch Wolfgang Amadeus Mozarts Klavierkonzert A-Dur KV 488. |
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Claus Spahn interviewte Pollini in der Zeit - 05.01.2006. "Ich glaube, man kommt Mozart eher mit zunehmendem Alter näher. Vielleicht weil man die Subtilität von Mozarts Musik erst richtig zu schätzen weiß, wenn man ein erwachsener Musiker ist. Ich habe Mozart immer gemocht, aber vielleicht ist die Liebe jetzt noch größer geworden. Beethoven spricht zu uns mit großen, starken Gesten, Mozart mit Nuancen. Wer genau hinhört, entdeckt, dass er alles auszudrücken vermag. Es gibt so unendlich viel zu entdecken an versteckter Tiefgründigkeit – in seinen Opern genauso wie in den Instrumentalwerken. Je erfahrener man wird, desto mehr nimmt man davon wahr. ZEIT: Obwohl es eine beliebte Klischeevorstellung ist, dass man eine gewisse jugendliche Unbekümmertheit brauche, um Mozart gut zu spielen. Pollini: Man braucht Frische, das stimmt. Aber es ist natürlich keine unmittelbare Einfachheit, die aus der Musik spricht, sondern eine Einfachheit der zweiten Ebene. Mozart war nicht nur ein unermesslich begabter Musiker, er war auch ein extrem reifer Mensch. Das kann man neben der Musik in seinen Briefen studieren. Die Qualität der Musik erwächst nicht nur aus seiner genialen musikalischen Erfindungsgabe, sondern auch aus der Wachheit, dem klaren Bewusstsein, aus dem heraus er die Stücke geschrieben hat." |