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OLIVIER MESSIAEN



Saint-François d'Assise 


DER HEILIGE FRANZ VON ASSISI

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Herr, Herr, Musik und Dichtung haben mich zu Dir geführt, durch Bild, durch Symbol und weil mir die Wahrheit fehlt. Erleuchte mich mit Deiner Gegenwart, erlöse mich, berausche mich, blende mich für immer mit Deiner Überfülle an Wahrheit.

Franz von Assisi / Olivier Messiaen

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OLIVIER MESSIAEN

 

Saint-François d'Assise 

 

DER HEILIGE FRANZ VON ASSISI

 

DIE AUFFÜHRUNG IN MÜNCHEN

DIRIGENT:  KENT NAGANO


Die Oper stellt, vergleichbar mit einer mittelalterlichen Miniatur, in acht

Bildern den Weg des heiligen Franz von Assisi durch Angst und innere

Finsternis zu einem Zustand göttlicher Gnade dar. Dieser Zustand

vollkommener Gnade ist Messiaens Ausgangspunkt

für eine musikalische Meditation über die Spiritualität des modernen

Menschen. Am Pult des Bayerischen Staatsorchesters steht

Generalmusikdirektor Kent Nagano, in den Hauptrollen sind Christine

Schäfer als Engel und Paul Gay in der Titelrolle zu erleben.


Nagano: 
Messiaen hat oft gesagt, dass er sich persönlich mit Franz von Assisi identifizierte. 
Er war regelrecht Franz von Assisi. Es ging ihm darum, die Beziehung von Gesellschaft und Natur 
und die Spannung zwischen beiden zu verdeutlichen. Dieser Beziehung wollte er eine Resonanz geben. Messiaen wollte dem Menschen diese Spannung naturnah vermitteln, 
aber eben - und das ist wichtig - doch abstrakt.




KRITIKEN

BILDER

DAS HAUS


EINE SEITE VON THEODOR FREY

 



Musikalische Leitung Kent Nagano
Szenische Konzeption und Gestaltung, Bühne und Kostüme Hermann Nitsch

L'Ange Christine Schäfer
Saint François Paul Gay
Le Lépreux John Daszak
Frère Léon Nikolay Borchev
Frère Massée Kenneth Roberson
Frère Élie Ulrich Reß
Frère Bernard Christoph Stephinger
Frère Sylvestre Rüdiger Trebes
Frère Rufin Peter Mazalán

PREMIERE: 1. JULI 2011



             KRITIKEN

 




L'Ange Christine Schäfer

 

"Überdies war es nicht zuletzt eine musikalisch grandiose Aufführung. Kent Nagano, seit bald dreißig Jahren mit Messiaen und dessen opus summum vertraut, leitete sie mit souveräner Umsicht, und zumal die Holzbläser mit ihren Marathon-Sprints in der Vogelpredigt verdienen höchstes Lob. Natürlich hört man das Werk von Mal zu Mal anders, doch der Eindruck des Sperrig-Überkomplexen tritt mehr und mehr zurück zugunsten oft geradezu betörend sinnlicher Schönheit.   . . .

Lange mochte man meinen, José van Dam wäre für die gigantische Bariton-Titelpartie kaum zu ersetzen. Paul Gay belehrte des besseren, der mit unbeirrbarer Ruhe und Intensität den ganzen, langen Abend über unerhört präsent war, vielleicht etwas sanfter als sein Vorgänger, gleichwohl nicht minder dringlich: ein Heiliger ohne Pomp wie Weihrauch. Christine Schäfer gab dem Engel tänzelnde Behendigkeit und Sopran-Leuchtkraft, John Daszak dem Leprakranken tenorale Inständigkeit. Ensemble, Ochester, Chor und alle Beteiligten boten eine überwältigende Gesamtleistung, nach der man wieder einmal zu wissen glaubt, wofür die Opern-Supertanker ihre Subventionen erhalten. Dass Nitschs Blut-Exerzitien irritierten und erbosten, war zu erwarten. Doch die Proteste hielten sich in Grenzen."

Quelle: Gerhard R. Koch in der FAZ vom 4. 7. 2011

"Nun ist Naganos handwerklich ausgetüftelte Lesart auf einem noch höheren Niveau [im Vergleich zu Salzburger Produktion 1998) angekommen. . . . Indem Nagano aber vollkommen ehrlich, schön gefühlt, aber nicht beschönigend mit dem Material umgeht, verschafft er sich insgesamt eine Transparenz, die in den himmlischen Szenen mit dem Engel und Saint François auch nicht den leisesten Sentimentalitätsverdacht aufkommen lassen.  . . ."

"Für die Musik und ihre Botschaften ist Nitsch (von Ausnahmen abgesehen) taub. Naganos kritische Arbeit an der Komposition ist fünf Stunden ein Ereignis, Nitschs Selbstfeier ein dumpfes Ärgernis."

Quelle: Mirko Weber in der ZEIT vom 7. 7. 2011





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OLIVIER MESSIAEN

 

Saint-François d'Assise 

 

DER HEILIGE FRANZ VON ASSISI

 

DIE AUFFÜHRUNG IN AMSTERDAM

DIRIGENT:  INGO METZMACHER

 

 

 

 

 

 

 

 

KRITIKEN

BILDER

DAS HAUS

 regie   Pierre Audi  

 L´Ange   Camilla Tilling  

 Saint François   Rod Gilfry  

 Le Lépreux   Hubert Delamboye  

 Frère Léon   Henk Neven    

 Frère Massée   Tom Randle  

 Residentie Orkest    

 Koor van De Nederlandse Opera 


KRITIKEN

'Mit massiertem Aufgebot von Kreuzen der verschiedensten Art und den von 20 Kindern mit Kreide auf den Boden gemalten Vogel-Bildern unterstreicht Pierre Audi die naivische Grundlinie des Werks, verlängert und steigert den inhärenten Infantilismus. Das Dekor wirkt so ungehindert schön wie der Hauptstrom der Musik – und die Designer-Kutten für die frommen Brüder sind vom feinsten. Pierre Audis Inszenierung fügt sich in den zunehmend breiter werden Strom neuer Religiosität und Kontemplation auf den Opernbühnen. Halleluja!'
Frieder Reininghaus, Deutschlandfunk (2 juni 2008)

Da hilft nur glauben
'Pierre Audi, der langjährige künstlerische Leiter der Nederlandse Opera, und sein Bühnenbildner Jean Kalman wählten […] zu Recht einen eher abstrakten Ansatz, der die Musik selbst zum Ausgangs- und Angelpunkt machte: Das Orchester, ein imposanter, unablässig pulsierender Klangkörper von weit über hundert Instrumentalisten, füllte das eigentliche Bühnenrund, das sich nach oben in eine gewaltige Himmelskuppel öffnete – als stiege das, was Messiaen ausdrücklich zum Lob und Ruhme Gottes verfasst hat, direkt hinauf in die höheren Sphären. [...] Vor allem Rod Gilfry machte die Titelrolle [...] zu einem Heiligen aus Fleisch und Blut, begnadet mit visionärer Kraft und doch menschlicher Hinfälligkeit nicht überhoben. Die Schlüsselszene der Stigmatisierung [...] wurde in Gilfrys ungekünstelter Verkörperung zu einem beklemmenden Höhepunkt der Aufführung. Dabei wahrte die Regie, wie zuvor in den Begegnungen mit dem Engel, jenen heiklen Grat, der zwischen glaubhafter Symbolik und religiöser Rührseligkeit verläuft. [...] Zusammen mit der höhensicheren, in fast instrumentaler Klarheit singenden Camilla Tilling als bezauberndem Engel bildete Delamboye ein starkes Gegensatzpaar zu Franziskus, das gleichsam dessen Lebensoptionen zwischen totaler Bejahung und Negation des Glaubens verkörperte. [...] Neben dem starken Ensemble der Mönche, aus dem Henk Neven und Tom Randle hervortraten, hatte der Chor der Nederlandse Opera wesentlichen Anteil an der stellenweise geradezu ekstatischen Wucht der Aufführung. Ingo Metzmacher führte das hochkonzentrierte, in immer neuen Farben schillernde Residentie Orkest präzise und ohne größe Spannungseinbrüche durch die Riesenpartitur. [...] Er schien, wie Regie und Sänger, vorbehaltlos an dessen sprerriges Bekenntniswerk.'
Christian Wildhagen, Frankfurter Allgemeine Zeitung (5 juni 2008)
 

'Gesanglich wird nicht gerade Übermenschliches verlangt, doch ist starker Ausdruck gefordert und da verdienen Camilla Tilling (L'Ange), Rod Gilfry (Saint Francois) und Tom Randle (Frère Massée) höchste Bewunderung. Auf den hauseigenen Chor darf nicht nur sein Leiter Martin Wright stolz sein. Dem Dirigenten Ingo Metzmacher, der nach dieser Produktion das Muziektheater Amsterdam verlassen wird, stand das Residentie Orkest zur Verfügung; ein diesmal die ganze hintere Bühne einnehmender Klangkörper, der die musikalische Pracht von Messiaens Komposition in seiner ganzen Schönheit erstrahlen ließ. Bei Maestro Metzmacher besteht kein Zweifel an der Stärke und Dramatik dieser von Vogelstimmen beherrschten Opernpartitur.'
Ernst Scherzer, Wiener Zeitung (5 juni 2008)

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Musikalische Spiritualität
'Audi akzeptiert die Dominanz der Musik, gibt Francois, seinen Brüdern, dem gläubigen Volk, dem Lepra-Kranken, dem Engel, der Kinderszene kommunikativ bedeutsamen Stellenwert - verfällt aber nicht dem Irrtum, ein ohnehin nicht vorhandenes dramatisches Handlungskonzept zu dekonstruieren: [...] Da steht schon Messiaens in den Klangfarben changierende Musik dagegen – facettenreich filigran präsentiert vom Residentie Orkest van de Nederlands Opera unter Ingo Metzmacher. [...] Camilla Tilling singt den verkannt-behütenden Engel mit inniger Leidenschaft; Hubert Delamboye verleiht dem ambivalenten Leprösen differenzierte Stimme; Henk Neven ist ein stimmlich subtil phrasierender Bruder Leon [...] Geradezu sensationell der perfekte Zusammenklang des Koor van de Nederlandse Opera (Leitung Martin Wright). [...] Das wirklich gebannt lauschende Publikum ist tief beeindruckt von der so ungewöhnlichen spirituellen Kommunikation - intensiver, langanhaltender Beifall!'
Franz Stuke, www.opernnetz.de (6 juni 2008)

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BILDER ZUR AUFFÜHRUNG

 

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      L´Ange   Camilla Tilling                 Saint François   Rod Gilfry              Frère Massée   Tom Randle    Frère Léon   Henk Neven    

  

METZMACHER BEDANKT SICH

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