Eine Seite von Theodor Frey

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Lago Maggiore





"Zwar vergehen Band und Locken
Und der ganze Zauber bald;
Aber was ich sonst gewonnen,
Weisheit, Tugend, warme Socken,
Ach, auch das ist bald zerronnen,
Und auf Erden wird es kalt."

Hermann Hesse aus "Altwerden"

"All der Tand, den Jugend schätzt,
Auch von mir ward er verehrt,
Locken, Schlipse, Helm und Schwert,
Und die Weiblein nicht zuletzt."

Hermann Hesse aus "Altwerden"

"Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,
mag lähmender Gewohnheit sich entraffen.
Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde
uns neuen Räumen jung entgegen senden:
des Lebens Ruf an uns wird niemals enden.
Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!"

Hermann Hesse aus "Stufen"

 

 

"Ich habe meine Kerze ausgelöscht;
Zum offenen Fenster strömt die Nacht herein,
Umarmt mich sanft und läßt mich ihren Freund
Und ihren Bruder sein."

Hermann Hesse aus "Nacht"

 

 

 

"Jede Blüte will zur Frucht,
Jeder Morgen Abend werden,
Ewiges ist nicht auf Erden
Als der Wandel, als die Flucht."

Hermann Hesse aus "Welkes Blatt"

 





Auf dem Weg zum Lago Maggiore

Die Ruinen des Castello di Mesocco liegen auf einem mächtigen Felsen südlich des Dorfes Mesocco im Misox im Kanton Graubünden in der Schweiz. Mesocco ist eine der grössten Burganlagen der Schweiz und bildete vom Anfang des 13. Jahrhunderts bis 1526 das herrschaftliche Zentrum des Tals. Am Fuss der Burghügels steht die ebenfalls 1219 erstmals erwähnte romanische Kirche Santa Maria del Castello.

Ein anderer Blickpunkt in Graubünden

Der Bodensee, Lindau und das Rheintal bis zum Hauptalpenkamm 





 






L O G O S
L  A  G  O

ZUFLUCHT IN ASCONA

In der Nacht des Reichstagsbrandes am 28. Februar 1933 wurde Erich Mühsam in Berlin festgenommen und nach der Haft in verschiedenen Gefängnissen am 10. Juli 1934 im Konzentrationslager Oranienburg von den Nationalsozialisten ermordet. In derselben Nacht floh der jüdische Schriftsteller Karl Wolfskehl auf dem Weg in die Emigration von München in die Schweiz. Er wollte den Dichter Stefan George in Minusio treffen und flehte ihn um eine Stellungnahme zu den Vorgängen in Deutschland an. Aber Stefan George schwieg und schob das Treffen hinaus. Im Dezember 1933 starb Stefan George in Minusio bei Locarno.
Erika Mann, seit 1933 im Exil, kam mit ihrem Kabarett "Die Pfeffermühle" nach Ascona und trat dort im Teatro San Materno auf. Bei dieser Gelegenheit lernte sie die Begründerin der Eranos-Tagungen Olga Fröbe-Kapteyn kennen, Else Lasker-Schüler kehrte, tieftraurig, in ihrem zweiten Exil nach Ascona zurück und schrieb dort einige ihrer bekanntesten Gedichte. Das inzwischen verheirate Künstlerpaar Emmy Hennings und Hugo Ball hatte Hermann Hesse kennengelernt und in Freundschaft nah beieinander in Tessin gewohnt; Hugo Ball starb 1927. Emmy Hennings-Ball blieb in Agnuzzo.

Viele Flüchtlinge aus Nazi-Deutschland, die das Tessin von früher kannten, machten in Ascona einen kurzen Zwischenhalt. Sie waren auf dem Weg ins südfranzösische Sanary-sur-mer, ihr nächstes Exil, da es fast aussichtslos war, eine Aufenthaltsgenehmigung für die Schweiz zu bekommen. Margarethe Hardegger setzte ihre ganze Energie dafür ein, diesen Flüchtlingen zu helfen.
Gusto Gräser überlebte die Nazizeit in Deutschland und ließ sich in größter Armut in einer Dachkammer in München-Freimann nieder. Keinen Moment vergaß er seine Mission der Bedürfnislosigkeit und der Friedensstiftung. Am 27. Oktober 1958 starb er mit 79 Jahren.

Quelle: Ausstellungstext der Monacensia in München

Im Frühjahr 1913 kehrte Oskar Maria Graf, damals Mitglied der anarchistischen Gruppe »Tat« um Erich Mühsam, der Schwabinger Bohème den Rücken. Zusammen mit seinem Freund, dem angehenden Maler Georg Schrimpf, machte er sich für mehrere Monate auf in die freie Schweiz, nach Brione, Locarno, Ascona und selbstverständlich besuchten sie auch den Monte Verità. Das naturnahe Leben in den vegetarischen Siedlungen bei den Lebensreformern, Rohköstlern und Nacktbadern gefiel ihnen zunächst. Doch mit der Zeit stellte Graf fest, dass Zivilisationsflucht seine Sache nicht war, das Sonnenparadies geriet ihm »zu still, zu gemütlich, zu reizlos«. Über seine Erlebnisse berichtet er in seinem Bekenntnisroman »Wir sind Gefangene«, in dem er schließlich ein hartes Urteil fällt: »Diese ganze Naturtrottelei kann mir gestohlen bleiben! Das ist was für Verdauungsphilister und Grasfresser!«


Quelle: Einladungsstext der Monacensia in München

 

Karl Wilhelm Diefenbach - per aspera ad astra

František Kupka



Aus der Dissertation „Der Künstler Karl Wilhelm Diefenbach (1851 - 1913)“ von Claudia Wagner, München, S. 19

„Die Anfang des Jahrhunderts durch Helena P. Blavatsky (1831–1891) und später vor allem Rudolf Steiner (1861–1925) in Deutschland populär gewordene Theosophie sollte ihn ebenso faszinieren wie der klassische Pantheismus Rousseaus. Mit seiner Entscheidung gegen die Kirche wandte er sich vor allem gegen deren äußerlichen Dogmen-Glauben und „die landläufigen Moralitäts-Begriffe und Handlungen der Gläubigen,“ nicht aber gegen Mystik und Erlösungsgedanken.

Direkt nach der Trauung mit Magdalene flüchtete Diefenbach in einer alleinigen „Hochzeitsreise“ auf den Hohenpeißenberg. Dort entstand die Er- bzw. Bekenntnisschrift Sonnen-Aufgang. Neben der prophetischen Predigt Es ist kein Gott, auf den Spuren Friedrich Nietzsches (1844–1900), ist dies wohl eines seiner wenigen wichtigen, schriftstellerischen Zeugnisse. Das erleuchtende Naturschauspiel des Sonnenaufgangs war sozusagen Vorbote seines lebensreformerischen Erkenntnisweges und Einleitung seines neuen Lebenswandels: Ein Dasein im Einklang mit der Natur als irdisches Paradies und Ende menschlicher Degeneration, die er in der zeitgenössischen Gesellschaft empfand. Er formulierte: „Erkenne, Menschheit, deine Mutter, die NATUR, die rein und frei als höchstes Wesen dich geboren und nicht befleckt mit Erbsünd, Fluch und Schande dich in ihr blühend Eden setzte. Dass alle Herrlichkeit des Erdballs, des Weltalls Unermesslichkeit als Keim verborgen liegt in jedes Menschen Brust! Erkenne dich, Mensch.“