................................................

EINE SEITE VON THEODOR FREY


"1908 kommen
Münter und Kandinsky nach Murnau, ein Städtchen im oberbayerischen Voralpenland. Dieser Ort inspiriert sie zu intensivem Schaffen und bedeutet eine künstlerische Wende. Münter und Kandinsky beginnen, Farben und Formen eigenständiger zu behandeln. Sie lösen das Motiv mehr und mehr vom Vorbild der Natur und machen damit einen entscheidenden Schritt in die Moderne. Gabriele Münter drückt das so aus: "Ich habe [...] einen großen Sprung gemacht - vom Naturabmalen [...] zum Fühlen eines Inhalts." Kandinsky ist radikaler: Er propagiert die gänzliche Abkehr vom gegenständlichen Motiv. Mit abstrakten Klangbildern setzt er bildnerisch um, was er in seiner Schrift Über das Geistige in der Kunst auf theoretischer Ebene formulierte: Das Bild solle "als rein malerisches Wesen ein selbständiges Leben führen".
Auf der Suche nach Innerlichkeit und Ursprünglichkeit geht Gabriele Münter andere Wege. Sie entdeckt die Volkskunst und findet in den einfachen Formen von Spielzeugen und Heiligenfigürchen etwas geheimnisvoll Ursprüngliches. Die Gegenständlichkeit gibt sie nie auf.
Der Erste Weltkrieg reißt das Paar auseinander. Kandinsky muss Deutschland verlassen und geht in seine Heimat Moskau zurück. Gabriele Münter wartet im neutralen Schweden auf ihn. Doch die Trennung entfremdet sie."

 




 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

theodor frey

seitenanfang

räume &
zeiten

musik &
spiel

denker & gedanken

tun &
lassen