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BEZIEHUNGEN



 

Die Fünf



Dreieck mit geteiltem Kreis

Ich und Welt

Dissonanz - Harmonie

Gelb-Rot-Blau mit Schwarz

Zweifeln

Warum ist etwas?

 Ruhelosigkeit

Angst vor dem Verlassensein

Richtig - Falsch

Möglichkeiten

Freiheit

 

 

 

 

Die Einheit

II. Symphonie

 

2. Satz

 

 

 

Spaltung

  

 

Wir erfahren in uns 

die Spaltung,

den Verlust der Einheit,

das Ja und das Nein.

Es begegnet uns das immer Doppelgesichtige im Sein

in allem was ist

und was wir sind.

 

 

Im Ich ist 

das ungefragte 

Ja zum Leben,

das erste Einatmen.

Jedes Ja wird aber immer erst 

wieder lebendig

durch ein Nein,

das Ausatmen.

Der Urzyklus 

wird auch in uns geschlossen.

Doch jedes neue Ja

gleicht nicht dem Vergangenen,

denn es kennt das Nein,

den Tod.

 

 

Jedes Ja und Nein,

das von einer der Seiten des Ichs ausgeht,

wird von den Ja und Nein Entscheidungen

der anderen Seiten mit bedingt.

 

 

Erst im Erfahren 

dieser Zusammenhänge

können wir uns 

als Einheit empfinden.

Doch was wir als Ursache,

was wir als Wirkung 

meinen zu kennen,

ist immer abhängig

von der Zufälligkeit des Beginns 

unseres Suchens.

 

 

Wir suchen nach der Wahrheit,

den wahren Zusammenhängen,

der Gestalt, die alles mit aufnimmt;

aber in unserer Verzweiflung,

das Wahre zu verfehlen,

finden wir oft nur Gründe,

mit denen wir meinen 

unsere erlebte Vergangenheit

und unsere erhoffte Zukunft

im Jetzt rechtfertigen zu können.

 

 

Zwar verlieren wir uns immer wieder

beim Versuch uns zu finden,

doch jedes Verlieren

gibt schon den Anstoß

zu neuem Finden,

zum Finden 

einer veränderten 

Gestalt.

 

 

Mit jedem Tun können 

die Seiten

des Empfindens und Denkens 

beschädigt werden;

aber auch in jedem Nicht-Tun

kann Empfinden 

verloren gehen.

Im Nicht-Empfinden

kann Denken entschwinden,

wie mit jedem Denken

auch Tun 

versäumt werden kann.

 

 

Im Leben ist der Tod 

stets gegenwärtig.

Es ist die Frage 

nach seinem Sinn,

seinem Wann, Warum, 

Wozu und Wohin,

die uns drängt

unserem Leben Gestalt zu geben.

Tod und Leben,

sind aufeinander bezogen

im Ich.

 

 

Wie ist zu fassen,

was im Prozeß des Lebens 

und Sterbens

uns Halt geben kann,

wie zu fassen,

was uns hoffen läßt,

das jeder Tod

immer wieder nur 

ein Vorletztes ist ?

 

  

Wir sind in der Zeit des Ichs

verloren in den Tod hinein,

in der Zeit des Seins

lebendig im Werden des Gestalt,

aber erst im Sein ohne Zeit,

Tod und Leben verlierend,

werden wir erfüllt

 in das Unermeßlichen 

hinein.

  

Leid und Freude ist im Atem

 dieser Tod - bewußten Zeit.

 

 

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GESTALTEN

ELEMENTE