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Bogenhauser
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Grabmal von Hans Wimmer |
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| Zum Friedhofsplan - Westteil Zur Übersichtsseite Eine Seite von Theodor Frey | ||
Die Seiten werden zur Zeit überarbeitet.
Ich bitte dafür um Ihr Verständnis.
Für Hinweise, Berichtigungen, Anregungen bin ich sehr dankbar.
KONTAKT
PLAN DES OSTTEILS |
Osten |
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Eingang |
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170 |
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178 |
179 |
186 |
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191 |
198 |
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169 |
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Menshausen |
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Feiler |
Hemmerle |
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Wery |
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168 |
Wunderlich |
Weg |
Weg |
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167 |
Jungel |
Gebhardt
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171 |
Stengel
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180 | 192 |
Meyer |
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166 |
Kolb | Wittmann | 172 | Grohaußer | 181 | 193 | ||||||||||||||||||||||||
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165 |
Waldau
Hagen |
Gruber | 173 | Haßlauer | 182 |
Horvath |
187 |
194 |
Strauß
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Weg |
Lutz
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174 |
Herburger |
183 |
Hegenberger |
188 | ||||||||||||||||||||||||
| 164 | Hausenstein | Wittmann
Steub |
175 | Boeck | 184 |
Schwarz
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189 | 195 |
Vorstoffel
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| 163 | Kreindl | |||||||||||||||||||||||||||||
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162 |
176 |
Brüdern |
185 |
Schwarz |
190 |
196 |
v. Wallis |
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| Diepold | 177 | 197 |
Ziegler
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161 |
Weg |
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160 |
Scherer |
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159 |
Amberger
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158 |
Seidenberger
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157 |
Ziersch |
Weg |
KIRCHE |
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156 |
Theissing |
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155 |
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154 |
Rößler |
K12 |
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153 |
von Schall -
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152 |
Schreiber |
137 |
Sepp |
125 | ||||||||||||||||||||||||||
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Kreuser |
138 |
Hendriok |
126 |
Bechtolsheim |
124 |
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151 |
Gröschler
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139 |
Hermann |
136 |
Forell |
123 |
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150 |
Leibrecht |
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149 |
Schmid |
Carl |
140 |
Schreiber |
127 | |||||||||||||||||||||||||
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148 |
Brunnmeier |
Greve
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141 |
135 |
Hendel Ackermann Soldner |
122 |
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148 |
Bayer |
Mühlpoltner
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142 |
Rathgeber
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121 |
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147 |
Röhl |
143 |
Ott |
134 |
Sachtleben |
128 |
Kronenberg |
120 |
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146 |
Liebig |
Liegl |
133 |
Müller |
129 | |||||||||||||||||||||||||
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145 |
Ernstberger |
130 | ||||||||||||||||||||||||||||
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(neu)Berger (früher)Reitmeyr |
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| 119 | ||||||||||||||||||||||||||||||
| 144 |
Bader
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Kiendl
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132 | Muffler | 131 | |||||||||||||||||||||||||
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Weg |
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| U1 | U4 | U7 | U10 | U13 | U16 | U19 |
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Lohse |
Eissfeldt |
Peter
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Lützkendorf |
Karpf |
Lefevre |
Mürringer |
| U2 | U5 | U8 | U11 | U14 | U17 | U20 |
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Goedecke |
Schmidt-Pollex |
Hartmann |
Ueblacker |
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| U3 | U6 | U9 | U12 | U15 | U18 | U21 |
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Gerdts |
Erb |
Windisch |
Schlüssl |
Schmidinger |
Hauffe |
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| U22 | U25 | U28 |
|
+ |
Wilkens |
Wagner |
| U23 | U26 | U29 |
|
Kenezy |
Gehauf
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Knorr |
| U24 | U27 | U30 |
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Schwarz |
Orlamünder |
Hielscher |
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|
Hier mehr über Hans Wimmer auf meinen Seiten
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Mehr
über Hausenstein
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Nach Wilhelm Hausenstein wurden benannt:
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1882 |
Wilhelm Hausenstein wird am 17. Juni 1882 in Hornberg im badischen Schwarzwald geboren; sein Vater ist großherzoglicher Finanzbeamter, seine Mutter die Tochter des "Bärenwirts" in Hornberg. |
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1891-1900 |
Humanistisches Gymnasium in Karlsruhe |
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1900-1905 |
Studium
an den Universitäten Heidelberg, Tübingen, München:
Philosophie, klassische Philologie, mittlere und neuere
Geschichte, Nationalökonomie. |
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1906 |
Paris: Vorleser der im Exil lebenden Königin Marie-Sophie von Neapel-Sizilien, Schwester der Kaiserin Elisabeth von Österreich. |
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1907 |
Eintritt
in die Sozialdemokratische Partei; intensive Mitarbeit in
den Arbeiter-Lehrkursen und an den "Sozialistischen
Monatsheften". Hierdurch wird die geplante Habilitation
unmöglich gemacht. |
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1908 |
Ausgedehnte Reisen nach Frankreich, Belgien, Österreich, Italien, Holland, später auch Dänemark, Griechenland und Kleinasien. |
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1910 |
Erstes
Buch: "Der Bauern-Bruegel" (erste deutsche
Monographie über den Maler). |
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1915 |
Erste Begegnung mit Rainer Maria Rilke. |
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1916-1917 |
Mitglied
der Pressesektion der Politischen Abteilung beim deutschen
Generalgouverneur in Brüssel. |
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1918 |
Publizistische
Tätigkeit: "Frankfurter Zeitung",
"Münchner Neueste Nachrichten"; |
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1919 |
Austritt
aus der Sozialdemokratischen Partei, weil sie ihm in einem
gefährlichen Kompromiß mit der Rechten zu stehen schien. |
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1922 |
Geburt des einzigen Kindes; nach Rainer Maria Rilke auf den Namen Renée-Marie getauft. |
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1923 |
Lunacarskij veröffentlicht in Moskau eine große Abhandlung über Hausensteins Arbeit, insbesondere seine Soziologie der Kunst. |
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1926 |
In
der Sowjet-Enzyklopädie erscheint von Hausenstein ein großer
Beitrag über das Barock. |
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1933 |
Auf Weisung der Müchner Staatspolizei fristlose Entlassung aus der Redaktion der "Münchner Neuesten Nachrichten". |
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1934-1943 |
Schriftleiter "Literaturblatt" und "Die Frau" der "Frankfurter Zeitung". |
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1936 |
Verbot, Bücher zu veröffentlichen. Einstampfung der "Kunstgeschichte", weil Hausenstein sich weigert, jüdische Künstler zu streichen und die Moderne im Sinne der Ausstellung "Entartete Kunst" zu verwerfen; in dieser Ausstellung wird er als "entarteter Künstler" angeprangert. |
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1940 |
Übertritt vom Protestantismus zum Katholizismus. |
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1942 |
Emigration der Tochter nach Brasilien. |
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1943 |
Fristlose Entlassung aus der "Frankfurter Zeitung" wegen seiner jüdischen Ehefrau. Verbot jeglicher publizistischen Tätigkeit. |
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1944-1945 |
Vollzug
der Deportation auf Weisung der Geheimen Staatspolizei
unterbleibt in letzter Stunde aufgrund der voranschreitenden
Auflösung. |
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1945 |
Mitbegründer der "Süddeutschen Zeitung"; Mitarbeiter der "Badischen Zeitung", der "Neuen Zeitung", der Zeitschriften "Hochland", "Wandlung" und "Gegenwart". |
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1948 |
Mitglied
der Bayerischen Akademie der Schönen Künste; 1950
deren Präsident. |
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1949 |
Mitglied
der Akademie der Wissenschaften und der Literatur, Mainz;
Ehrenmitglied der Academia Goetheana in Sao Paulo,
Brasilien. |
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1950 |
Mitglied der Akademie für Sprache und Dichtung, Darmstadt; Mitglied des PEN-Club. |
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Juli 1950 |
Konrad Adenauer beruft Hausenstein als Generalkonsul der Bundesrepublik Deutschland nach Paris. |
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1951 |
Chargé d'Affaires der Bundesrepublik Deutschland in Paris. |
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1952 |
Verleihung des Großen Verdienstkreuzes der Bundesrepublik Deutschland mit Stern und Schulterband. |
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1953 |
Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Paris (ad personam). |
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1954 |
Literaturpreis der Stadt München. |
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1955 |
Grand
Officier de la Légion d'Honneur als erster Deutscher in
diesem Jahrhundert. |
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Mai 1955 |
Wilhelm
und Margot Hausenstein kehren von Paris nach München und
Tutzing zurück. |
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1957 |
Wilhelm Hausenstein erliegt am 3. Juni einem Herzinfarkt und wird auf dem Friedhof von St. Georg in München-Bogenhausen begraben.
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7.8.1897 - 14.3.1975 Er hieß eigentlich Wery de Lemans und wurde am 7. August 1897 in Trostberg (Chiemgau) geboren. Nach dem Abitur wollte er Maler werden. Aber er sah bald ein, daß er für diesen Beruf nicht genügend begabt war. So wurde er Kaufmann. Nach fünfzehn Jahren hatte er sich bis zum Direktor einer Holzfabrik hinaufgearbeitet. Eines Tages gab er seine gutbezahlte Stellung auf. Er kehrte von einer Dienstreise nicht zurück und stellte sich kurz darauf zum erstenmal einem Theaterpublikum vor: als "Faust" in Bielefeld. Über Münster kam er 1932 ans Berliner Schiller- und Renaissance-Theater. Von dort holte ihn Otto Falckenberg an die Münchener Kammerspiele, denen er von 1934 bis 1948 angehörte. Er spielte in klassischen und modernen Stücken und er spielte alle Rollen, die ihm geeignet erschienen: vom "Jago" im "Othello" bis zum "Nikolaus" im Weihnachtsmärchen für Kinder. Zuletzt trat er 1963 im Münchener Staatsschauspiel als "König Lear" auf. Auch im Film hatte sich der Schauspieler mit der urwüchsigen Gestalt einen Namen gemacht. Er begann als Darsteller beim Film in "Keinen Tag ohne Dich" (1933), agierte in den Streifen "Königswalzer" (1935), "Wasser für Canitoga" (1939, mit Hans Albers), "Kleine Residenz" (1942) und "Via mala" (1945). Nach dem Zusammenbruch setzte er seine Filmkarriere fort, drehte "Die seltsame Geschichte des Brandner Kaspar", "Die große Versuchung", "Heidi", "Ein Herz spielt falsch", "Ave Maria", "Konsul Strotthoff", "Es geschah am 20. Juli", " Der Meineidbauer", "Der Bauerndoktor von Bayrischzell", "Die grünen Teufel von Monte Cassino", "Arzt aus Leidenschaft" und "Kriegsgericht", um nur einige Leinwandrollen zu nennen. Unvergeßlich bleibt seine Darstellung des verbitterten alten Menschenfeindes "Grummel", dem durch eine Schar von Kindern eine menschlich gütige Wandlung widerfährt, in dem von Erich Waschnek inszenierten Streifen "Hab’ Sonne im Herzen" (1952, mit Liselotte Pulver). Das Drehbuch schrieb nach dem Tod von Walter Lieck die Gattin des Schauspielers, Erna Fentsch, zu Ende. Erna Fentsch schrieb die Drehbücher zu vielen seiner Filme, so auch für "Am Galgen hängt die Liebe", gedreht nach dem Bühnenstück "Philemon und Baucis" von Leopold Ahlsen, das in den griechischen Bergen von 1944, als deutsche Soldaten und Partisanen sich einen erbitterten Kleinkrieg lieferten, spielte. Die schwierige Rolle des alten "Nikolaos" verkörperte er bereits 1956 meisterhaft bei der Uraufführung des Schauspiels in den Kammerspielen in München. Wie im Film war damals Annie Rosar seine Partnerin. Der einzige Halt, der dem schwerkranken, oft hoffnungslos verzweifelten Carl Wery geblieben war, war seine geliebte Frau Erna. Der Schauspieler Carl Wery starb am 14. März 1975 an einer Lungen- und Rippenfellentzündung in einem Münchener Krankenhaus und wurde auf dem Friedhof Bogenhausen beerdigt.
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1939 In Geiselgasteig entsteht eine Westernstadt, in deren Dekoration zwei Filme entstehen: WASSER FÜR CANITOGA mit Hans Albers, Beppo Brem und Carl Wery unter der Regie von Herbert Selpin, und GOLD IN NEW FRISCO mit Hans Söhnker, Gustav Waldau, Alexander Golling, Otto Wernicke und Paul Verhoeven.
Was geschah wirklich am 20. Juli 1944? Der Dokumentarspielfilm von G.W. Pabst ist einer der wichtigsten Filme im jungen Nachkriegsdeutschland. Er versucht die Hintergründe des misslungenen Hitler-Attentats vom 20. Juli 1944 aufzudecken. Im Mittelpunkt steht Graf von Stauffenberg, der als Anhänger einer Widerstandsbewegung versucht, Hitler zu ermorden, um wieder Recht und Ordnung in Deutschland herzustellen. Bereits im Jahr der Veröffentlichung geriet der Film in die Kritik, die historischen Ereignisse nicht wahrheitsgemäß wiederzugeben. Aufgrund des heutigen Wissenstandes ist der Film aber weniger als historisches Zeitdokument zu verstehen, als vielmehr ein kontrovers diskutierbares atmosphärisches Spiegelbild der 50er Jahre.
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Von Mitte des 19. Jahrhunderts an erhielt das Kunsthandwerk eine enorme Aufwertung. Maximilian ll. und später sein Sohn Ludwig ll. förderten das Handwerk und vor allem das traditionelle Kunsthandwerk. .. Gegen Ende des ausgehenden 19. Jahrhundert zeichneten sich zwei Tendenzen in Münchens Schmucklandschaft ab. 1897 wurden die " Vereinigten Werkstätten für Kunst im Handwerk“ gegründet, deren Mitglieder sich einer "material- und stilgemässen Sachlichkeit“ verschrieben. Diese Sachlichkeit kann als eigentliche Gegenbewegung zum Jugendstil verstanden werden und lehnte auch die Vorbilder der Pariser Juweliere ab. Der daraus sich entwickelnde Stil wurde typisch für München und war vermutlich auch der Anfang einer noch immer herrschenden Tendenz zur Schlichtheit und Zurückhaltung im Schmuckdesign in München. Diese Stilrichtung wurde vor allem von Kunsthandwerkern verfolgt. Im Gegensatz dazu standen zwei herausragende Juweliere der Jahrhundertwende: Karl Rothmüller und Theodor Heiden. Rothmüller wurde weit über die Grenzen Münchens hinweg bekannt und stellte seine vom Jugendstil beeinflussten Werke auch an der Pariser Weltausstellung im Jahre 1900 aus. Theodor Heiden’s Nachfahren führen noch heute ein Juweliergeschäft am Promenadeplatz. 1902 wurden in München die "Lehr- und Versuchs-Ateliers für freie und angewandte Kunst“ von Hermann Obrist und Wilhelm v. Debschitz gegründet. Hier bildete sich ein Stil heraus, der das Organische des Jugendstil in eine abstraktere Ornamentik hinein entwickelte. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand die "Akademie der Bildenden Künste“, die seither zu einem der international renommiertesten Lehrstühle für Schmuckgestalter wurde. Der erste Lehrer Franz Rickert (1946 – 1972), war ein sehr handwerklich orientierter Lehrer. Ihm folgte sein Schüler Hermann Jünger (1972-1990). Er führte den Schmuckbegriff näher an die Kunst heran und prägte damit eine ganze Generation von Schmuckdesignern. Seit 1991 steht der Fakultät Otto Künzli, der seinerseits ein Schüler von Hermann Jünger ist, vor. .... Die Gründe für die Vielfalt der Münchner Schmuckszene sind vielfältig. Institutionen wie der Bayerische Kunstgewerbeverein stehen für die 150jährige gezielte Förderung des Kunsthandwerks. Die Akademie als international angesehene Lehranstalt bildet einen Anziehungspunkt für herausragende Talente. Die jährliche Handwerksmesse bietet den Schmuckschaffenden ein Fenster zur Welt. Zusätzlich verleiht die Stadt attraktive Förderpreise. Eine besonders wertvolle Einrichtung ist die renommierte Danner-Stiftung. Die Stiftung der Witwe Terese Danner im Andenken an ihren Mann Benno konzentriert sich auf die Förderung des Goldschmiedehandwerks. Sie vergibt alle vier Jahre einen Preis, unterstützt Schulen, gewährt Schmuckschaffenden Darlehen und besitzt eine umfangreiche Schmucksammlung, die in Kürze in die Neue Sammlung der Pinakothek der Moderne eingehen wird. Susan Sagherian Schmuckszene
München
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1908 wurde Professor Karl Rothmüller der Titel Königlich-Bayerischer Hofgoldschmied verliehen, es wurden Juweliergeschäfte in der Müllerstraße, einer Filiale im Regina-Palast-Hotel und später in der Perusastraße gegründet. Seit 1920 ist die Familie auch in der Danner'schen Kunstgewerbe-Stiftung, welche auf Anregung von Professor Rothmüller gegründet wurde, tätig. Golschmiedemeister um Gemmologe Karl Rothmüller leitet heute das 1973 von seinem Vater übernommene Juweliergeschäft P. Rath in der Theatinerstraße. |
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Erich
Kästner Wohnung
in der Flemingstraße 52 im Herzogpark Zum Erich Kästner Museum in Dresden . . .
Gleich nach
der deutschen Kapitulation zog es ihn nach München, das sich als Treffpunkt
der Intelligenz im südwestdeutschen Raum entpuppte. Hier trafen sich
Schauspieler, Chansoniers und Autoren, um noch 1945 das Kabarett
“Die Schaubude” zu eröffnen – und Erich Kästner war dabei.
In München etablierte die amerikanische Militärregierung auch “Die
neue Zeitung”, mit der die jahrelang gleichgeschalteten Deutschen wieder
an Politik und Kultur herangeführt werden sollten. Kästner war als Leiter
des Feuilletons beteiligt.
Titelblatt von Richard Seewald |
Luiselotte Enderle über die letzten Tage von Erich Kästner: ... Nach einer gründlichen eintägigen Untersuchung im Krankenhaus eröffnete der berühmte Spezialist dasselbe: Speiseröhrenkrebs. Er empfahl eine Klinikaufenthalt bei einem Art, der mit seinem Verfahren in solchen Fällen Erfolg gehabt habe. Ich bestellte dort ein Zimmer. Erich weigerte sich jedoch, hinzufahren. Auch das ruhige Zureden eines ärztlichen Freundes half nicht. Erich war sehr mager geworden. Von Suppe, Fleischbrühe, ein bißchen Tartar, Eis und Obstsäften kann kein Mensch gedeihen. Am 25. Juli verlangte Erich nach dem Hausarzt. Es war ihm so schwindlig. Um drei Uhr nachmittags wurde er ins Krankenhaus Neuperlach gebracht und sofort durch Tropfinfusion in die Armvene ernährt. Als ich ihn am 26. Juli besuchte, war er ungehalten über die Kanüle im Arm. Blödsinn! flüsterte er. Ich tröstete ihn: "Irgendwie mußt du wieder zu Kräften kommen!" Er schnaubte zweifelnd durch die Nase. Am 27. Juli hatte seine Gesichtshaut einen ganz zarten rosa Schimmer. Ich sage ihm, daß er etwas besser aussähe und daß er aushalten möge, damit er bald nach Hause kommen könne. Er lächelte ein wenig. Als ich am 28. kam, war es viel schlechter geworden. Er war unruhig und warf sich hin und her. Die Augen waren geschlossen. Einmal machte er die Augen auf. Wie zum Gruß bewegte er die Finger ein wenig. Dann schloß er die Augen wieder. Er lag nun ruhiger da. Am 29. Juli 1974 früh rief das Krankenhaus an: Erich Kästner war an diesem Morgen 6 Uhr 35 gestorben. ... Nach seinem Willen wurde Erich Kästner eingeäschert. Am 1. August, im Krematorium des Münchner Ostfriedhofs. Es waren nur geladene Freunde und Bekannte anwesend. Die Beisetzung der Urne fand im kleinsten Kreis am 5. August statt auf dem romantischen kleinen Bogenhausener St. Georgs- Friedhof. Wir spielten ihm dabei ganz leise den Walzer aus dem "Rosenkavalier", wie er sich's einmal gewünscht hatte. Heute morgen haben wir sein Grab bepflanzt. Mit rosa und rosalila Hortensien aus unserem Garten in der Flemingstraße. Denn er hat diesen Garten sehr geliebt. Hinter seiner letzten Ruhestätte steht, an der Straßenseite der Mauer, eine grünumrankte Laterne. Eine Laterne wie zu Hause in seinem Garten. "Ein Tag ist zu Ende", schrieb ein Verleger und Freund des Hauses. "Sprechen wir nicht von Sonnenuntergang. Sprechen wir von dem, was im Italienischen 'Tramonte' heißt. Die Sonne ist nicht untergegangen. Die Sonne ist über die Berge entschwunden, aber sie ist da!" Tramonte! 13.
August 1974
Was
auch immer geschieht: |
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1870 - 1967
1903
Ölporträt von Hugo von Habermann,
Georg
Kolbe : Annette Kolb
1960
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Erich Kästner über Annette Kolb: Aus der Gedenkrede zur PEN-Jahresversammlung am 19. April 1968 in Kassel " Das Zuverlässigste, was ich über Mademoiselle Kolb zu sagen wüßte, wäre: daß sie eine Persönlichkeit war. Es ist nur schade, daß ich nicht zuverlässig zu sagen weiß, was eine Persönlichkeit ist. (...) Niemand konnte sich der unwiderstehlichen Ausstrahlung erwehren. Keiner der Schriftsteller, auch wenn sie bedeutender waren als sie, und keiner der Staatsmänner, die sie traf. Wenn sie, auf ihren Stock gestützt, der Tür zuschritt, wo sie erwartet wurde, fühlte man sich durchaus an Friedrich den Großen erinnert. (...) Dabei wäre ihr der Vergleich mit Friedrich gar nicht recht gewesen. Denn ihr waren die Preußen von Herzen zuwider. Und man mußte schon ziemlich sympathisch sein, um, etwa als Sachse, nicht zum Preußen ernannt zu werden. Sie war bayrisch wie der Vater und Französin wie die Mutter. Das waren ihre Landesgrenzen und, bis zu einem gewissen Grade, überhaupt die ihr gezogenen Grenzen.# Auf dem Kopf trug sie eine Toque. Und dieses randlose Hütchen trug sie, wenn man sie besuchte und sie sich gerade ausruhte, auch im Bett. Sie trug es, wenn sie nicht allein war, jederzeit, ob sie (...) in der Münchener Händelstraße auf ihrem geliebten Flügel ein bißchen Mozart vorspielte. Mozart in der Händelstraße. Nur ein paar Steinwürfe weit vom alten Bogenhausener Friedhof entfernt, wo sie nun begraben liegt, in der Nähe ihrer alten Freunde: Gustl Waldaus und Wilhelm Hausensteins. ... Ich machte mir [die] These, da sie, soviel ich. August weiß, nicht widerrufen worden ist, wenigstens als Hypothese zu eigen, und nur als solche möchte ich sie [...] verstanden wissen. Ihrzufolge war Annette Kolbs Vater, der Königliche-Bayerische-Gartenbau- dirketor in München, ein Sohn des bayerischen Königs Max II. Joseph. Jeder kennt die nach ihm benannte Maximilianstraße. Jeder kennt das Maximilianeum, also das bayerische Parlament. Und jeder kennt sein Denkmal, das unterm Namen "Max Zwo" als Straßenbahnhaltestelle täglich Tausende von Malen in aller Munde ist. 1848, im Revolutionsjahr, wurde er der Nachfolger Ludwigs I., seines Vaters, der, unter anderem, wegen Lola Montez abdanken mußte. Das 19. Jahrhundert war für die Wittelsbacher ein romantisches, kunstsinniges und gefährliches Jahrhundert. Otto, der jüngere Bruder Maximilians II., wurde König von Griechenland und 1962 gestürzt und vertrieben. Max II. ältester Sohn regierte als Ludwig II., wurde geisteskrank und starb im Starnberger See. Das war 1886. Sein jüngerer Bruder, seit 1972 geisteskrank, wurde, als König Otto I. trotzdem sein Nachfolger, freilich ohne auch nur einen Tag zu regieren, - sein Onkel Luitpold leitete die Regierungsgeschäfte als Prinzregent bis zu Ottos Tod 1913. Ein Überblick in Stichworten kurz und makaber. ... Träfe das zu, dann erklärt sich manches noch einfacher und besser als bisher. Annettes selbstbewußtes Auftreten, ihr bayerischer Patriotismus, ihr antipreußischer Affekt, ihre monarchisch-katholische Dickköpfigkeit und auch die an Devotion und Hofknicks grenzende echte Verehrung im Umkreis des Adels und Hochadels. ... Annettes Reise nach Israel wat ihre letzte vor der allerletzten gewesen. Niemand hatte ihr die gefährlich späte "Fahrt ins Heilige Land" ausreden können. Sie setzte ihren Willen auch diesmal durch. Womöglich hätte sie, ohne jenen Israel-Flug, die letzte kurze Fahrt von der Händelstraße 1 hinüber zur kleinen Bogenhausener Kirche mit dem grünen Zwiebelturm noch ein wenig aufschieben können. Doch ich glaube nicht, daß ihr an einer Fahrplanverspätung gelegen war. Wer hundert Jahre alt wird, der weiß, vermute ich, die letzte Pünktlichkeit zu schätzen.
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Zeichnung von Hans Wimmer - - Annette Kolb am Klavier - 1967, ihrem Todesjahr Annette Kolb wohnte in der Händelstraße 1 im Nordosten des Bogenhausener Friedhofs. Die Inschrift am Haus lautet: "In diesem Haus wohnte von 1961 bis 1967 die Schriftstellerin Annette Kolb" Die
Grabstätten von Hans Wimmer
und Annette Kolb befinden sich auf dem Bogenhausener Friedhof in der
östlichen Reihe.
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Autor: Michael
Skasa - Dass der olle Goethe beim Labern echt gut drauf war, wenn er Girlies anbaggerte, teilt uns Karl Hoche in seinem "Info-Paper" über den dahingegangenen Geheimrat mit. "Goethe", lesen wir da, "war in Wirklichkeit ein enorm kaputter Typ, der alle Mühe hatte, einigermaßen auf dem Damm zu bleiben. Mit seinem ganz schön happigen Weinkonsum war er übrigens echt drogenabhängig. Seine große Gabe: er hatte oft ein wahnsinnig gutes feeling." Soweit dieser Auszug aus Hoches Goethe-Info. Sie hat bei ihrem Erscheinen in einer Zeitung vor 25 Jahren Zorn erregt: so unverschämt und platt dürfe man mit unserem Dichter nicht umgehen, eine Frechheit sei diese Rotzbengelei. Dabei hatte Hoche mit seiner knapp zwei Seiten lagen Kurzbiographie genau denen eins überbraten wollen, die mit solchem Jargon jede Tiefe an die Oberfläche zerren, um sie dort dann zum Geschwätz einzuebnen. Einer der ärgsten Umwerter, denen alles, worüber sie reden, zum Geplapper wird, war Joachim Fernau. Zug um Zug, Jahr für Jahr nahm er sich ein Stück Historie vor, ein Land, eine Nation, einen Schluck Kulturgeschichte (möglichst deren pikante Ecken), las darüber drei, vier Bücher, schaute in ein, zwei Lexika und ließ das derart Überflogene nun wieder aus seinem Mundwerk aufs Papier fließen, wo's zu Büchern anschwoll - und diese Bücher wurden Bestseller, eins ums andre: "Rosen für Apoll" (über das alte Griechenland), "Disteln für Hagen" (über die treuen und mutigen Deutschen), "Cäsar lässt grüßen" (natürlich über die Römer), "Halleluja. Die Geschichte der USA" - und so weiter in zwanzig, dreißig Büchern. Bestseller alle. Fernaus Kniff: nicht lang denken, nicht viel wissen, lieber drauflos reden und schreiben. Spontan, direkt, im Boulevardton. Einfach so dahergesprochen, plapperte es ihm in die Maschine, mit Witzen, kessen Lippen, Kalauern durchsetzt; wichtigster Trick: anachronistisch quatschen. Ob Römer, Hunnen, Amerikaner - alles war sprachlich der gleiche Ramsch, die Atmosphäre des Erzählens war stets das Vereinsfest irgendwo in der Lüneburger Heide: Und jetzt bringt unser Conferencier Joachim Fernau, gut gelaunt wie immer, ein neues Kapitel Weltgeschichte zu Gehör. Freuen Sie sich mit uns auf den Humoristen des heutigen Abends. Und
der flotte Jochen weiß etwa dies von der Reise unserer Nibelungen in
Etzels Lande zu berichten - wo sie erst mal über die Donau müssen: Und
das ist nun der eigentliche Ärger; denn Fernau vermittelt nicht, er
vermanscht und verramscht, ist statt leicht leichtfertig und dreht alle
Fakten und Fabeln durch den Wolf seiner Schnodderei - so wird aus jeder
Sphäre und jeder möglichen Atmosphäre immer nur der witzelnde Aufguss
eines Conferenciers. Seltsam entlarvend ist Joachim Fernaus Bekenntnis: "Meine Anschauung von der Welt ist, dass es keinen Unterschied gibt zwischen der Kreatur, die quatscht, und Tieren und Pflanzen."
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1883-1973 * 21.6.1883 Mainz † 27.1.1973 München Graphiker, Illustrator, Bühnenausstatter, Buchkünstler, Gebrauchsgraphiker, Schriftsteller Nach Jura- und Philosophiestudium Studium an der Kunstgewerbeschule in München, doch weitgehend Autodidakt. Mitarbeiter der "Jugend" und des "Simplicissimus". 1909 mit Paul Renner Gründung der Schule für Illustration und Buchgewerbe. 1910 Leiter der Münchner Lehrwerkstätten. 1912 Mitglied des Deutschen Werkbundes. Mitglied der 1. Gruppe "Die Sechs". 1926 Lehrer für Illustration und Bühnenbild an der Akademie in München. 1927 Professor an der Kunstgewerbeschule in München. Viele Jahre hindurch Präsident der Bayerischen Akademie der Schönen Künste
"Es darf gesagt werden, dass es auch im jungen Deutschland eine Haltung gibt, die dem klassischen Gedanken zustrebt; man findet eine sympathische Repräsentation dieser Haltung im Werk der Süddeutschen: Max Unolds, des in München künstlerisch großgewordenen Richard Seewald, ... man findet ein diszipliniertes Beispiel dieser Haltung in der vorbildlichen typographischen und buchgewerblichen Leistung des Münchners Emil Preetorius. Süddeutschland: ein Tor nach Italien - dorthin, wo jüngere italienische Generationen, die Künstler der "Valori plastici", sich nach dem industriellen Furor des Futurismus der klassischen Einheit und ihres Landes wieder bewußt wurden. Der beste der modernen Italiener, Amadeo Modigliani, ist ein Maler von unbeirrter geschmacklicher Sicherheit auf dem Bode klassizistischer Grundgesinnung." Wilhelm Hausenstein in "Kunstgeschichte"
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Emil Preetorius , lange Jahre Präsident der Bayrischen Akademie der Schönen Künste und Präsident der Gesellschaft der Bibliophilen, Träger vieler Auszeichnungen und Ehrungen, war ein bekannter Bühnenbildner, Illustrator, Schriftkünstler und Buchgestalter. Seine Beiträge als Lehrer und Kunstschriftsteller wirken bis heute fort. Emil Preetorius war eine bedeutende Sammlerpersönlichkeit. Seine seit dem frühen 20. Jahrhundert zusammengetragene Sammlung asiatischer Kunst gilt auf ihrem Gebiet als eine der bedeutendsten deutschen Privatsammlungen. Sie repräsentiert ein halbes Jahrhundert engagierter Sammlertätigkeit und einen unbestechlichen, nur der Schönheit und künstlerischen Qualität verpflichteten Geschmack. Viele Gebiete asiatischer Kunst sind in der Sammlung Preetorius vertreten. Neben Masken des japanischen Theaters findet man chinesische und japanische Teekeramik, Grabgefäße der Han-Zeit, Textilien aus China und Japan, alte persische Keramik mit feinen Glasuren, chinesische Weinkannen aus Zinn, frühe chinesische Teppiche. Der Schwerpunkt der Sammlung liegt aber zweifellos auf der Bildkunst, der Malerei Chinas und Japans, tibetische Thankas, islamische Miniaturen aus Persien und Indien, Druckgraphik des fernen Ostens. 1963 übereigneten Emil und Lilly Preetorius einen großen Teil der Sammlung dem Freistaat Bayern. Sie wird seither im Staatlichen Museum für Völkerkunde in München verwahrt und bildet hier einen Höhepunkt der Sammlungen zur Kunst Asiens. Im Zusammenhang mit dieser Widmung der Sammlung an die Öffentlichkeit, die durch Ausstellungen und Publikationen umgesetzt wurde, steht die Errichtung der Stiftung Preetorius durch gemeinschaftliches Testament von Emil und Lilly Preetorius. Als Lilly Preetorius im September 1997 starb, hatte sie bis zuletzt die nicht in das Museum gegebenen Teile der Sammlung bewahrt und gepflegt. Im Juli 1998 wurde die Preetorius Stiftung gegründet. Ihr Zweck ist die Förderung von Wissenschaft und Kunst im Zusammenhang mit der Sammlung Preetorius. Zugänglichkeit und Wirksamkeit der Sammlung, ihre Ausstellung und wissenschaftliche Erschließung sollen gefördert werden. Ergänzungskäufe werden die Sammlung abrunden. Für diesen Zweck steht das beträchtliche Stiftungsvermögen ebenso zur Verfügung wie die von Emil Preetorius aufgebaute Fachbibliothek zur Kunst und Kultur Asiens. Der Kunstbesitz der Stiftung und die Bestände des Museums bilden die Sammlung Preetorius. Ausstellung, Publikationen, Stipendien, Symposien, Vortragsveranstaltungen zu Kunst und Kultur Asiens sollen der Sammlung Preetorius eine breite Resonanz und Wirkung verleihen. |
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1904- 1970 Publizist mit viel Gespür für historische Hintergründe wie für tagespolitische Zusammenhänge, denen er als Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung wimmer wieder bedächtig nachgegangen ist Wie hat er schon als Student die Kulturlandschaft um Wasserburg am Inn beschreiben können! Später so oft entscheidende geistesgeschichtliche Situationen des 19. Jahrhunderts erzählend geschildert! Mit der Feder in der Hand ist er am Schreibtisch in der SZ-Redaktion gestorben. Aus: Norbert Lieb - St. Georg in München-Bogenhausen |
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Gustl Waldau (eigentlich Gustav Freiherr von Rummel) 1871 - 1958 und seine Gattin Hertha von Hagen 1876 - 1962 Schauspieler,
der mit seiner Gattin viele Jahrzehnte dem Ensemble des Bayerischen
Schauspielhaus angehörte.
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Lehrmeister und Betreuer einer ganzen Schar bayerischer Historiker Auch eine Sichtweise auf Max Spindler (Rezension eines Studenten!) Jeder, der sich mit bayerischer Geschichte beschäftigt kennt den "Spindler". Denn er ist das in dieser Form einzigartige und umfangreiche Werk zur bayerischen Geschichte überhaupt. Zahlreiche Wissenschaftler haben sich unter der Leitung und Herausgeberschaft von Max Spindler zusammengefunden, um die bayerische Geschichte ein für allemal niederzuschreiben und zu interpretieren. Dabei ist ein voluminöses Werk herausgekommen, das durchaus Achtung verdient. Aber wie das bei der Geschichtswissenschaft so ist, die Geschichte ist interpretierbar. Und was die Reihe um Spindler beweisen wollte und - abhängig von den einzelnen Beiträgen auch getan hat - ist eine Apologie des jetzigen Bayern. Eine Verteidigung und Grundsteinlegung bayerischer Identität. Nun haben das alle Handbücher zur Landesgeschichten irgendwie so an sich, aber in Bayern ist man - wenn es um die bayerische Identität geht - empfindlicher als anderswo. Unter dem Strich bedeutet dies, daß hier eher die konservative Sicht der bayerischen Geschichte vorgeführt wird. In einem Exemplar dieses Werkes an der Uni Regensburg steht am Rande des Artikels zur Weimarer Zeit, dessen Autor Schwarz heißt - der Name ist Programm. Eine erheiternde Fußnote, die jedoch den Kern trifft. Nun gäbe es zwar einiges an Neuem nachzutragen, denn nicht erst seit einigen Jahren entdeckte man die Sozialgeschichte und definierte eine neue Form der Kulturgeschichte. Aber bereits zu Spindlers Zeiten ließ man diese Sachen gerne aus der Gesamtschau ausgeklammert. Nicht zuletzt war Spindler, Professor für bayerische Landesgeschichte an der ehrwürdigen Münchner Uni und von daher beauftragter Exeget der bayerischen Geschichte, im permanenten Dauerkrieg mit Karl Bosl, der andere Wege der Geschichtsschreibung beschritt. Aber zurück zum Buch, es ist ein Klassiker der Geschichtsschreibung und eine immense Fundgrube geschichtlichen Wissens, das es immer lohnt heranzuziehen, nur sollte man auch andere Bücher daneben legen. |
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geb. 15.11.1926 in München -
Neuhausen
Sich selbst bezeichnete er als
"Gassenkind aus der Donnersberger Straße, renitent, anarchisch und
schulfaul". An seine Schulzeit erinnerte er sich mit Grauen und erzählte
stirnrunzelnd: Ihren Monaco Franze, den Stenzen aus dem "Glasscherbenviertel", haben Helmut Dietl und Patrick Süskind dem Helmut Fischer auf den Leib maßgeschneidert. Und dabei auch genau erklärt, was ein Stenz ist. Denn ein Stenz soll eben kein "Strizzi" sein, ein Stenz ist permanent aktiv. Genauer gesagt ständig mit sich selbst und seiner Wirkung auf andere, vor allem natürlich auf das andere Geschlecht, befasst.
SZ: Wenn sie an der Münchner Freiheit vorbeigehen - blinzeln Sie da manchmal rüber zur Bronzebüste?
Da sitz' ich ja sehr oft mit
Freunden, und da seh ich die Skulptur von meinem Mann natürlich. Das ist
auch sehr vertraut, weil er dort ja wirklich sehr oft saß. Das war unser
Stammplatz. Aufgenommen
am 8.10.2008 |
„Geh, Spatzl“
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"Er war ein Vulkan" |
"Lietzau durfte wollen, weil er konnte. Er war einer der bedeutendsten Regisseure (und zum Widerspruch reizend wie kaum ein anderer), den das deutsche Theater hervorgebracht hat. " Helmut Griem
Aber zum guten Ende wurden seine letzten zehn Lebensjahre in München eine wunderbare "Spätlese" dieses außerordentlichen Mannes.
Er begann wieder am Residenztheater 1980 mit Strindbergs Vater und dem Lear, beide Male mit Martin Benrath in der Hauptrolle.
Inzenierungen an den Münchner Kammerspielen:
1981 Maria Magdalena von Friedrich Hebbel 1987 Onkel Wanja von Anton Tschechow 1988 Der Theatermacher von Thomas Bernhard ; (gesehen) 1989 John Gabriel Borkmann von Henrik Ibsen 1991 Der blaue Boll von Ernst Barlach (gesehen) Bühne: Jürgen Rose; Licht: Max Keller
Helmut Griem über die Proben zu Onkel Wanja:
" Fazination, Leidenschaft des Denkens, Vertreibung von Pathos und Sentimentalität, Verhinderung von trendigem Brimborium, Durchdringen und Versinnlichen der Sprache, liebevoll-kritische Betrachtung der Stück-Figuren - herrliche, nie langweilige Proben, und wieder die Beschwörung der Grundlagen des Schauspielers: das Handwerk, das Können, das Metier, etwas, das heute bei den meisten jüngeren Regieheroen als altväterlicher Quatsch beiseite geschoben wird."
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Werner Kreindl wurde am 20. Oktober 1927 im oberösterreichischen Wels (Salzkammergut) als Sohn eines Polizeibeamten geboren; seine Mutter stammte aus einer Weinbauernfamilie. Der junge Werner wuchs im benachbarten Vöcklabruck auf, interessierte sich schon früh, für alles, was mit dem Theater zusammenhing und wirkte schon in der Volksschule bei Schüleraufführungen mit. Später besuchte er das Realgymnasium. machte sein Abitur und musste dann zunächst seine Pläne, Schauspieler zu werden wegen des 2. Weltkrieges "begraben". Er wurde zum Wehrdienst einberufen und erlitt noch gegen Ende des Krieges als Granatwerfer-Richtschütze einen Kopfschuss, von dem er sich jedoch wieder erholte. Nach Kriegsende begann Kreindl in Wien ein Studium der Germanistik und der Theaterwissenschaften und gehörte 1946 zu den Mitbegründern eines Studententheaters. 1948 brach er das Studium ab, da er unbedingt auf der Bühne stehen wollte, und nahm ein Engagement in Graz an. Weitere Stationen seiner Theaterkarriere wurden dann unter anderem das Burgtheater in Wien sowie die Theater in Bonn, Darmstadt, München, Berlin und Hamburg. Seit Mitte der 60er Jahre war Kreindl verstärkt für Film und Fernsehen tätig, wirkte in Hörspielen und Funklesungen mit. Seinen ersten Leinwandauftritt hatte der Schauspieler 1958 in dem Streifen "Zwei Bayern in Bonn", im Verlaufe der Jahre folgten Rollen in Filmen wie beispielsweise "Engel, die ihre Flügel verbrennen" (1970), "Die Formel" (1980), "So weit das Auge reicht" (1980), "Geld oder Leber!" (1986) oder "Bei mir liegen Sie richtig" (1990), doch der Schwerpunkt seiner Arbeit für den Film lag beim Fernsehen. Neben Auftritten in so beliebten Krimi-Serien wie "Die Fünfte Kolonne", "Der Kommissar", "Derrick", "Der Alte", "Sonderdezernat K1" oder "Tatort" sah man Kreindl unter anderem 1967 in dem Mehrteiler "Nobile – Sieben Wochen auf dem Eis" sowie als Göring in dem Zweiteiler "Der Reichstagsbrandprozess". 1972 übernahm er in dem historisch-dokumentarischen Mehrteiler "Die Rote Kapelle" unter der Regie von Franz Peter Wirth die Rolle des "Großen Chef" und Spion Léopold Trepper oder war 1974 als Dr. Ezra Jennings in "Der Monddiamant" zu sehen. Ungeheure Popularität erlangte Kreindl ab 1978 als Hauptkommissar Karl Göttmann in der TV-Serie "SOKO 5113", eine Rolle, die er 150 Folgen lang bis zu seinem Tod 1992 spielte. Werner Kreindl
verstarb am 6. Juni 1992 mit 64 Jahren im österreichischen
Wagrein an Herzversagen; er war zuletzt mit seiner Kollegin, der
Schauspielerin Diana Körner verheiratet. und zu Ihrer Internetseite ...
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Pfarrkirche "Zu den heiligen Engeln" in Giesing (1954) Pfarrkirche St. Helena in Giesing (1964) Haus Nr. 18 am Marienplatz Das im Zuge des Wiederaufbaus 1954 nach einem Entwurf des Architekten entstandene Geschäftshaus Marienplatz 18 ist gekennzeichnet durch eine Fülle von Materialien, Formen, bildlichen Darstellungen und dekorativen Motiven im Stil der 1950er Jahre.. Die Fassade ist mit Malereien des Künstlers Johannes Segieth verziert. Gedenkstätte für die Widerstandskämpfer Pfarr- und Klosterkirche St. Willibald - München-Pasing (1958) Pfarrkirche Hl. Josef in Feld am See - Österreich - Villach-Land (1960) Stadtpfarrkirche St. Peter in Passau (1963 - 1965)
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Annette Roeckl führt den 1839 gegründeten Handschuhladen ( Roeckl Handschuhe & Accessoires GmbH - Isartalstraße) in der sechsten Generation. Ihr jüngerer Bruder Stefan führt die Roeckl Sport-Handschuhe GmbH.
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Eynon
Marjorie geb. Piera
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Im
Jahre 1889 begann Edgar Hanfstaengl die "Villa Hanfstaengl" in
der Liebigstraße/Ecke Widenmayerstraße zu bauen, die um die
Jahrhundertwende bekannter und beliebter Treffpunkt der Münchner Gesellschaft war.
Mehr
über den Kunstverlag von |
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Ernst
Franz Sedgwick In der SZ vom 28./29.4.07 schreibt Christoph Schwennicke über "Putzis Aufstieg und Niedergang" . Er berichtet über die Episode eines Beinahetreffens zwischen Churchill und Hitler und charakterisiert Putzi Hanfstaengl. "Hanfstaengl war eine schillernde Figur. Schon zu Zeiten des Münchner Putschversuchs 1923 geriet er in die unmittelbare Nähe Hitlers; er hielt den kleinen Mann für rhetorisch äußerst begabt. Bei Hanfstaengl im Hause fand Hitler auf seiner Flucht ... Zuflucht ... [hier mehr . . .]. Putzi war fortan ein Privater Alleinunterhalter Hitlers, der ihn immer wieder zum Klavierspiel ermunterte, weil es wiederum ihn ermunterte. ... Hanfstaengl Hüne von Statur und Spross einer Münchner Kunstverleger-Familie, war ein weltläufiger Mann, parkettsicher, gefallsüchtig, eitel, belesen, offenbar auch charmant und mit Schlag bei den Frauen. Er stilisierte sich später als nazikritisch, und war doch einer der glühendsten Hitler-Verehrer in dessen frühen Jahren. ... Hanfstaengl
... hat irgendwann vor Ausbruch des Krieges eine innere Distanz zu dem
Mann aufgebaut, den er nicht aufhörte, Herrn Hitler zu nennen, als alle
nur noch vom Führer sprachen. bei Kriegsausbruch 1939 lebte er nach
einer Flucht über die Schweiz in London und diente von 1942 an seinem
Freund Roosevelt, den er aus seinen Studienzeiten in Harvard kannte -
erst im Pentagon, dann im Weißen Haus, spezialisierte er sich auf die
psychologische Kriegsführung gegen Hitler-Deutschland." |
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Literatur
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