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BOGENHAUSENER FRIEDHOF 

    DIE GRABSTÄTTEN IM NORDÖSTLICHEN TEIL

 

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BOGENHAUSENER FRIEDHOF

  Hier ein kleiner Rundgang über den Friedhof

  Ein hervorgehobenes Grab 

   Zur St. Georgs Kirche

         suche auf meinen Seiten www.theodor-frey.de         

     

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Für Hinweise, Berichtigungen,  Anregungen bin ich sehr dankbar.                                         KONTAKT  



URNENGRÄBER  

IN DER NORDÖSTLICHEN ECKE DES FRIEDHOFS

 


URNENGRÄBER   I                                          NORDÖSTLICHE ECKE

U1 U4 U7 U10 U13 U16 U19

Lohse

Eissfeldt

Peter
Markgraf

Lützkendorf

Karpf

Lefevre

Mürringer

U2 U5 U8 U11 U14 U17 U20

Breitbach
(Bild)

Karl
(Bild)

Goedecke

Schmidt-Pollex

Hartmann

Ueblacker

U3 U6 U9 U12 U15 U18 U21

Gerdts

Erb

Wagner

früher:Valenci

Windisch

Schlüssl

Schmidinger

Hauffe

 

 

 

 


  PEPS VALENCI
  




 
(1892 - ? )


 früher: Urnengrab Nr. U 9    


   

  


Peps Valenci , Tanzlehrer, Choreograph und Ballettmeister hat 60- bis 70.000 Münchnern und Münchnerinnen die Kunst des Tanzens beigebracht. Seine Tanzschule war wohl die renommierteste und zugleich die konservativste. Nach eigener Aussage will Valenci „Beatles, Gammler und Langhaarige nicht haben". — Dürfen die Mädchen Hosen tragen? — „Im Winter gestatte ich es."






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  LEO CHRISTIAN
  WAGNER
  



 
(1920  - 2009 )


  Urnengrab Nr.  U 9   


   

  

Aus seiner Arbeit: 

“Die mir von Ihnen zur Restaurierung übergebenen zwei Gemälde von A.v. Jawlensky, Öl auf Malpappe beidseitig bemalt wurden von mir gespalten und auf eine neue Pappe übertragen. Jawlensky verwendete als Malgrund schon immer die einfache Strohpappe, genauso wie Kandinsky und Gabriele Münter. Die Gemälde sind meines Erachtens aus der Murnauer Zeit um 1908 und sind in einem einwandfreien Zustand. Auf dem Bild “Tisch mit roter Decke und Krug“ befindet sich unten rechts die obere Hälfte der Signatur. Eventuell wurde das Bild vom Künstler selbst abgeschnitten. Die Rückseite dieses Bildes “Häuser“ ist unten rechts mit “A.J.“ monogrammiert. 

Hochachtungsvoll, Wagner, Leo.“

 

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  JOSEPH BREITBACH
  



 
(1903  - 1980 )


  Urnengrab Nr. U 4  

zum Bild des Urnengrabe
   


   

  

Geboren 20. September 1903 in Ehrenbreitstein/Koblenz
gestorben 9.Mai 1980 in München (seinem zweiten Wohnsitz seit 1961 neben Paris)

Joseph-Breitbach-Preis


"Joseph Breitbach liebte die Literatur - und kannte das Leben. Er stand der Kommunistischen Partei nahe und entfernte sich wieder von ihr, verließ Deutschland, nachdem die Nazis seine Schriften auf die Ehrenliste der verbotenen Bücher gesetzt hatten, gab 1937 in Paris seinen deutschen Pass zurück, schloss sich für die "Dauer des Krieges" der Fremdenlegion an und engagierte sich in der Rèsistance, wartete als Staatenloser bis 1945 auf seine Einbürgerung in Frankreich und führte danach, begünstigt durch ein beträchtliches Vermögen, die Existenz eines von Anpassungsdruck freien "homme de lettres".

Breitbach war ein literarischer Magnet. ..Er traf alle bedeutenden europäischen Autoren - und jeder kannte ihn. Politisch verhielt sich Breitbach oft inkorrekt - und hatte eine diebische Freude dabei. Er konnte mit Widerspruch, nicht aber mit Unlauterkeit leben. In der Regel hing er sein Mäntelchen gegen den Wind - auf die Gefahr sich hin, sich in den Stürmen der Zeit zu erkälten. Auf die Frage, welches Werk der Weltliteratur er selbst gerne geschrieben hätte, würde er, der als seine Lieblingsbeschäftigung "das Entlarven" nannte, wohl Molières Tartuffe gewählt haben.

Der "civis Rhenanomosellanus", wie er sich selbst nannte, war von einer Kultur fasziniert, in der Weinhändler Gesundheitsminister wurden, Kardinäle an den Konjunktiv glaubten, in politischen Kommuniquès, damit jeder sie sofort verstand, die Fabeln La Fontaines zitiert wurden, und ein großer Kenner Hölderlins, Pierre Bertaux, als sei es die selbstverständlichste Sache der Welt, Chef der Suretè werden konnte. In Breitbachs 1978 gesammelten Feuilletons kann man diese Faszination heute nacherleben.

Joseph Breibach war ein Mittler zwischen Erbfeinden, französischer Freund und deutscher Schriftsteller zugleich, Kerneuropa in einer Person."

Wolf Lepenies in der SZ zum 100. Geburtstag

 

Stationen u.a.: Lehre als Verlagskaufmann. Schriftsteller. Journalist. Zeitweise Mitglied in der KP. Lebt seit 1929 in Frankreich. 1933 Verbot seiner Bücher in Deutschland. 1937 gibt er seinen deutschen Pass ab. 1939 Internierung in Frankreich. Arbeitet für den französischen Geheimdienst und hat Verbindung zur . 1945 erhält er die französische Staatsbürgerschaft. Ab 1961 wieder Wohnsitz in Deutschland. 1963 ausgedehnte USA-Reise. 1966 finanziert er die Gründung  von  "Quinzaine Littéraire". 1980 Herzoperation in Paris. Die Vaduzer Breitbach-Stiftung vergibt seit 1998 die z.Z. höchstdotierte Auszeichnung für deutschsprachige Schriftsteller, den Joseph-Breitbach-Preis.

Arbeitsgebiete: Erzählung, Drama, Roman, Kritik

Auszeichnungen/Ehrungen/Preise (Auswahl): Bundesverdienstkreuz (1962). 
Prix Combat (1965). Grosses Bundesverdienstkreuz (1969). Goethe-Medaille (1975). Grosses Verdienstkreuz mit Stern der BRDeutschland (1979).
- Seit 1966 Mitglied in der Bayerischen Akademie.

November 1966

„Ohne Zweifel hat man niemals einen Schriftsteller gesehen, der sich so viel Mühe gegeben hat, andere Autoren bekannt zu machen.“ 

Joseph Breitbach lud an zwei Abenden jeweils drei Dutzend seiner Bekannten in das Münchner Volkstheater ein, weil er von dem Stück „Der starke Stamm“ von Marieluise Fleißer so begeistert war. Zuvor hatte er bereits allen Fleißers Buch „Avantgarde“ (1963) geschickt.


Quelle:
Joseph Breitbach und Ernst Robert Curtius.
Eine Momentaufnahme aus der Heidelberger Bibliotheks- und Geistesgeschichte von Achim Bonte

 

 

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Urnengräber II

U22 U25 U28

Christopher N. Taylor

(früher) +   Maria Nicklisch

Wilkens

Wagner

U23 U26 U29

Nusser

Gehauf
Kiesel

Knorr

U24 U27 U30

Schwarz

Orlamünder

Erwin und Mathilde Hielscher

 

 




  TAYLOR
  CHRISTOPHER N. 
  



 
(1941  - 2011)


  Urnengrab Nr. U 22     


   früher Maria Nicklisch

  

 

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  MARIA NICKLISCH
  



 
(1904  - 1995 )


  Urnengrab Nr. U 22     


   

  

*  26. Januar 1904 in Luckenwalde

†  20. November 1995 in München

Maria Nicklisch  kam 1935  zu den  Münchner Kammerspielen, denen sie von einigen Gastspielen abgesehen sechs Jahrzehnte lang treu blieb.

In dieser langen Zeit sah man die Künstlerin an den Kammerspielen in allen denkbaren Rollen von der jugendlichen Heldin bis zur alten Dame.

Maria Nicklisch war von 1930 bis 1940 mit Hans Schweikart verheiratet, der ebenso seine Ruhestätte auf diesem Friedhof fand.

Ihre Urnengrab ist "nur" mit einem Kreuz versehen.



"Sechzig Jahre an den Kammerspielen. Ein preußisches Mädchen aus Luckenwalde bei Potsdam bleibt auf dem Platz, an den es gestellt ist. Schnellen Schritts, von nichts abzulenken, immer unter einem gerade aufgesetzten rundkrempigen Hut, dessen Form sie ein für allemal als die genau richtige für sich erkannt hat, sah man sie unzählige Male auf der Maximiliansstraße in ihr Haus gehen und verhielt bewundernd den Schritt. . . . Immer war sie mit der Trambahn, später mit der U-Bahn gekommen. . . . Diese Mischung aus Handfestigkeit, Pünktlichkeit, Treue, Zuverlässigkeit auf der einen und dem irisierenden Zauber, dem Abheben, dem puren Wegschweben auf der anderen Seite . . . war der Boden, von dem aus sie ihre Faszination ausübte. Das gelang ihr vom ersten bis zum letzten Tag bei einem ihr zu Füßen liegenden Publikum."

Quelle: Die Münchner Kammerspiele - Hrsg. Sabine Dultz -  S. 208

 

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  FRANZ GEIGER
  


 
(1921 - 2011)

  
  


   Grab Nr. 121    


   Mehr über Franz Geiger



Drehbuchautor, Regisseur und Schauspieler

hier mehr auf seiner Internetseite . . .


Rob Houwer
(*1937), 
sein niederländischer Kollege verabschiedet sich

"Mach's gut und bis dann, lieber Franz
warst schon auf Erden immer mein Fixstern"



 

 

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  HENDEL
  ACKERMANN
  SÖLDNER
  


  


  
  


   Grab Nr. 122    


   Mehr über Franz Geiger

 

 

 

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  OLGA FREIFRAU
  VON BECHTOLSHEIM
  


 
(1885 - 1962)

  
  
HUGO FREIHERR
  VON BECHTOLSHEIM


 
(1884 - 1966)


   Grab Nr. 124    


 

 

 

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  ALFRED FORELL
  




 
(1881 - 1963 )


 Grab Nr. 123    


   

  



Dr. med Alfred Forell stammt wohl aus dem niederrheinischen Adelsgeschlecht, dass bis auf das Jahr um 1560 zurückgeführt werden kann.

Quelle: Nachfahrenliste Wilhelm von Forell


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  ELISABETH HENDRIOK


  


   Grab Nr. 126    


 

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  MICHAEL SCHREIBER
  


 
(1912 - 1994)

  
  
MARIANNE SCHREIBER


 
(1911 - 1996)


   Grab Nr. 127    


 

1952 gründete Dr. med. Michael Schreiber sen die Chirurgische Klinik in Bogenhausen. Die Einrichtung fand ihr erstes Zuhause in einer angemieteten Villa. 1968-1970 Erweiterung auf dem benachbarten Grundstücks

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  HANSJAKOB LILL
  


 
(1913 - 1967)

  
  
HELMA LILL


 
(1915 - 2004)


   Grab Nr. 135    


   Mehr über Hansjakob Lill  . . .

 

Werke von Hansjakob Lill:

Pfarrkirche "Zu den heiligen Engeln" in Giesing (1954) 

Pfarrkirche St. Helena in Giesing (1964) 

Haus Nr. 18 am Marienplatz

Das im Zuge des Wiederaufbaus 1954 nach einem Entwurf des Architekten entstandene Geschäftshaus Marienplatz 18 ist gekennzeichnet durch eine Fülle von Materialien, Formen, bildlichen Darstellungen und dekorativen Motiven im Stil der 1950er Jahre.. Die Fassade ist mit Malereien des Künstlers Johannes Segieth verziert. 

Gedenkstätte für die Widerstandskämpfer 

Pfarr- und Klosterkirche St. Willibald - München-Pasing (1958)

Pfarrkirche Hl. Josef in Feld am See - Österreich - Villach-Land (1960)

Stadtpfarrkirche St. Peter in Passau (1963 - 1965) 

 

 

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  HERMANN VOGEL

  
(1895 - 1974 )
  
  CAROLINE VOGEL

  
(1895 - 1978 )

  



 Grab Nr. 136    


   

  


Dr. Hermann Vogel
Professors für Tierzucht und Milchwirtschaft

 

Hans-Jochen Vogel anläßlich seines  85. Geburtstages ( 3. 2. 2011)
in einem Interview von Robert Arsenschek im Münchner Merkur  zu seiner Münchner Familie


" . . . die Vogels sind ja eine alte Münchner Familie, oder?


Das kann man wirklich sagen. Von meinen acht Urgroßeltern liegen sechs auf Münchner Friedhöfen begraben. Mein Großvater väterlicherseits wurde zwar in Rothenburg geboren, war aber später Veterinärmediziner und Mitbegründer der veterinärmedizinischen Fakultät in München. Mein Vater war geborener Münchner und später Professor für Tierzucht und Milchwirtschaft. Der Großvater mütterlicherseits ist in Prag geboren, weil sein Vater dort Professor war. Aber er kam mit elf oder zwölf Jahren nach München.

Wie wichtig war der Münchner Stammbaum im politischen Leben?


Er hat beim Wahlkampf 1959/60 in München eine gewisse Rolle gespielt. Die CSU hat damals flüstern lassen, ich sei ein 'Preiß' , geboren in Göttingen. Darauf habe ich mit meiner Ahnenprobe geantwortet und gesagt: 'Wenn a Pferd im Kuhstall auf'd Welt kommt, is trotzdem a Pferd.' "

Hans-Jochen Vogel zu seinen Eltern 
in einem Interview von Reuß in br-alpha 


"Wenn Sie erlauben, würde ich nun unseren Zuschauern gerne den Menschen Hans-Jochen Vogel näher bringen. 
Sie sind am 3. Februar 1926 in Göttingen geboren, Ihr  Vater war gebürtiger Münchner. Welches Verhältnis hatten Sie zu Ihren Eltern? Wie sind Sie erzogen worden?

Es war ein ausgesprochen bürgerliches Elternhaus: natürlich von der Art, wie man eben in einer Familie in den zwanziger und dreißiger Jahren dieses Jahrhunderts lebte. In der Familie herrschte ein gutes Klima, und meine Mutter hat unseren Weg in diesen ersten Jahren ganz besonders begleitet und geprägt. Ich sage "unseren Weg", weil ich dabei auch an meinen Bruder denke. Mein Vater befand sich in einer nicht ganz einfachen Lebenssituation, denn er hatte vor 1933 Sympathien für die NSDAP besessen und war auch schon im Jahr 1932 in die Partei eingetreten. Er hat dann aber schon ab 1934/35 die Nazis immer schärfer kritisiert. In seinen Äußerungen ab diesem Zeitpunkt kam dabei immer fast so etwas wie Haß zum Ausdruck, so daß ich ihn als Bub manchmal gefragt habe: "Vater, du wirst doch als Beamter von diesem Staat bezahlt. Wie kannst du denn da in einer solchen Art und Weise Kritik äußern?" Insgesamt aber erinnere ich mich gerne an diese Jugendjahre. Ich habe in Göttingen zunächst die Volksschule besucht und dann in Gießen das Gymnasium. In meiner Kindheit war ich auch Meßdiener. Nein, die Erinnerung an diese Zeit und an beide Eltern ist wirklich warm und herzlich.


Sie haben 1943 während der Kriegszeit das Abitur gemacht und wurden dann auch noch eingezogen. In Italien sind Sie verwundet worden und kamen dann in amerikanische Kriegsgefangenschaft. Hat Sie diese Kriegsgefangenschaft in irgendeiner Weise geprägt?

Das glaube ich nicht, denn dafür war sie zu kurz. Ich hatte großes Glück: Ich bin nur etwa ein Vierteljahr in Gefangenschaft gewesen und kam dann schon Mitte Juli mit den ersten Zügen, die wieder fuhren, über den Brenner nach Heufeld bei Bad Aibling. Dort gab es dann noch einmal acht Tage, die von den äußeren Bedingungen her außerordentlich unangenehm waren. Aber ich wurde dann schließlich doch zusammen mit einer größeren Gruppe entlassen. Ich konnte ein bißchen Englisch und habe daher während der Zeit aus der amerikanischen Armeezeitschrift "Stars and Stripes" Meldungen übersetzt, die dann an einem Schwarzen Brett angeheftet wurden. Außerdem muß ich korrekterweise sagen, daß die Lebensbedingungen in diesen Lagern erträglich bis gut waren. Wir hatten weder Hunger noch sonstwie unangenehme Bedingungen zu erleiden: Insofern war das für mich keine prägende Periode. Aber die Kriegsteilnahme als solche hat für mein späteres Leben doch immer wieder im Sinne des "Nie-Wieder" eine Orientierung bedeutet."



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  FERDINAND SCHREIBER
  

 
(1884 - 1964)

  
  EMMY SCHREIBER


   (1888 - 1975)


   FERDINAND SCHREIBER


   (1918 - 2000)     


   Grab Nr. 137    


 

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  KARL KREUSER
  



 
(1901 - 1982 )


  
ANNELIESE KREUSER



   (1907 - 1993)


   HERMANN JOSEF
  KREUSER




    (1933 - 1985)



 Grab Nr. 138    


   Siehe auch Informationen zum Jesuitenpater Karl Anton Kreuser
der aus dieser Familie stammt

     Das auf der Tafel sichtbare Jerusalemkreuz - hier mehr




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  MAX SPINDLER
  



 
(1894 - 1986 )


 Grab Nr. 139    


   Mehr über Max Spindler . . .

  

Lehrmeister und Betreuer einer ganzen Schar bayerischer Historiker

Auch eine Sichtweise auf Max Spindler (Rezension eines Studenten!)

Jeder, der sich mit bayerischer Geschichte beschäftigt kennt den "Spindler". Denn er ist das in dieser Form einzigartige und umfangreiche Werk zur bayerischen Geschichte überhaupt. Zahlreiche Wissenschaftler haben sich unter der Leitung und Herausgeberschaft von Max Spindler zusammengefunden, um die bayerische Geschichte ein für allemal niederzuschreiben und zu interpretieren. Dabei ist ein voluminöses Werk herausgekommen, das durchaus Achtung verdient.  Aber wie das bei der Geschichtswissenschaft so ist, die Geschichte ist interpretierbar. Und was die Reihe um Spindler beweisen wollte und - abhängig von den einzelnen Beiträgen auch getan hat - ist eine Apologie des jetzigen Bayern. Eine Verteidigung und Grundsteinlegung bayerischer Identität. Nun haben das alle Handbücher zur Landesgeschichten irgendwie so an sich, aber in Bayern ist man - wenn es um die bayerische Identität geht - empfindlicher als anderswo. Unter dem Strich bedeutet dies, daß hier eher die konservative Sicht der bayerischen Geschichte vorgeführt wird. In einem Exemplar dieses Werkes an der Uni Regensburg steht am Rande des Artikels zur Weimarer Zeit, dessen Autor Schwarz heißt - der Name ist Programm. Eine erheiternde Fußnote, die jedoch den Kern trifft. Nun gäbe es zwar einiges an Neuem nachzutragen, denn nicht erst seit einigen Jahren entdeckte man die Sozialgeschichte und definierte eine neue Form der Kulturgeschichte. Aber bereits zu Spindlers Zeiten ließ man diese Sachen gerne aus der Gesamtschau ausgeklammert. Nicht zuletzt war Spindler, Professor für bayerische Landesgeschichte an der ehrwürdigen Münchner Uni und von daher beauftragter Exeget der bayerischen Geschichte, im permanenten Dauerkrieg mit Karl Bosl, der andere Wege der Geschichtsschreibung beschritt. Aber zurück zum Buch, es ist ein Klassiker der Geschichtsschreibung und eine immense Fundgrube geschichtlichen Wissens, das es immer lohnt heranzuziehen, nur sollte man auch andere Bücher daneben legen.

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  EMIL PREETORIUS
  


 
(1883 - 1973 )

  
  LILLY PRETORIUS


  (1900 - 1997)


 Grab Nr. 145    



   Emil Preetorius und Ernst Ludwig Kirchner - Vergleich buchinllustration Uni Erfurt


Präsidenten der Bayerischen Akademie der Schönen Künste


   1948-1953  Dr. Wilhelm Hausenstein

  1953-1968 Prof. Dr. Emil Preetorius

  




  * 21.6.1883 Mainz      † 27.1.1973 München   
Graphiker, Illustrator, Bühnenausstatter, Buchkünstler, 
Gebrauchsgraphiker, Schriftsteller

  hier ein Portrait von Emil Preetorius . . .  



Nach Jura- und Philosophiestudium Studium an der Kunstgewerbeschule in München, doch weitgehend Autodidakt. Mitarbeiter der "Jugend" und des "Simplicissimus". 1909 mit Paul Renner Gründung der Schule für Illustration und Buchgewerbe. 1910 Leiter der Münchner Lehrwerkstätten. 1912 Mitglied des Deutschen Werkbundes. Mitglied der 1. Gruppe "Die Sechs". 1926 Lehrer für Illustration und Bühnenbild an der Akademie in München. 1927 Professor an der Kunstgewerbeschule in München. Viele Jahre hindurch Präsident der Bayerischen Akademie der Schönen Künste

 

"Es darf gesagt werden, dass es auch im jungen Deutschland eine Haltung gibt, die dem klassischen Gedanken zustrebt; man findet eine sympathische Repräsentation dieser Haltung im Werk der Süddeutschen: Max Unolds, des in München künstlerisch großgewordenen Richard Seewald, ... man findet ein diszipliniertes Beispiel dieser Haltung in der vorbildlichen typographischen und buchgewerblichen Leistung des Münchners Emil Preetorius. Süddeutschland: ein Tor nach Italien - dorthin, wo jüngere italienische Generationen, die Künstler der "Valori plastici", sich nach dem industriellen Furor des Futurismus der klassischen Einheit und ihres Landes wieder bewußt wurden. Der beste der modernen Italiener, Amadeo Modigliani, ist ein Maler von unbeirrter geschmacklicher Sicherheit auf dem Bode klassizistischer Grundgesinnung."

Wilhelm Hausenstein in "Kunstgeschichte"

 

Emil Preetorius , lange Jahre Präsident der Bayrischen Akademie der Schönen Künste und Präsident der Gesellschaft der Bibliophilen, Träger vieler Auszeichnungen und Ehrungen, war ein bekannter Bühnenbildner, Illustrator, Schriftkünstler und Buchgestalter. Seine Beiträge als Lehrer und Kunstschriftsteller wirken bis heute fort. Emil Preetorius war eine bedeutende Sammlerpersönlichkeit. Seine seit dem frühen 20. Jahrhundert zusammengetragene Sammlung asiatischer Kunst gilt auf ihrem Gebiet als eine der bedeutendsten deutschen Privatsammlungen. Sie repräsentiert ein halbes Jahrhundert engagierter Sammlertätigkeit und einen unbestechlichen, nur der Schönheit und künstlerischen Qualität verpflichteten Geschmack. Viele Gebiete asiatischer Kunst sind in der Sammlung Preetorius vertreten. Neben Masken des japanischen Theaters findet man chinesische und japanische Teekeramik, Grabgefäße der Han-Zeit, Textilien aus China und Japan, alte persische Keramik mit feinen Glasuren, chinesische Weinkannen aus Zinn, frühe chinesische Teppiche. Der Schwerpunkt der Sammlung liegt aber zweifellos auf der Bildkunst, der Malerei Chinas und Japans, tibetische Thankas, islamische Miniaturen aus Persien und Indien, Druckgraphik des fernen Ostens. 1963 übereigneten Emil und Lilly Preetorius einen großen Teil der Sammlung dem Freistaat Bayern. Sie wird seither im Staatlichen Museum für Völkerkunde in München verwahrt und bildet hier einen Höhepunkt der Sammlungen zur Kunst Asiens. Im Zusammenhang mit dieser Widmung der Sammlung an die Öffentlichkeit, die durch Ausstellungen und Publikationen umgesetzt wurde, steht die Errichtung der Stiftung Preetorius durch gemeinschaftliches Testament von Emil und Lilly Preetorius. Als Lilly Preetorius im September 1997 starb, hatte sie bis zuletzt die nicht in das Museum gegebenen Teile der Sammlung bewahrt und gepflegt. Im Juli 1998 wurde die Preetorius Stiftung gegründet. Ihr Zweck ist die Förderung von Wissenschaft und Kunst im Zusammenhang mit der Sammlung Preetorius. Zugänglichkeit und Wirksamkeit der Sammlung, ihre Ausstellung und wissenschaftliche Erschließung sollen gefördert werden. Ergänzungskäufe werden die Sammlung abrunden. Für diesen Zweck steht das beträchtliche Stiftungsvermögen ebenso zur Verfügung wie die von Emil Preetorius aufgebaute Fachbibliothek zur Kunst und Kultur Asiens. Der Kunstbesitz der Stiftung und die Bestände des Museums bilden die Sammlung Preetorius. Ausstellung, Publikationen, Stipendien, Symposien, Vortragsveranstaltungen zu Kunst und Kultur Asiens sollen der Sammlung Preetorius eine breite Resonanz und Wirkung verleihen.

Quelle: Preetorius Stiftung

Gestaltung Emil Preetorius (Otto Reichl Verlag 1949)

 






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   OTTMAR BÜHLER
  


 
(1884 - 1965 )


   MARIA BÜHLER
  


 
(1896 - 1990 )


  WINFRIED BÜHLER
  


 
(1929 - 2010 )


 Grab Nr. 147    

 


   Mehr zu Ottmar Bühler . . . 
   Mehr zu Winfried Bühler . . . 

  

OTTMAR BÜHLER

Studierte an den Universitäten Tübingen, München und Berlin Rechtswissenschaft. Von 1942 bis 1952 lehrte Bühler an der Universität Köln und nahm nach seiner Emeritierung einen Lehrauftrag an der Universität München wahr. Bühlers Forschungen waren dem deutschen und internationalen Steuerrecht sowie dem Wirtschaftsrecht gewidmet. Er gehörte zu den Gründern der International Fiscal Association, war Mitherausgeber der Zeitschrift »Steuer und Wirtschaft« und veröffentlichte u. a. ein Lehrbuch des Steuerrechts.

Quelle


WINFRIED BÜHLER 

Klassischer Philologe

Im Zentrum seiner Forschung standen die Griechische Mythologie und Parömiographie [Sprichwörterforschung].

 

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  ALFRED J. BRUNNMEIER
  




 
(1932 - 2009 )


 Grab Nr. 148 a    


   Bild des Grabes

  

 


Steuerberater und Wirtschaftsprüfer in Bogenhausen

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  HANS WIMMER
  




 
(1907 - 1992 )


 Grab Nr. 152    


  Mehr über Hans Wimmer 
auf meinen Seiten . . .

  


Inquietum est cor nostrum, donec requiescat in te

Unruhig ist unser Herz, bis es ruht in Dir

Augustinus, confessiones, I, 1


"Ich kenne nur wenige Künstler, bei denen Mensch und Werk 
so identisch sind. Wimmers Lebenswerk
 ist ein tief wurzelndes menschliches Bekenntnis. 
Er schafft aus der Überzeugung, 
daß die Plastik (gegenüber der Malerei) 
nach wie vor in besonderer Weise 
an die Darstellung des Menschen 
und der Kreatur gebunden ist 
und deshalb auch um ihre Würde 
Sorge zu tragen hat."


Professor Dr. Erich Steingräber



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Blick in den nördlichen Teil



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