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KLOSTER ETTAL
Kloster und Wallfahrtskirche St. Maria






Hat nicht meine Hand dies alles gemacht?










Bereits der ursprüngliche gotische Zentralbau, der auf Kupferstich von Matthäus Merian (1598 - 1650) gut zu erkennen ist,  zeigt einen zwölfeckigen Grundriss.  Das Zwölfeck, orientiert sich an der "heiligen" Zahl zwölf.  Hier dazu mehr in meiner Symphonie "Vom offenen Geheimnis". In der Mitte trug ein Mittelpfeiler das spätgotische Ringnetzgewölbe. 


Rechts ist der Glockenturm aus dem Jahr 1563 zu sehen, der ohne die Kuppelhaube auch heute noch (Satteldach) zu erkennen ist.  1710 begann die barocke Umgestaltung durch Enrico Zucalli. Dabei wurde der gotische Grundriss um den  Choranbau erweitert. (siehe  Grundriss)









Vom  gotische Bau sind noch die gotischen Fenster zu erkennen. Bemerkenswert ist, dass die Baumeister diese historische Reminizenz bewusst in die barocke Fassade integrierten.




"Aufgrund der österreichischen Administration Bayerns wurde Henrico Zucalli seiner Ämter enthoben, die nun sein Rivale G. A. Viscardi 1706 einnahm. Die Zeit der kaiserlichen Verwaltung verbrachte er bis 1714 im Benediktinerkloster  Ettal, für das er ab 1710 den Chor im italienischen Typus einer Breitellipse und die Fassade der Klosterkirche erneuerte sowie Pläne für die Kuppel entwarf. Max Emanuel erschien nach der Rückkehr aus dem Exil der italienische Stil Henrico Zucallis altmodisch; seit 1715 wurde dem Baumeister der in Paris ausgebildete Josef Effner vorgezogen."

Quelle:  BBKL






Gotisches Portal aus der ersten Bauperiode der Kirche 

Im Tympanon ist die Kreuzigung, flankiert von dem knienden Stifterpaar Kaiser Ludwig dem Bayern und seiner Gattin Margarete von Holland, dargestellt.








1744 brannte Kloster und Kirche ab. Den Wiederaufbau leitete Franz Schmuzer aus Wessobrunn. Er schloss die von Zucalli entworfene Kuppel, in die Johann Jakob Zeiller den Blick in den Himmel mit den Heiligen der Benediktiner öffnete. Martin Knoller (1786) gestaltete das spätbarocke Deckenbild im Chor, das die Aufnahme Marias in die heilige Dreifaltigkeit darstellt und auch das  Hochaltarbild mit der  Himmelfahrt Marias. Der Hochaltar wurde 1785 errichtet von Joseph Lindner, die vier Holzreliefs an den Wänden des Hochaltarraums stammen von Roman Anton Boos (1790).






"Mit dem Ettaler Gnadenbild hat es eine besondere Bewandtnis. Kaiser Ludwig IV. (der Bayer) bringt es 1328 von seinem Romzug - auf dem er wohl die Stiftung des 1330 gegründeten Ettaler Klosters gelobt - mit. »Diese "Kaisermadonna", die für das Mittelalter auch nach damaliger Vorstellung den gottgegebenen, kaiserlichen Machtanspruch versinnbildlicht, ist der Mittelpunkt Ettals von Anfang an.  Ludwig IV. ist noch heute auf dem gotischen Tympanon der inzwischen barocken Wallfahrtskirche zu sehen."

Quelle: ECKARD LEFÈVRE - Diana in Ettal -  S. 247




Johann Jakob Zeiller 

(1708 in Reutte - Tirol - 1783 ebenfalls in Reutte)

links oben seine Signatur

Hier mehr über ihn . . . 

 






Der Hochaltar

Vergleich des Entwurfes von Ignaz Günther (1772)

mit der heute bestehenden Ausführung von 1785, 

die sich sehr an seinen Entwurf anlehnte

 

Entwurfszeichnung von Ignaz Günther (1772)

Sie zeigt, das Günther durch Fenster hinter der Figurengruppe

den Raum zum angrenzenden Mönchschor weiten wollte.

Der architektonische Aufbau des Entwurfes von Günther

Hier mehr zu Ignaz Günther auf meinen Seiten . . .

Überlagerung der derzeitigen Gestalt  mit der Entwurfszeichnung von  Günther

Derzeitigen Gestalt

Der Entwurf hätte dem Altarraum wahrscheinlich eine beschwingtere, leichtere Atmosphäre gegeben.




 



Aus dem Prolog der  "Regula Benedicti"



Lausche, mein Sohn, den Lehren des Meisters, neige das Ohr deines Herzens, nimm willig hin die Mahnung deines liebreichen Vaters und erfüll' sie im Werke, damit du in der Mühsal des Gehorsams heimkehrest zu dem, den du in der Trägheit des Ungehorsams verlassen hattest.

Öffnen wir also unser Auge dem göttlichen Licht und vernehmen wir mit aufmerksamem Ohr, was Gottes Stimme täglich uns mahnend zuruft: "Heute, wenn ihr seine Stimme höret, verhärtet eure Herzen nicht", und wiederum: "Wer Ohren hat zu hören, der höre, was der Geist zu den Gemeinden spricht". Und was sagt er? "Kommet Kinder, höret mich, die Furcht des Herrn will ich euch lehren" . "Lauft, solang ihr das Licht des Lebens habt, damit die Finsternisse des Todes euch nicht überraschen" .

"Willst du wahres und ewiges Leben besitzen, dann bewahr vor Bösem deine Zunge und deine Lippen vor trugvoller Rede. Kehr dich ab vom Bösen und tu Gutes, trachte nach Frieden und jag ihm nach" . Und habt ihr also gehandelt, dann sind meine Augen über euch und meine Ohren eurem Flehen nah . Noch eh' ihr mich anruft, will ich zu euch sprechen: "Seht, hier bin ich" . Geliebteste Brüder, was gäbe es Lieblicheres für uns als diese Stimme, mit der uns der Herr einlädt? Seht, in seiner väterlichen Liebe zeigt uns der Herr den Weg des Lebens .

"Wer makellos wandelt und Gerechtigkeit übt, wer Wahrheit spricht in seinem Herzen, wer keinen Trug übt mit der Zunge, wer nicht Übles tut seinem Nächsten, wer nicht Schmähreden anhört wider den andern". Wer den bösen Feind, naht er mit einer Versuchung, mitsamt seiner Einflüsterung vom Angesicht seines Herzens stößt und zunichte macht , wer dessen Brut, die Gedanken packt und an Christus zerschmettert. In der Furcht des Herrn erheben sie sich nicht ob ihres guten Wandels; was an ihnen Gutes ist, schreiben sie vielmehr nicht ihrem eigenen Vermögen, sondern dem Herrn zu und preisen Gott, der in ihnen wirksam ist, indem sie mit dem Propheten sprechen: "Nicht uns, o Herr, nicht uns, sondern Deinem Namen gib die Ehre" .



Hier mehr über Benedikt von Nursia . . . 

Hier mehr über Papst Benedikt XVI. . . .

 











 
















Die Stuckdekoration, eine der besten der Zeit, ist ein Gemeinschaftswerk der Wessobrunner  Johann Georg Üblher und Franz Xaver Schmuzer (Sohn des Baumeisters. Von letzterem alleine der Stuck an der Orgelempore und den Oratorien."

Georg Dehio  - München und Oberbayern S. 270

Ein Werk von "unnachahmlicher Eleganz" (Herbert Schindler)

Klosterorgel, gebaut um 1753 von Joh. Georg Hörterich aus Dirlewang bei Mindelheim, das Gehäuse von Simon Gantner. 









Kanzel von J.B. Straub 
Der Schalldeckel zeigt den Erzengel Michael,
die Flachreliefs die Geburt Christi



 















Das Werden 
bringt zur Entfaltung,
was im Ruhenden immer war,
bringt das Grenzenlose auch zu uns,
entgrenzt auch uns.
Erst im Werden können 
die gestaltgewordenen 
Möglichkeiten des Seins,
in die sich entfaltende Einheit
aufgenommen werden.

 






Die Zwölf mit sich selbst vervielfältigt (144)

wird zum Symbol der Unendlichkeit,

zum Kristall, der im  Licht funkelt.

In ihm spiegeln sich

die unendlichen Möglichkeiten wider und

lassen Raum und Zeit verschwinden.

 

In ihm lässt sich die Gestalt der Fülle ahnen.

Keine Bewegung, die aus den Dualitäten geboren wurde,

kann dem funkelnden Geheimnis ein noch so Winziges

hinzufügen.

 
 Die Zeit wird regiert vom Tod.

Doch schon im Dasein kreuzen sich Tod und Leben,

Zeit und Ewigkeit, 

bis sich alles Kreuzen,

in der Gestalt nach und vor der Zeit,

in der Einheit des Kreises erschöpft und vollendet.














Darstellung der drei göttlichen Tugenden

Liebe (Flammendes Herz und Kinder) - Glaube (Kreuz und Kelch) - Hoffnung (Anker und Lilien)






Enthauptung der hl. Katharina (Martin Knoller 1763) 
mit den Figuren die hll. Agatha und Barbara von J. B. Straub
(1757 - 1762)








 








Der hl. Korbinian weist das bayerische Herzogspaar Grimoald und Piltrud zurecht (Zeiler 1761) mit dem hl. Ulrich und dem hl. Korbinian mit Altöttinger Madonna.

Der Hl. Korbinian ist der Schutzpatron von München und Freising.  Sein besonderes Attribut, der Bär, der der Legende nach dem Heiligen das Gepäck über die Alpen trug.

Herzog Grimoald und Korbinian gerieten in Streit über die Eheschließung des Herzogs mit Pilitrud, der Witwe seines Bruders Theodolt (Herzog in Regensburg).  Da dies nach damaligen Kirchenrecht untersagt war, verlangte Korbinian die Auflösung der Ehe. Als Herzogin Pilitrud daraufhin versuchte, Korbinian zu vergiften, floh der Heilige nach Kuens (bei Meran) und kehrte erst einige Jahre später wieder nach Freising zurück.

Quelle: Wikipedia

 











Das Altarbild zwischen den Aposteln Paulus und Matthias zeigt den ungläubigen Thomas mit dem Auferstandenen von Franz Georg Hermann (1762)








links:
Heilige Familie (Knoller 1794) mit den Figuren: Abraham und König David

rechts:
Tod des heiligen Benedikt mit den Figuren des hl. Magnus und des hl. Leonhard













Martyrium des hl. Sebastian von Knoller (1765) mit den Figuren der hll. Stephanus und Laurentius




















Benediktinerstätten in Deutschland und Österreich

Deutschland

St. Bonifaz

Andechs

Benediktbeuren

Scheyern

Schäftlarn

Ettal

Österreich

Göttweig

Admont

Seitenstetten

Kremsmünster

Lambach

Seckau

Melk




Dunkle Wolken über Ettal


Im Zusammenhang mit 2010 öffentlich bekannt gewordenen Missbrauchsfällen gerieten auch das Benediktinergymnasium und das Klosterinternat in den Blickpunkt der Öffentlichkeit.












 





hier mehr zu Pater Rupert Mayer . . .

hier mehr zum Widerstand . . . 


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Der heilige Benedikt wollte, dass die Menschen auf Erden
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