ERDING UND UMGEBUNG

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STADTANSICHTEN

 



 

 

 

 

 


 

 

 

 

 

 

SILHOUETTE VON MÜNCHEN VON FINSING BEI MARKT SCHWABEN AUS GESEHEN



PFARRKIRCHE ST. JOHANNES
 

Der Baubeginn erfolgte, anstelle einer alten Taufkirche, vermutlich bereits Ende des 14. Jahrhunderts. Die Vollendung des Chorraumes erfolgte zwischen 1410 und 1420. Nach Fertigstellung des Langhauses wurde das Gotteshaus 1464 geweiht.

Nach Schäden im Dreißigjährigen Krieg und durch den Stadtbrand von 1648 baute man die Kirche von 1668 bis 1689 im Barockstil um. Die gotischen Gewölberippen wurden durch Stuckornamente ersetzt. Die gotischen Altäre gingen bis auf einzelne Plastiken verloren.

Ein erneuter Umbau, diesmal im Stil der  Neugotik erfolgte von 1880 bis 1882, im Zeitalter es Historismus. Man entfernte den barocken Stuck und versah das Gewölbe mit gotischen Kreuzrippen. Die Altäre wurden ebenfalls neugotisiert, wobei einige der wertvollen Plastiken Verwendung fanden. 

Quelle: Wikipedia

 

 Hans Leinberger * um 1475/80, † nach 1530.

Leomberger wird erstmals 1510 als „maister Hanns pildschnitzer“ in Landshut erwähnt, wo er sich wohl schon einige Jahre zuvor niedergelassen hat. Er erhält zwischen 1516 und 1530 mehrmals Zahlungen vom Landshuter Hof Ludwigs X., die auf eine Tätigkeit für den Hof schließen lassen.

 . . .  Möglicherweise ist er mit jenem „Hannsen pildschnitzer von Lanndßhut“ identisch, der laut Stadtkammerrechnung 1535 in München das Bürgerrecht erwirbt. Im Mittelpunkt des für knapp drei Jahrzehnte zu überblickenden Schaffens von L. steht der am ursprünglichen Platz erhaltene Choraltar des Kastulusmünsters zu Moosburg (1514). Der wie eine riesige Monstranz wirkende Schrein ist mit bestechendem Sinn für Bildwirkung in den spätgotischen Chor hineinkomponiert.  

Eine letzte Steigerung des ekstatisch-spirituellen Ausdrucks bringen die beiden späten Kruzifixe im Kastulusmünster zu Moosburg und vor allem der Chorbogenkruzifixus in Erding. Über diese ganz persönlich geprägte Manier hinaus ist eine weitere Stilentwicklung, besonders in der Monumentalskulptur, schwerlich vorstellbar. 

 

Sprichwörter/Sprüche   Kapitel 30–31   Die Worte Agurs

 

1 Ich habe mich abgemüht, Gott, ich habe mich abgemüht und bin am Ende mit meiner Kunst!

2 Ich bin zu dumm, um als Mensch gelten zu können; mir fehlt der Verstand gewisser Leute.

3 Ich habe keine Weisheit erworben und weiß also nichts von dem heiligen Gott!

4 Wer ist je in den Himmel hinaufgestiegen und als Wissender von dort herabgekommen?

Wer hat je den Wind mit den Händen gepackt und das Wasser im Mantel eingebunden?

Wer hat die fernsten Grenzen der Erde bestimmt? Wie heißt dieser Mann?

TRIUMPFBOGEN-KRUZIFIX VON HANS LEINBERGER (1525)
Siehe auch seine Rosenkranzmadonna in St. Martin Landshut


Und wer ist sein Sohn? Sag es mir, du musst es doch wissen!


 

5 Alles, was Gott sagt, ist unzweifelhaft wahr. Wer in Gefahr ist und zu ihm flieht, findet bei ihm immer sicheren Schutz.

6 Füge zu seinen Worten nichts Eigenes hinzu, sonst weist er dich zurecht und überführt dich als Lügner!

7 Mein Gott, ich bitte dich nur um zwei Dinge; gib sie mir, solange ich lebe:

8 Bewahre mich davor, zu lügen, und lass mich weder arm noch reich sein! Gib mir nur, was ich zum Leben brauche!

9 Habe ich zu viel, so sage ich vielleicht: »Wozu brauche ich den HERRN?« Habe ich zu wenig, so fange ich vielleicht an zu stehlen und bringe deinen Namen in Verruf.

10 Schwärze keinen Diener bei seinem Herrn an, sonst verleumdet er dich und du ziehst den Kürzeren!

11 Es gibt Leute, die verfluchen ihren Vater und sagen kein gutes Wort über ihre Mutter.

12 Es gibt Leute, die behaupten, ein reines Gewissen zu haben, obwohl nichts von ihrem Schmutz abgewaschen ist.

13 Es gibt Leute, die denken Wunder wie hoch von sich und sehen auf alle anderen herab.

14 Es gibt Leute mit Zähnen, die scharf sind wie Schwerter und spitz wie Dolche. Damit fressen sie die Armen und Hilflosen im Land.

15 Manche Leute sind wie Blutegel: »Gib, gib!«, sagen sie und saugen andere aus.

Drei werden nie satt und das Vierte ist ganz unersättlich:

16 die Totenwelt; der Schoß einer Frau, die keine Kinder bekommt; die Erde, die immer nach Regen verlangt; und das Feuer, das niemals sagt: »Jetzt reicht's.«

17 Wer verächtlich auf seinen Vater herabsieht und seiner Mutter den schuldigen Gehorsam verweigert, dem werden die Raben die Augen aushacken und die Geier werden ihn fressen.

18 Drei Dinge kann ich nicht erklären und das vierte ist mir erst recht ein Geheimnis:

19 der Flug des Adlers am Himmel, das Gleiten der Schlange über eine Felsplatte, die Fahrt des Schiffes auf weglosem Meer und der unwiderstehliche Drang des Mannes zu einer Frau.

20 Die Ehebrecherin schläft mit einem Mann, wäscht sich und sagt: »Ich habe nichts Unrechtes getan« – gerade so, als hätte sie gegessen und sich den Mund abgewischt.

21 Drei Dinge stellen die Welt auf den Kopf, aber das vierte ist ganz unerträglich:

22 wenn ein Sklave König wird, wenn ein gewissenloser Mensch zu Reichtum kommt,

23 wenn eine unausstehliche Frau einen Mann findet und wenn eine Sklavin die Herrin von ihrem Platz verdrängt.

24 Vier Tiere sind zwar klein, aber an Weisheit fehlt es ihnen nicht:

25 die Ameisen – sie haben keine Macht, doch sie legen Vorräte für den ganzen Winter an;

26 die Klippdachse – sie sind nicht stark, doch sie schaffen sich sichere Wohnungen in den Ritzen der Felsen;

27 die Heuschrecken – sie haben keinen König und doch fliegen sie in geordneten Scharen;

 28 die Eidechsen – man kann sie mit der Hand fangen und doch dringen sie sogar in den Palast des Königs ein.

29 Drei haben einen stolzen Gang und der Vierte ist darin nicht zu übertreffen:

30 der Löwe, der König der Tiere, der vor niemand zurückweicht;

31 der stolzierende Hahn; der Ziegenbock; und der König, wenn er seine Krieger mustert.

32 Wenn dich die Lust ankommt, dich selbst zu loben, ob zu Recht oder zu Unrecht, dann halte dir lieber den Mund zu!

33 Schüttle die Milch und sie wird Butter. Schlage jemand auf die Nase und es fließt Blut. Ärgere andere Leute und du bekommst Streit.

 

 

ALTENERDING

 

 

 

Unsre  Hoffnung ist der Geist,
Der die Ketten zerreißt;
Unsre Hoffnung ist das Schwert,
Gen Tyrannen gekehrt!
Wie ging es denn hin, wie ging es denn her,
Wenn die Hoffnung nicht wär'!

Adolf Glaßbrenner (Auszug)

 

 

 

In der  Kindheit frühen Tagen
Hört' ich oft von Engeln sagen,
Die des Himmels hehre Wonne
Tauschen mit der Erdensonne,

Daß, wo bang' ein Herz in Sorgen
Schmachtet vor der Welt verborgen,
Daß, wo still es will verbluten,
Und vergehn in Tränenfluten,

Daß, wo brünstig sein Gebet
Einzig um  Erlösung fleht,
Da der Engel niederschwebt,
Und es sanft gen Himmel hebt.

Ja, es stieg auch mir ein Engel nieder,
Und auf leuchtendem Gefieder
Führt er, ferne jedem Schmerz,
Meinen Geist nun himmelwärts!

Mathilde Wesendonck

 

 

O nehmt es mir nicht übel,
Wenn über euch ich lache,
Weil ich einmal muß lachen!
Ich lach´, um nur zu lachen,
Selbst über mich nicht minder
Als über euch ich lache;
Und nehm´ es auch nicht übel,
Daß über mich ihr lachet,
Wenn ihr nicht seid im Stande,
Selbst über euch zu lachen.

Friedrich Rückert

 

 

 




 

 

 




 

 

 

 

 

 

 




NOTZING

Die Filialkirche St. Nikolaus Notzing birgt im Bereich des Turmes romanische Bauelemente, die bis ins 13. Jh. zurückreichen können. Das eingezogene Presbiterium ist wohl ein Bau aus der 2. Hälfte des 15. Jahrhunderts. Das Langhaus wurde mehrfach verändert und die Decke im 17. Jh. neu eingezogen.   Die barocken Seitenaltäre sind aus der Zeit um 1680. Der Hochaltar stammt aus einer etwas früheren Zeit Er ist ausgestattet mit dem Kirchenpatron, dem Hl. Nikolaus und als Nebenfiguren mit dem Hl. Ulrich mit dem Fisch und mit dem Hl. Wolfgang.

 

 

Die barocken Seitenaltäre
sind aus der Zeit um 1680.

 

AUFKIRCHEN

St. Johann Baptist, Aufkirchen

Die Pfarrkirche in Aufkirchen wurde von 1725 bis 1731 erbaut.