Eine Seite von Theodor Frey

 

 

 



































































































































 

 

 

 






























































































 

 

 

 

"Bei meiner Ausstellung im Färbertörle Donauwörth möchte ich eine besondere Art der Holzskulptur in den Mittelpunkt stellen. Es gibt nichts auf der Welt, das neben dem Wasser mit uns Menschen die gesamte Geschichte teilt. Das Holz verkörpert die Kraft des Wachstums und des organisch sich Entwickelnden. Im Wuchs des Holzes spiegeln sich die einwirkenden Kräfte des Standortes, des Windes, des Wassers und der Erde. Im Holz steckt Geist, Leben und dynamische Kraft.

Seit Jahren beheize ich mein Haus mit Brennholz. Es ist der nachwachsende Brennstoff. Das Holz vom Waldbauern ist für die Sägerei ungeeignet, es ist gesprungen, zersplittert, manchmal von der Braunfäule befallen. Die Stammteile sind oft verdreht, voller Äste und für die handwerkliche Verarbeitung ungeeignet. Aber gerade an solchen Holzteilen zeigt sich auf ganz besondere Weise die innere Struktur und Charakteristik des Holzes auf, mit dem dynamischen Formenwechsel bei den verschiedenen Holzarten. Da sind mit wenig Fantasie bereits Formen zu finden, die in ihrer Art ganz besonders auffallen. Natürlich ist auch die Qual zu ersehen, die dem Holz zugefügt wurde, die Spuren oft schwieriger Wachstumsbedingungen, auch von Holzschädlingen werden sichtbar und bilden oft ihren eigenen Reiz aus. Immer ist es ein Kräftespiel, das sich im Holz auch in seinen Jahresringen dokumentiert. Immer sind dabei Formen voll Bewegung und ästhetischem Strukturverlauf, der oft auch menschliche Züge aufweist, anzutreffen.

 

 

Ich kam ganz zwangsläufig auf die Idee, diese Charakteristika durch Farbfassung herauszuarbeiten um Sichtbares und Unsichtbares, Verborgenes, Magisches sichtbar zu machen oder spielerisch zu übersetzen in Gebilde mit neuer Aussage. Schnell gerät man dann in das Reich der Märchen und der Phantasie, mit den dort anzutreffenden Schutzgeistern, Dämonen oder einfach Schutzgeistern,  Symbolen und Metaphern des Unerklärlichen, fernab von logisch- rational Erklärtem und erhält so den Ausgangspunkt einer Gestaltung, die in den unbewussten Bereich des Erlebens reicht. Mein Vater hatte mir in den Kriegsjahren aus Mangel an echtem Spielzeug ein kleines Dorf aus bemalten Holzscheitern gemacht, das fest in der Erinnerung haften blieb und ein inniges Spielzeug war. Es war eine Zeit lang verschollen und als ich es wiederfand war meine ganze Kindheit wieder gegenwärtig. Ob das heutige Spielzeug von Fischertechnik ebenso emotional befrachtbar ist möchte ich bezweifeln. Die Prägungen sind jedenfalls andere. Für die Bearbeitung der Holzscheite bei meiner Arbeit hatte ich mir eine Regel auferlegt, nach der am gefundenen Holzstück nichts Wesentliches verändert werden durfte. Alles musste unverändert bleiben. Ich sehe so das Ganze auch als Spiel, wenn auch absolut ausdrucksstarke Kleinskulpturen entstanden sind, die auch verschiedentlich interessierte Besitzer gefunden haben und deren Alltag umgeben. Ein kleines Stück Sehen und Erkennen in unserer technisierten Welt, in der gerade Kinder wenig Anregung zur Phantasie haben."                      

Karl  Georg Rubner

 

 

 

 

 









 
       
       
 

 

 

 

 



 

 

Eine Seite von Theodor Frey über die ZEIT

 

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