EINE SEITE VON THEODOR FREY

BLUTENBURG

Schloßkapelle

ST. WOLFGANG - PIPPING

ST. GEORG - OBERMENZING

 








Die Anfänge des Schlosses reichen bis in die Zeit um 1200 zurück. Erstmals urkundlich erwähnt ist Schloss Blutenburg im Jahre 1432.

Unter Albrecht III. (1401 - 1460) entstand der Pfortenbau mit Wehrmauer und Torturm sowie das Ökonomiegebäude. In den Jahren 1432 bis 1435 hielt sich Albrecht III. sehr viel in Obermenzing auf.

"Albrecht galt als 'Liebhaber zarter Frauen'. . . . 1428 begegnete er in Augsburg Agnes Bernauer, einer Frau, die allen Quellen zufolge von außergewöhnlicher Schönheit gewesen sein muss. Wohl um 1431 / 1432 ging er mit der Bürgerstochter die Ehe ein, die in der herzoglichen Verwandtschaft, da nicht standesgemäß, auf tiefe Ablehnung stieß. Auf den 7. Januar 1433 ist eine Urkunde datiert, mit der der Pfarrer zu Aubing und die Kirchpröpste der Ulrichskirche zu Laim der Bernauerin aus dem Besitz dieser Kirche einen halben Hof und eine Hofstatt zu Untermenzing verkauften. Es liegt die Vermutung nahe, dass es sich hierbei um ein verdecktes Geschenk von Albrecht handelte, der seine Geliebte hierdurch so nahe wie möglich in München bzw. bei seinem Jagdsitz, Schloss Blutenburg, wusste. Später ließ Albrecht seine Frau nach Straubing nachkommen, wo er seit Ende 1433 regierte."

Das Idyll von Menzing und Straubing fand sein Ende am 12. Oktober 1435. Albrechts Vater, Herzog Ernst, ließ Agnes Bernauer in Straubing verhaften, vor Gericht stellen und schließlich von der Donaubrücke in den Tod stürzen. Der Münchner Stadtschreiber stellte fest, „daß man die Bernawerin gen hymel gefertigt hett“. 

"Lola Montez verbrachte am 12. Februar 1848 die Nacht vor ihrer Abschiebung über die Grenze Bayerns in Schloss Blutenburg . Die Tänzerin hatte dem alternden Monarchen Ludwig I vollkommen den Kopf verdreht und für erhebliche Unruhen in der Bevölkerung gesorgt. Maria Dolores Gilbert alias Lola Montez alias Gräfin Landsfeld, 1818 in Limerick geboren, starb völlig verarmt 1861 in New York."

QUELLE: Informationsplattform Blutenburg


 

 

"Auf den Erbauer der Schlosskapelle gibt es leider keine direkten Hinweise. . . . Mit der Fertigstellung der Glasfenster 1497 war vermutlich die Ausgestaltung der Schlosskapelle Blutenburg abgeschlossen. Seither hat sie sich - bis auf einen neuen Dachreiter in der Barockzeit - kaum mehr verändert. . . . Das Portal ist mit einem mehrfach gestuften Giebel überbaut, der mit Maßwerkmalerei und Wappen verziert ist und in seinem zentralen Feld eine Darstellung des Gnadenstuhls (ähnlich dem Mittelbild des Hauptaltares) enthält. Unterhalb der Dachtraufe verläuft außerdem ein farbiger Wappenfries. "

QUELLE: Informationsplattform Blutenburg


 

 




 

"Herzog Sigismund, zweitältester Sohn Albrechts, ließ in den Jahren 1488 bis 1497 die weithin bekannte Schlosskapelle errichten, ein Gesamtkunstwerk der Spätgotik in höchster Qualität, welches auch heute noch in einer Reinheit erhalten ist.  . . . Sigismund wurde im Jahre 1467 aus der Mitregentschaft hinaus gedrängt und verbrachte auf Schloss Blutenburg ein zurückgezogenes Leben."

QUELLE: Informationsplattform Blutenburg

 

1929 veröffentlichte Wilhelm Hausenstein
den Aufsatz "Blutenburg oder die vier Evangelisten.
Hier zum Text . . .

 

 

 


 

 

 





 

 




 

 




 

 


























 
















 



 

 

 

 

 

 


Wappenfries

       
       

 

 

 

 






Von St. Wolfgang (Pipping)
über Schloß Nymphenburg
nach St. Sylvester (Schwabing)

„Bei der Anlage des Kanal- und Alleensystems und damit schon bei der Ausrichtung des 1664 von Agostino Barelli begonnenen Kernbaus, des heutigen Mittelpavillons, waren es übrigens zwei sakrale Landmarken, die die Lage der Hauptachse bestimmten: im Westen der Kirchturm der Wolfgangskirche in Pipping, im Osten die Turmspitze von St. Silvester in Schwabing. Damals waren diese Türme wohl über das stadtnahe freie und weitgehend unbebaute Umland der kurfürstlichen Residenzstadt unmittelbar sichtbar - ein Eindruck, den man sich wegen der heute dichten Bebauung des vollständig verstädterten Bereichs kaum mehr vorstellen kann und der für uns nur noch an den Katasterplänen nachvollziehbar ist.“

Harald Grieß in: Denkmalpflege Information Nr. 151, März 2012; Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege

 























































































































































































 

 

 


Arma-Christi-Kreuz, auch Waffen-Christi-Kreuz oder Passionskreuz















 






 

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