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"Das
Sein . . . zeigt sich sofort als Nichts, sobald es Sein sein will. Das
Sein 'verschwindet' . . . im Nichts, und das Nichts verschwindet
seinerseits wieder im Sein, sobald man versucht, es als Nichts
begrifflich zu fixieren. . . . Die Wahrheit von Sein und Nichts, 'ist
also diese Bewegung des unmittelbaren Verschwindens des einen in dem
anderen: das Werden; eine Bewegung, worin beide unterschieden sind, aber
durch einen Unterschied, der sich ebenso unmittelbar aufgelöst hat.'
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. . Dem Verschwinden von Sein in Nichts folgt das Übergehen von Nichts
in Sein. . . . Die Schwierigkeit, dies sprachlich darzustellen,
läßt Hegel auch von einer 'Unruhe zugleich Unverträglicher [. . .]
als eine Bewegung sprechen.
Sucht man nach Vorbildern dieser
Bewegungsformen . . . dann verweist Hegel auch ohne Zögern auf den
'tiefsinnigen Heraklit'. Mit ihm könnte man sagen: 'Das Sein ist
sowenig als das Nichts, oder auch: Alles fließt, das heißt: Alles ist
Werden'. . . .
Dialektik
. . . nennen wir die höhere vernünftige Bewegung. Sie soll sich
dadurch auszeichnen, daß die Begriffe 'durch das, was sie sind,
ineinander übergehen'. .
. . Die dialektische Natur muß den
Begriffen Sein und Nichts 'immanent' sein. Durch sie muß sich 'ihre
Einheit, das Werden, als ihre Wahrheit zeigen'."
Aus:
Martin Gessmann, Hegel, Herder / Spektrum S. 95 ff.
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