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Die Acht

Sechseck mit geteiltem Kreis

Entzweiung

Fluch - Segen

Alle Farben mit Schwarz

Hassen - Lieben

Was ist sinnvoll?

Vernichtung - Versöhnung

Angst vor dem Schuldigsein

Gut - Bös

Tod

Die Vergottung des Menschen

 

 


Entzweiung

  

 

Die Acht

 

 

 

In das heilende Licht

der pulsierenden Hoffnung

schleicht sich das Schwarz

des Zweifels.

Liebe - Gott,

zwei mißbrauchte Begriffe,

verschmutzt

im Dunkel der Zeiten.

 

 

Schwarz verdreckt Rot.

Tod ist allem Tun,

aber auch allem untätigen Geschehenlassen,

eingefleischt.

Schwarz zerstört Gelb.

Gedanken

werden zerfressen

von Haß und Neid.

 

 

  Schwarz verdunkelt Blau.

Haßerfülltes Wollen

schleicht aus dem Gefängnis

der Empfindungen.

Das verlorene Geheimnis

wird durch monströse Prothesen

ersetzt,

wird vergewaltigt

und verraten.

 

 

Ist der gute,

der rettende Gott

selber noch zu retten ?

Regiert uns Liebe oder Haß ?

Ist das Böse,

das Grauen,

der Wahn-Sinn

nur dem Menschen

anzulasten ?

 

 

Oder

kommen wir doch

aus den Händen

böser Mächte,

verflucht uns Gott ?

 

 

  Bilden wir Gott

nach unserem Sein?

Wird er durch uns

zu einem unheilvollen,

übergroßen Du,

zu unserem

übermächtigen

oder machtlosen

Spiegelbild,

Angst schaffend

durch seine strafende Macht,

verlacht und verspottet

 in seiner sinnloser Ohnmacht.

 

Es ist dieser

von uns gemachter Gott,

der Gott unserer Kurzsichtigkeit,

der zu allem

mißbraucht werden kann.

Dieser von uns Geschaffene

läßt alles zu.

Dieser Gott

wird zu allem benutzt,

zur Vergottung

des Nutzens

und der Lust.

 

 

Dieser Gott

lähmt,

er tötet.

Angst und Ignoranz

sind seine Wirkungen,

die Dualität, die Trennung

sein Ursprung.

 

  

Ist Gott tot ?

Und wer ist schuld

an seinem Tod ?

 

Wir, die wir

aus unserer Unmündigkeit

nur nach uns selber rufen,

nur uns selber träumen,

nur uns selber schaffen ?

 

 

Wir, die wir

in unserer Beschränktheit

einen winzigen Teil

für das Ganze und Wichtigste

halten ?

Wir, die wir

die Suche abbrechen,

bevor das Licht

die Nacht

erhellen kann ?

 

 

Wer tötet?

Ist es unser in Freiheit

verirrter Wahn ?

 

 

Aber unser Schreien,

nach dem Warum

des unschuldigen Leidens,

im Atem

der schuldbeladenen Zeit,

es verhallt ungehört

im Schwarz des Nichts.

 

 

 

 


Du,

Bild

des offenen Geheimnisses,

wir klagen an:

Wo warst Du,

Gott allmächtiger,

Du Gott der Liebe,

in

in

in

in

in

in

.

.

.

.

.

.

.

Auschwitz

in

in

in

.

.

.

.

.

 

 


Wolltest

oder  willst du nicht eingreifen,

oder kannst du es nicht ?

Sind wir ohne Hoffnung,

von dir losgelöst,

gekettet an uns selber ?

 

 

Es ist doch dein Werden,

dem dies alles geschieht.

 

 

Du läßt doch dein Sein werden

auch durch unsere Taten

und Untaten,

durch deine Gestaltwerdung

in den uns

eröffneten Möglichkeiten.

Wir werden doch

 in unserem Leiden

mit dir zu einer Gestalt.

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Die Zahl 8 - Zahl der "Gerechtigkeit" bei den Pythagoreer

Es ist die erste Zahl, die "gerecht" in zwei gleichermaßen unterzuteilende Hälften geteilt werden kann

8:2=4     4:2=2