EINE SEITE VON THEODOR FREY

 

ST. SYLVESTER

IN MÜNCHEN - SCHWABING

 

 

 
 

DIE KIRCHE UNSERER HOCHZEIT AM 10.10.1973

Wohl schon im frühen Mittelalter stand am erhöhten Isarufer der erste Kirchenbau.
Aus der Zeit um 1200 stammt heute noch der massive untere Teil des Turms (bis in etwa 12 m Höhe).
Um 1300 erfolgte eine Erweiterung der romanischen Kirche in gotischem Stil.
Die Barockisierung brachte 1654-64 eine Erhöhung, Neuwölbung, Stuckierung des Kirchenraums
und die Errichtung neuer Altäre mit sich.

Die Seitenfiguren (vom Wessobrunner Matthias Schütz, wohl 1673) stellen den Hl. Sylvester (links)
und den Münchener Stadtpatron, den Hl. Benno dar. Die Gemälde der Seitenaltäre (1663/68)
zeigen (rechts) den Hl. Sylvester als Fürbitter über der Silhouette Schwabings und Münchens sowie (links) die Erlösung der Armen Seelen aus dem Fegefeuer durch das Messopfer.

Armenseelenaltar

Ein wichtiges Beispiel eines Armenseelenaltars stellt das von Johann Michael Toberias 1668 ausgeführte Werk dar. 


Um 1770 kamen mehrere bedeutende Werke des großen Rokoko-Bildhauers Ignaz Günther
und seiner Werkstatt in die Kirche: Eine Verkündigungsgruppe (an der linken Chorwand),
die Figur des Apostels Judas Thaddäus (linke Langhauswand) und (heute an der Südwand der neuen Kirche) silbern gefasste Büsten der Heiligen Benedikt und Barbara.

Aus der 1898 abgebrochenen Schwabinger „Leprosenkirche“ St. Nikolaus sind zwei schöne Statuen
der Heiligen Nikolaus und Elisabeth von Konstantin Pader (1647) in die alte Ursula-Kirche gekommen.

Nach Plänen des Architekten Hermann Buchert entstand 1925/1926 an der Nordseite der alten Kirche

 

 

Eine Urkunde von 1429 benennt "sand Urschel und ihre Gesellschaft", die Heilige der Schiffer, als Hauptpatronin. An der nahegelegenen Isar fanden die Schwabinger als Flößer und Fischer ihre Lebensgrundlagen. Caspar Amort  (1612 in Jachenau - 1675 in München - Hofmaler des Kurfürsten Ferdinand Maria) malte das Hauptaltarbild in Stil der Münchner Spätrenaissance.  Die Pfeile weisen auf Ursulas Martyrium durch die Hunnen hin. Krone und das kostbare barocke Gewand  weisen auf ihre königliche Herkunft hin. 

 


 



 Das einzige "Heilige Grab" im Jugendstil



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