Blick vom Frauenberg nach Admont

STIFT ADMONT     STIFTSBIBLIOTHEK

FRAUENBERG 

EINE SEITE VON THEODOR FREY

"Die Werke der Vergangenheit sind nur 
in dem Maße vorhanden und mächtig, 
als dass sie uns überschatten, uns erleuchten, 
und statt eine Last zu sein, uns beflügeln". 
(Philippe Jaccottet)




Die Kirche in Admont ist dem hl. Blasius geweiht. Sie wurde nach dem großen Klosterbrand 1865 in den Jahren 1866-1869 vom Architekten Wilhelm Bücher, zum Teil auf den romanischen und gotischen Fundamenten, neu errichtet und 1869 geweiht. Dem Regensburger Dom nachempfunden, ist das Admonter Münster der erste neugotische Sakralbau Österreichs. 

Die romanischen Seitenportale stammen aus dem 12. Jahrhundert.

 

Dem Regensburger Dom nachempfunden, ist das Admonter Münster der erste neugotische Sakralbau Österreichs. Das Bauwerk – ein basilikales Langhaus mit einschiffigem Chor und westlicher Portalvorhalle zwischen zwei kräftigen, knapp 76 m hohen Türmen – erzielt in seinen mächtigen Dimensionen eine großartige Raumwirkung und hat eine reiche künstlerische Ausstattung aufzuweisen, darunter auch Stücke des früheren Inventars, die beim Brand 1865 verschont blieben.

 

Eine Kopie der Admonter Madonna von ca. 1310 
steht im Chorbogen neben dem Kreuzaltar.






DIE BIBLIOTHEK MIT BILDERN VON HERBERT GRINNINGER

Die im Jahr 1776 fertig gestellte Stiftsbibliothek wurde in der Vergangenheit als „Achtes Weltwunder“ bezeichnet. Mit 70 m Länge, 14 m Breite und rund 13 m Höhe ist es der weltweit größte klösterliche Büchersaal. Er umfasst ca. 70.000, der gesamte Bücherbestand des Stiftes 200.000 Bände. Der Architekt Josef Hueber entwarf eine geniale Dreigliederung des Raumes, von sieben Kuppeln überwölbt. 48 Fenster sorgen in Verbindung mit den weiß-goldenen Bücherschränken für eine besondere Helligkeit. Dieses Konzept stand im Zeichen der Aufklärung: Licht wurde mit Erkenntnis gleichgesetzt und sollte die Klosterbibliothek durchströmen.

Die Deckenfresken von Bartolomeo Altomonte (1694–1783) zeigen die verschiedenen Stufen der menschlichen Erkenntnis bis zur göttlichen Offenbarung in der Mittelkuppel. Darunter stehen in den Regalen Ausgaben der Bibel und der Kirchenväter; im nördlichen Saalteil befindet sich die theologische Literatur, im südlichen Trakt sind Bücher der profanen Wissenschaften aufgestellt. Der Skulpturenschmuck stammt vom Bildhauer Josef Stammel. Die „Vier letzten Dinge“ im Mittelraum stehen als ein Höhepunkt seines Werkes im Kontrast zum aufklärerischen Konzept des Architekten und des Malers. Jahre früher entstanden, sind diese Schnitzwerke noch unbeeinflusst vom Gedankengut der Aufklärung.

Quelle: Wikipedia

 




DAS GERICHT

Die Figur steht auf einer gekippten Grabplatte, in die ein Totenkopf, eine zerbrochene Kerze und die Signatur des Bildhauers Stammel eingraviert ist. Neben dem rechten Fuss hockt ein kleiner Teufel, der vom Buch des Lebens mit den darin aufgezeichneten guten und bösen Taten niedergedrückt wird. Nach oben  weist ein Putto auf die zu erwartete Erlösung.

 

DIE HÖLLE

Die Figur zeigt die verdammte Seele, die auf dem Rücken der bocksköpfigen Teufelsfigur, einem tierischer Faun mit vertrockneten Brüsten und Fledermausflügeln, in die Hölle fährt. 

 


Das Tier ist ausgestattet mit den Symbolen der tödlichen Sünden (Geiz, Hochmut, Eitelkeit, Völlerei).An der Seite des Verdammten nagt ein Wurm, das schlechte Gewissen. Der Schlangenring zeigt  Ewigkeit und Wiederkehr an, den Kreislauf der sich erneuernden Zeit.

 

DER HIMMEL

Die wird getragen von von Engeln. Zu ihren Füßen liegt der Schlangenring. Über dem Haupt ist das Auge des dreieinigen Gottes angebracht. In der rechten hält sie ein Flammenherz. 

 










 

 

Josef Stammel, Zwergpage Oswald Eyberger, 
zwischen 1745-1752

 

 

 

 

 

IM STIFTSGARTEN



 

ZUM SEITENANFANG

 





Die Barockkirche Frauenberg liegt prachtvoll auf einem Hügel im Ennstal.

Seit 1180 im Besitz des Stiftes Admont. "Im Jahr 1402 soll ein Hochwasser eine Marienstatue am Fuße des Kulm angeschwemmt haben. Die Statue soll zunächst nach Admont gebracht worden sein; auf wunderbare Weise verschwand sie jedoch von dort und wurde auf dem Gipfel des Kulm wiedergefunden. Dieser Vorgang wiederholte sich dreimal; schließlich ließ Abt Hartnid Gleusser (Amtszeit 1391–1411) dort eine Kapelle und 1410 eine erste Steinkirche errichten.  . . . . Die erste Kirchweihe ist für den 7. November 1423 belegt.

"Die Wiederbelebung der Wallfahrtskirche Frauenberg in der Gegenreformation ging mit umfassenden Baumaßnahmen einher. So wurden ein neuer Hochaltar(1648) von Christoph Paumgartner (heute das Gehäuse des Hochaltars) und ein Pfarrhaus errichtet (die Fenster des Baues von 1640 sind im Wallfahrtsladen freigelegt worden); . . . Am 2. Juli 1687 erfolgte eine Weihe des umgestalteten Kirchengebäudes.  . . . Stiftsbildhauer Josef Stammel schuf 1740 einen neuen Gnadenaltar. Als größte Blütezeit des Wallfahrtsorts gilt das 18. Jahrhundert; bis zu 60.000 Pilger im Jahr wurden gezählt.

Im Josephinismus wurde die Wallfahrtskirche nicht, wie viele andere, geschlossen, da sie auch als Pfarrkirche diente. 1865 diente das Pfarrhaus vorübergehend als Wohnort des gesamten Admonter Konvents, da das Stift bei einer Feuerkatastrophe fast vollständig ausgebrannt war.

Nach Art einer Basilika ist der Kirchenraum ein Saal mit vier Seitenkapellen. Den Innenraum der Kirche entwarf um 1683 Carlo Antonio Carlone. Er lehnte seinen Entwurf eng an die Klosterkirchen an, die sein Vater Pietro Francesco Carlone für das Stift Garsten und das Stift Schlierbach gestaltete.

Der überreiche Stuck der Tonnengewölbe stammt von Giovanni Battista Carlone. Antonio Maderna schuf die Fresken, die die freien Felder des Gewölbes ausfüllen; sie stellen Stationen des Marienlebens dar. An den Wänden des Chors und dessen Decke finden sich Fresken von Johann Lederwasch (1794). Die Ausstattung mit Altären, Kanzel und Beichtstühlen ist weitgehend frühbarock. Martin Neuberg, Stiftstischler von 1671–1714, schuf den dreigeschossigen Hauptaltar. Die Schnitzfiguren sind Werke von Josef Stammel. Zusätzlich gibt es den Kreuzaltar (bis 1786 Gnadenaltar) mit einem Kreuzigungsbild von Johann Lederwasch, einen Benediktusaltar, einen Josefsaltar und einen Antoniusaltar mit Altarbildern von Frans de Neve.

Die so genannte „Große Madonna“ stammt aus der Zeit um 1410 und wurde im 19. Jh. neu bemalt. Sie ist die älteste Skulptur der Wallfahrtskirche. Die als Gnadenbild verehrte Marienstatue, die „Frauenberger Schutzmantelmadonna“ (um 1420/30), befindet sich im Landesmuseum Joanneum in Graz; in der Wallfahrtskirche ist eine Kopie aufgestellt.

Von Michael Zürn d. J. stammen Figuren der Hll. Rosalia und Cäcilia, 
deren dynamische, kontrastreiche Gestaltung auf das Rokoko vorausweist.

 

Bei der Kirche befindet sich ein Kalvarienberg aus der Zeit von 1826–29. Die Figuren stammen teilweise aus der Werkstatt Josef Stammels und sind um 1736 entstanden. Das Kruzifix, das den gemauerten Rundbau überragt, gehört zu Stammels italienisch geprägtem Frühwerk."

Quelle: WIKIPEDIA (Auszüge)

 

 

Kirche und Pfarrhof wirken nach außen wie ein einziger langgestreckter Baukörper. Im Osten schließt die Kirche mit zwei Zwiebeltürmen ab; die auffällige Wandgliederung ist mit Schlacke inkrustiert.

 

 

 

 

 

 

 

 

ZUM SEITENANFANG



STEIERMARK  

ADMONT

FRAUENBERG

SECKAU

WEINGUT MAITZ

EHRENHAUSEN

DEUTSCHLANDSBERG

STAINZ

JAGAWIRT

KITZECK

SEGGAU

STRAßENGEL

STIFT REIN

GRAZ/STADT

GRAZ/KUNSTHAUS

GRAZ/KIRCHEN

MARIA TROST

WEINWEG

HORIZONTE

FLANIEREN IN GRAZ

EINE SEITE VON THEODOR FREY