ZWEI TAGE ZWISCHEN TRAUN UND YBBS - 12./13.10.2009                      Zu den Einzelheiten Orte auf der Karte Anklicken!   

 

"Linzer Pestsäule, Kubins 'Arche' in Zwickledt, Stelzhamers Muaderstüberl in Piensenham, Stifters Sterbehaus an der Donaulände, Billingers Rauhnachtszauber, Brucknerorgel in St. Florian, Apfelbaumwald in Ansfelden, Schnitzaltar in Kefermarkt, Vierseithöfe, Naglwitzbirnen, Germknödel, Bauerngeselchtes, Geigenlandler, Stift Kremsmünster - woher kommt es, daß die Quintessenz Oberösterreichs einem Bayern so nahe geht, einem Altbayern zumal? Kommt es daher, daß inmitten Oberösterreichs, diese terra benedicta und Benedictina, die Mutterkirche der Bayern stand, die Sankt-Laurentius-Basilika, die erste Hauptstadt der Bayern sogar, wie die Ausgrabungen in Lorch-Lauriacum bewiesen? Sicher liegt es an dem ein bisserl, und es liegt vor allem daran, daß es tassilonisches Land ist, altes tassilonisches Bayern."

Wolfgang Johannes Bekh 

 

Die Stadtsilhouette in der Wallseerkapelle (oben) und in St.  Laurenz (unten).



Im 16. Jahrhundert wurde Enns prostestantisch , 1532 standen die Türken vor Enns. Der
Stadtturm wurde 1564 bis 1568 unter Kaiser Ferdinand I.  und seinem Sohn Maximilian II. auf Wunsch der Ennser Bürger als Glocken, Wach- und Uhrturm gebaut.

Im September 2006 besuchte ich erstmals auf meinem Fußmarsch nach Wien, von St. Florian herkommend, Enns.

Stadtpfarrkirche St. Marien

um 1270, ehemalige Minoritenkirche des Ennser Franziskanerklosters

um 1340 Wallseerkapelle eines der kunsthistorisch bedeutendsten Bauwerke der Gotik in Oberösterreich

 

 Die gotische "Wallseer-Madonna" (um 1300)



Wenn ins Land die Wetter hängen

Und der Mensch erschrocken steht,

Wendet, wie mit Glockenklängen

Die Gewitter dein Gebet,

Und wo aus den grauen Wogen

Weinend auftaucht das Gefild,

Segnest du's vom Regenbogen -

Mutter, ach wie bist du mild!

 

Wenn's einst dunkelt auf den Gipfeln

Und der kühle Abend sacht

Niederrauschet in den Wipfeln:

O Maria, heil'ge Nacht!

Laß mich nimmer wie die andern,

Decke zu der letzten Ruh

Mütterlich den müden Wandrer

Mit dem Sternenmantel zu.

Joseph von Eichendorff






Das Bistum Passau war eine Diözese, die Bayern und Österreich miteinander verklammerte und so das ganze Donautal beherrschte, an Volkszahl nur von Konstanz, an Flächenraum von keinem Bistum des Reiches übertroffen! "Nataaüarlich war die ungeheuer weite Diözese aus Verwaltungsrücksichten schon um 1300 in zwei Generalvikariate beziehungsweise Offizialate abgeteilt worden: eines 'ob der Enns' und eines 'unter der Enns'."

Benno Hubenstein - Vom Geist des Barock - S. 40





Basilika St. Laurenz

 

Zur Geschichte: Lauriacum – Lorch – Enns-St. Laurenz
1800 Jahre bauliche Kontinuität und 1700 Jahre christliche Tradition

 

 

ECCE HOMO

„Seht, da ist der Mensch!“

 

 

 "Die Grenze dieser Welt ist dort, wo bloße Geschehnisse oder Werkzeuge und wunderliche Produkte von Menschenhand für mich nur noch das Fremde sind ohne jene Verbindung, die dieses einzige, unvertretbare Dasein zu mir sprechen lassen würde. Diese Grenze ist verschiebbar. Zwar solange ich alles, was von irgendeinem Menschendasein in Vergangenheit und Gegenwart gewußt werden kann, gleicherweise relevant finde als einen Gegenstand der forschenden Befragung, kenne ich diese Grenze überhaupt nicht. Wenn ich aber etwa die Grenze zwischen der griechischen Antike und dem Orient, zwischen Ägypten und den vorgeschichtlichen Resten nicht nur als ein ein Anderssein, sondern als Hinausschreiten aus dem Kreise des zu mir Gehörigenden kenne, dann werde ich eines mir existenziell zugänglichen Raumes inne. Diese Grenzen sind viele, abgestuft nach Nähe und Ferne. Mich unmittelbar als das, womit ich lebe, Ergreifendes und die letzte verschwindende Möglichkeit eines Ansprechens von einer Weise des Menschseins sind in die Einheit aufgenommen, aber so, daß in dieser Einheit Sprünge zum jeweils qualitativ Anderen bleiben. Die so offenbar werdende Einheit der Geschichte ist die Einheit der ewigen Gegenwart für mich: wie in mir zusammengehalten ist, was durch Überlieferung mein Sein erweckt hat in innerer Erfahrung."

Karl Jaspers - Nachlaß zur Philosophischen Logik S. 401

 

 

 

 Die acht Bronzetafeln von Peter Dimmel zeigen folgende Szenen aus der Passio Floriani:

1.  Der Statthalter der römischen Provinz Ufernorikum Aquilinus teilt dem Chef seiner Kanzlei Florianus einen Erlass Kaiser Diokletians mit, demzufolge Christen aus Staatsämtern zu entfernen sind.

 2. Florian bleibt seiner Überzeugung treu und opfert dem Glauben en Christus seine Karriere. Er bleibt Christ und wird daher zwangspensioniert und "gauverwiesen". So ergreift er den Stab und verläßt seinen Wirkungsort.

 3. Florian hat von der Christenverfolgung In Lauriacum erfahren. Er begibt sich deshalb dorthin, um den Glaubensbrüdern zu helfen. Er wird aber vor den Toren Lauriacums erkannt und verhaftet.

4. Der Statthalter versucht nochmals, seinen ehemaligen Amtsdirektor zum Götter‑ und Kaiseropfer, dem äußeren Zeichen des Abfalls vom Christentum, zu bewegen. Da alle lockenden Versprechungen nichts ausrichten, läßt er die Folter anwenden. Florian wird gegeißelt und schließlich zum Tod durch Ertränken verurteilt.

5. Am 4. Mal 304 ‑ dieses Datum Ist historisch kritisch verbürgt  wird das Urteil vollstreckt. Gerichtsbüttel führen Florian vom Gefängnis auf die Ennsbrücke und stoßen ihn In die Fluten. Der schwere Stein reißt ihn in die Tiefe.  

6. Auch mit den 40 inhaftierten Christen wird kurzer Prozess gemacht. Sie werden als Verweigerer des Kaiseropfers und somit als Staatsfeinde in den Kerkern von Lauriacum hingerichtet. Sie gaben Zeugnis für Ihren Glauben an den einen wahren Gott und seinen Christus. In einem schlichten, antiken Steinsarg im Hauptaltar der Lorcher Basilika sind sterbliche Überreste dieser Märtyrer beigesetzt.



 7. Der Adler, der seine gewaltigen Flügel über Florians Leichnam spannt, ist Symbol göttlichen Schutzes und der Auferstehung zu neuem Leben.

 8. Dem Märtyrer im Wasser des Ennsflusses hat die Volksfrömmigkeit Im Lauf der Jahrhunderte eine besondere Macht über das Element des Wassers zuerkannt.



Als Archidiakon von Rom war Laurentius in Vertretung des Papstes für die Verwaltung des örtlichen Kirchenvermögens und seine Verwendung zu sozialen  Zwecken zuständig. Nachdem der römische Kaiser Valerian Papst Sixtus hatte enthaupten lassen, wurde Laurentius aufgefordert, alles Eigentum der Kirche innerhalb von drei Tagen herauszugeben. Daraufhin verteilte Laurentius das Vermögen an die Mitglieder der Gemeinde, versammelte alle Armen und Kranken und präsentierte sie als den wahren Reichtum der Kirche dem Kaiser. Dieser ließ Laurentius deswegen mehrfach foltern und dann durch Grillen auf einem eisernen Gitterrost qualvoll hinrichten. Der Überlieferung nach waren seine an den Kaiser gerichteten letzten Worte: „Du armer Mensch, mir ist dieses Feuer eine Kühle, dir aber bringt es ewige Pein.“

 

 

STERN DER HOFFNUNG (Prof. Wolfgang PÖttinger)

 

Pöttinger Metallwerkstätten

 Die Unternehmensgeschichte reicht ins Jahr 1922 zurück,
als Ferdinand Pöttinger eine Kunstschmiede in Grieskirchen etablierte.
Dessen Sohn, Prof. Wolfgang Pöttinger,
brachte die Kunstschmiede auf internationales Spitzenniveau.
Die dritte Generation führt das Werk ganz im Sinne der Väter fort.
Wolfgang und Laurenz Pöttinger gründeten 2001
die Metallwerkstätten GmbH im Hausrucker Taufkirchen.

 

Alte und Kinder

Aus den Regeln des Heiligen Benedikt - Kapitel 37:

I

Zwar neigt der Mensch schon von Natur aus zu barmherziger Rücksicht
auf die Lage der Alten und der Kinder;
doch soll auch durch die Autorität der Regel für sie gesorgt sein. 

II

Immer achte man auf ihre Schwäche.
Für ihre Nahrung darf die Strenge der Regel keinesfalls gelten. 

III

Vielmehr schenke man ihnen Güte und Verständnis;
sie dürfen schon vor der festgesetzten Zeit essen.

 

 

 


 

 

HL. NEPOMUK

 

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Der Leiter des Chores und die Seele der Gemeinschaft ist Mag. P. Franz Hörmann, Mönch im Stift Seitenstetten, Pfarrer von St. Michael in Bruckbach und Musiklehrer am Gymnasium. Er führt den Chor mit sanfter und doch bestimmter und kompetenter Hand. Die schönen und durchaus hörenswerten Aufführungen unter seiner Leitung zeigen einen Klangkörper, der eingesungen wirkt und einen wohllautenden Chorklang besitzt.

Quelle: Stift Seitenstetten

 

 





 

 

 

 

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