ROT

Eine Seite
von Theodor Frey

 
   

 

 

 

 

 

zerbrechlich

 

 


tam

 

 


tod
anfang
mitte

 

 

 

 

Das Zahlensymbol des Dreiecks fügt dem geteilten Kreis
ein Drittes hinzu,verläßt die Harmonie des Kreises,
verliert die einfache Gegensätzlichkeit des geteilten Einen
und findet sich in der Verbundenheit und Getrenntheit
von Tun, Empfinden und Denken wieder.

Drei Seiten, wie im Dreieck miteinander verbunden,
und keine darf fehlen,keine darf dominieren,
soll das Ich nicht verloren gehen.

Das farblose, alles in sich bergende Licht,
es wird im Dreieck in Farben zerlegt,
in das Blau des Empfindens, dem Dunkel nah,
in das Rot des Tuns, dem Dasein eingefleischt,
in das Gelb des Denkens, ein Widerschein des Lichts.

In jeder Farbe schwingen die anderen mit,
aus ihrem Zueinander, ihren Mischungen,
ihrem Gegeneinander, wird das Bild des Ichs gestaltet,
die Gestalt, die ich im Sehen bin.
Ein Zusammenspiel, in dem sich mit dem Licht
auch der Schatten zeigt,
ein Zusammenklang, der mir aber auch die
Gestalt der Einheit vor der Dualität
erfahrbar macht.

Rot, die Farbe des Tun und Lassen, des Augenblicks,
sie verlangt Entscheidungen an der Schwelle
von den Erinnerungen des Nicht - mehr
zu den Verheißungen des Noch - nicht.
Rot tritt heraus aus dem Blau, das dem tiefen Raum
der gewordenen Empfindungen verhaftet ist.
Rot nimmt das Gelb auf, das aus den weiten Räumen
des werdenden Denkens entgegenkommt.

tam

 

 

 

Rot "adom" - Blut "dam"

Rot gilt als Farbe des Feuers, des Blutes, der Liebe. Im Hebräischen haben die Worte Blut und Rot den gleichen Ursprung.

Blut und Feuer sind ambivalent dem Leben und der Vernichtung zugeordnet, der Liebe, der Wärme und der Leidenschaft , aber auch dem Hass, dem Krieg, der Aggression und dem Blutvergießen.

 

 

 

 

 










 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

index










 

 

 

 

 

 

 

 

   

 

 

 

 

zum Seitenanfang