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MANTUA,

seine mythische Gründungsgeschichte und eine Beschreibung ihrer Lage zwischen drei von dem Fluß Mincio gebildeten Sumpfseen gibt Vergil in der Göttlichen Komödie von Dante (Die Hölle: 20. Gesang):

Sobald das stille Wasser plötzlich läuft, 
heißt es Benaco nicht mehr Mincio 
bis nach Governo, wo der Po es aufnimmt.
Nach kurzem Lauf geräts in eine Senke, 
breitet sich aus darin und wird zum Sumpf 
und oft zur Plage für das Land im Sommer. 
Als dort vorbei die wilde Jungfrau kam
[die Seherin Manto - Tochter des Sehers Teiresias], 
erblickte sie im Sumpfe festes Land,
ein ödes, unbebautes, unbewohntes,
und blieb, die menschliche Gemeinschaft scheuend,
mit ihren Dienern dort und lebte
in ihren Künsten und entschwand dem Leibe. 
Dann sammelten die rings Zerstreuten Menschen 
an diesem Platze sich, denn er war gut
durch Sumpfgelände allerseits gesichert. 
Sie bauten ihre Stadt auf Mantos Grab 
und tauften ohne weiteren Zauber sie 
nach ihr, die diesen Platz zuerst gewählt.


In Andes bei Mantova, wurde am 15. Oktober Jahres 70 v.Chr. Vergil geboren. "Die Stadt hatte das Glück, schon früh, nämlich 1328, unter die Herrschaft einer Familie zu kommen, der Gonzaga, die nicht nur tüchtige, sondern auch kunstliebende, gebildete Männer hervor gebracht hat, um vier Jahrhunderte unter dieser Herrschaft  zu bleiben. Die Gonzaga bedeuten für Mantua, was die Este für Ferrara, die Medici für Florenz wurden. Im spanischen Erbfolgekrieg nahm der letzte Gonzaga für Frankreich Partei und so kam Mantua an Österreich, blieb 17o8—1866 österreichisch, die napoleonischen Jahre 1797-1815 ausgenommen. Während dieser Jahre ereignete sich hier, wovon wir noch heute singen: »Zu Mantua in Banden, der treue Hofer lag.« Die Franzosen erschossen den Tiroler Freiheitshelden in der Hafenzitadelle." 

Eckart Peterich - Italien S. 330 f.




















 



Selbstbildnis Andrea Mategnas 
in der Camera degli Sposi des Palazzo Ducale







 































































 






















































 





















































 








































































 






 

Basilika St. Andreas  

Verehrung der Reliquie des Heiligen Blutes Christi, welche der Überlieferung nach vom römischen Soldaten Longino nach Mantua gebracht wurde. Sie wurde von Päpsten und Kaisern verherrlicht, war über mehrere Jahrhunderte hindurch das Ziel von Pilgern jeden Standes und festigte den Glauben der Stadtbewohner.

Die berühmteste Kapelle ist Johannes dem Täufer geweiht und ist vor allem bekannt, weil dort Andrea Mantegna begraben liegt. Sie hat an den Wänden Fresken von seinen Schülern, die auch die Bilder Die Heilige Familie und die Familie des Täufers, die Grablegung und Taufe Christi gemalt haben.




































 








Die Beschreibung der Szenerie in Verdis Rigoletto im des ersten Aktes lautet: „ […] links ein Haus mit einem kleinen Hof, der von einer Mauer umgeben ist. […] in der Mauer ist eine Tür zur Strasse angelegt. Oberhalb befindet sich eine Terrasse […] Es ist Nacht […]“.


Giuseppe Verdi und der Librettisten Francesco Maria Piave verlegte die Oper in das Mantua der Renaissance, ohne den Namen dieser Stadt zu nennen. Sie erwähnten nur ganz allgemein einen Herzog aus Mantua.














 


















































Casa Boniforte an der Ecke der Piazza delle Erbe/Piazza A. Mantegna

Die Fensterbogen mit Terakottadekorationen wirken sehr orientalisch












S. Lorenzo

wahrscheinlich entstanden 1082 
im Auftrag der Markgräfin Mathilde von Tuscien,
ein wichtiges Bauwerk der Romanik in der Lombardei





















 















Auf dem Weg in den Süden, nach Mantua




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