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Innenstadt |
Schwabing |
Im Osten |
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ST.
URSULA |
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"Scheint Sonne, dann wird Gold im brandigen Felde scheel . . ." "Rings
herum, in engen und weiten Kreisen zerstreut mehr als versammelt, wohnen
die Maler und Dichter und was als Troß zu ihnen gehört. Kaum einer hat
je den Entschluß gehabt, in die Kirche der Ursula hineinzugehen; denn
jeder fürchtet, vom Äußern beklemmt, unselige Offenbarungen der
Enttäuschung."
"Das Haus der Heiligen Ursula, von einem späten Baumeister entworfen, von profanen Maurern gebaut, wies sich als Form, wies Rumpf und Glieder, stand in der ewigen Erde, führ zum unsterblichen Himmel auf: plötzlich ein Denkmal mit befriedigender, ja offenkundiger Bedeutung; griechisch, morgenländisch, endlich katholisch." Hausenstein, Liebe zu München S. 14 f. - 1921 |
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"Dies ist die Zauberzone des Tempels zur Heiligen Ursula. Er ist im venezianischen Stil erbaut; sehr neu noch; von greller Röte an sonnigen Tagen, dumpf an grauen; schier veilchenfarbig an blauen Abenden im August; ein Zeiger nach Süden und Osten; sehr fremd; dennoch gegenwärtig wie das Selbstverständliche; quälend, erfreulich und wieder peinigend; unbegreiflich, doch unbezweifelbar; Mitte und unwesentlich; Geheimnis und trivial; Denkmal aller Fatalität unseres Augenblicks. Möglich bleibt, daß alle Sorgen überflüssig sind: daß ein Neubau mystifiziert, daß wir ihn mystifizieren. Was würde dies ändern? Dies nicht unterscheiden zu können, wäre nur ein Verhängnis mehr. Das Rätsel auszustreichen wäre nur die letzte der Entbehrungen. es stehen zu lassen ist das Mindeste an Notdurft. Hausenstein, Liebe zu München S. 19 f. - 1921 |
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Majolika ist eine Keramik, oft ohne Bemalung (Halb-Porzellan), oder auch gewöhnliches Steingut, das mit einer deckenden weißen Zinnglasur überzogen ist. Anschließend mit leuchtenden Farben bemalt, kann derart aufwändig hergestellte Keramik Jahrhunderte überdauern, ohne dass die Farben ihren Glanz verlieren. Verzichtet man auf Glasur und Bemalung, spricht man von „Terrakotta“. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts lebte die Majolikafabrikation wieder auf, zuerst als reine Nachahmung, dann als Luxusindustrie. Quelle: Wikipedia |
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Für
verschiedene öffentliche Gebäude in München schuf Jacob Ungerer
den
Figurenschmuck,
Kein
Musik ist ja nicht auf Erden, Dieses Lied vertonte Gustav Mahler im Schlusssatz seiner 4. Sinfonie.
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Josefsaltar von Ludwig Glötzle (1898) - geboren 1847 in Immenstadt, gestorben 1929 in München |
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St. Ursula nimmt insofern eine Sonderstellung im historistischen Kirchenbau ein, als die Architektur keinen der mittelalterlichen Baustile zitiert, sondern Vorbilder in der italienischen Früh- und Hochrenaissance hat. . . . In dem Figurennischen ist der segnende Christus zwischen Petrus und Paulus dargestellt. Darüber im Giebelfeld das von Engeln getragene Lamm Gottes. Die monumentale Kuppel mit belichtetem Tambour und Laterne ist wie die berühmte Florentiner Domkuppel des Brunelleschi zweischalig angelegt. "St. Ursula ist das Ergebnis des Versuchs, am Ende des polymorphen Historismus zu einer Klassizität der Formen und deren stringenter Anwendung zurückzufinden. Auch wenn der Kirchenbau des 20. Jahrhunderts formal weitgehend andere Lösungen bevorzugte, ist August Tierschs Erkenntnis über die ästhetische Abhängigkeit des Ganzen von seinen Teilen wegweisend geblieben, Der Modellcharakter der Kirche sichert ihr einen bleibenden Platz in der Architekturgeschichte." Dr. Sibylle Appuhn-Radtke in "St. Ursula in Gefahr" |
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Die Erlöserkirche in München Schwabing entstand 1901 in einer Zeit des Umbruchs in Architektur und Kunst. Man suchte nach neuen Ausdrucksformen zur Überwindung des Historismus. Das Äußere erinnert an mittelalterliche süddeutsche Landkirchen. Romanische und gotische Anklänge verbinden sich mit zeitgenössischen Elementen. Städtebaulich bildet sie den Abschluss der Achse von der Innenstadt zu Schwabing. Um die Jahrhundertwende war Schwabing ein Vorort, in dem so namhafte Künstler wie Thomas Mann, Wassily Kandinsky, Paul Klee, Max Reger wohnten. Auch der Architekt der Erlöserkirche, Theodor Fischer, wohnte damals in Schwabing. Im Inneren der Kirche wird die Formensprache des Jugendstils deutlich. Die Säulenkapitelle sind ein Beispiel für den floralen Jugendstil, für den München den Mittelpunkt bildete. Das Fresko in der Apsis von Linda Kögel stellt das Leben eines Christen von der Taufe bis zum Grab dar. Die hölzerne Kassettendecke gewährleistet eine ausgewogene Akustik. Quelle: Internetseite der Erlöserkirche |
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"Kunst
hat etwas mit der Schöpfung als einem permanenten Geschehen zu tun,
mit der leeren Leinwand ? vergleichbar der Mystik, die aus dem
Schweigen,
dem Leersein heraus kommt",
Friedhelm Mennekes -Jesuit
"LICHTTRICHTER"
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Glücklich, die wissen, dass hinter allen Sprachen das Unsägliche steht; dass, von dort her, ins Wohlgefallen Grösse zu uns übergeht! Unabhängig von diesen Brücken die wir mit Verschiedenem baun: So dass wir immer, aus jedem Entzücken in ein heiter Gemeinsames schaun. RILKE - Muzot 15. Februar 1924
Gefunden
in einer Münchner Hofeinfahrt
BLICK AUF DIE ERLÖSERKIRCHE IN SCHWABING Die
Erlöserkirche in München Schwabing entstand 1901 in einer Zeit des
Umbruchs in Architektur und Kunst. Man suchte nach neuen Ausdrucksformen
zur Überwindung des Historismus. Städtebaulich bildet sie den Abschluss der Achse von der Innenstadt zu Schwabing. Um die Jahrhundertwende war Schwabing ein Vorort, in dem so namhafte Künstler wie Thomas Mann, Wassily Kandinsky, Paul Klee, Max Reger wohnten. Auch der Architekt der Erlöserkirche, Theodor Fischer, wohnte damals in Schwabing.
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