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Hildebrandhaus in der Maria-Theresia-Straße 23

Der Bildhauer Adolf von Hildebrand kaufte das Grundstück vom Münchner Gastwirt Lorenz Betz. 
Zu den Besuchern des Hauses zählten:
Wilhelm Furtwängler, Cosima Wagner, Prinzregent Luitpold, 
Kronprinz Rupprecht, Wilhelm Röntgen, Max Reger,
Richard Strauss, Ricarda Huch, 
Hermann Levi, Karl Wolfskehl, Hans Pfitzner, Werner von Siemens, Georg Kerschensteiner

 Die Schriftstellerin Elisabeth Braun erwarb 1934 das Hildebrandhaus. Sie zog im November 1938 hier ein, 
wo ihre Stiefmutter Rosa Braun bereits seit vier Jahren wohnte. Elisabeth Braun nahm 15 
verfolgte Menschen jüdischer Herkunft in das Hildebrandhaus auf.
Die Nationalsozialisten enteigneten Elisabeth Braun 1941 wegen ihrer jüdischen Herkunft. 
Im August 1941 wurden
sie und einige ihrer Mitbewohnerinnen in das Internierungslager in der Clemens-August-Straße 9 
(Kloster der Barmherzigen Schwestern)
in Berg am Laim umgesiedelt und
am 20. November mit 1.000 weiteren jüdischen Männern, Frauen und Kindern 
in den litauischen Ort Kaunas deportiert und dort am 25. November 1941 erschossen. 
Der Philosoph Julian Nida-Rümelin ist in diesem Haus aufgewachsen und setzte sich für das Literaturarchiv ein. 
Das Hildebrandhaus ist seit 1977 Sitz der Monacensia, dem Literaturarchiv der Stadt München.




Putto mit Schildkröte (Gipsmodell für Brunnen)

 












Nachdem die Enkelin 2010 der Monacensia den schriftlichen Nachlass überließ, 
wurde 2012 eine beeindruckende Ausstellung unter dem Titel 
"Lena Christ – die Glückssucherin"
eingerichtet. 





LENA CHRIST - Manuskriptseite - Unsere Bayern Anno 14

Mit Gott


Kriegssonntag


Ein feiner Dunst liegt über den Dächern und Türmen der

Münchnerstadt.

Langsam steigt die Sonne hinterm Gasteiger Kirchlein herauf

und macht die Nebelschleier dünner und dünner.

Leuchtend blau zeigt sich der Himmel, und die Kuppeln

des Doms unserer lieben Frau glänzen und schimmern

in ihrer Pracht über die Stadt.

Da beginnt man zu läuten.

Ernst und ehern dröhnt die große Salveglocke Susanna; die

vom heiligen Benno fällt ein, - immer hellere mischen sich unter

den feierlichen Klang; - nun klingt's auch von Sankt Michael

herüber und vom Bürgersaal, von der Theatinerkirche und von

Sankt Peter.















 

 

 



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