EINE SEITE VON THEODOR FREY

KLASSIZISMUS  1750 - 1850

KLENZE 
1764 - 1864

PALAIS  TÖRRING-JETTENBACH ZUR RESIDENZPOST (1835-1838)

WIEDERAUFBAU DES HOF- UND NATIONALTHEATERS (1823 - 1825)

RESIDENZ - KÖNIGSBAU (1826 - 1835)  - FESTSAALBAU/APOTHEKENFLÜGEL (1832 - 1842)

ALLERHEILIGEN - HOFKIRCHE (1826 - 1837)

MARSTALL (1820 - 1822)

MONOPTEROS (1832 -1837)

LUDWIGSSTRASSE (1816 - 1829) - HASLAUER_BLOCK (1826/27) - KRIEGSMINISTERIUM (1822 - 1830)

ODEONSPLATZ (1816 - 1826) - LEUCHTENBERG-PALAIS (1817-1821) - ODEONSPLATZ 3 (1826 - 1828)

BAZARGEBÄUDE (1824 - 1826)

LUDWIG-FERDINAND-PALAIS (1825/26) - ARCO-PALAIS (1824/25)

ÖSTLICHE BRIENNER STRASSE (ab 1817) - OBELISK - KAROLINENPLATZ (1828 - 1833)

KÖNIGSPLATZ (1815 - 1862) - GLYPTOTHEK (1816 - 1830) - PROPYLÄEN (1846 - 1862)

ALTE PINAKOTHEK (1826 - 1836)

BAYERISCHE RUHMESHALLE  (1843 - 1853)

GÄRTNER
1791 - 1847

STAATSBIBLIOTHEK

LUDWIGSKIRCHE

FELDHERRNHALLE

ZIEBLAND
1800 - 1873

ST. BONIFAZ

K(C)ARL VON FISCHER
1782 - 1820

STAATSOPER

 



ZUR BEFREIUNGSHALLE IN KEHLHEIM . . .

 

"Der spätere König Ludwig I.  von Bayern und der Architekt Leo von Klenze besichtigten 1815 immer wieder gemeinsam die Pariser Museen und Sammlungen.  Der bayerische Kronprinz erkannte in dem jungen, ehrgeizigen, aber stellungslosen Klenze den geeigneten Bau- und Agenten für die vielfältigen Bau- und Kunstunternehmungen, die er in Bayern vorhatte. Leo Klenze wiederum sah in dem impulsiven und emotionalen jungen Thronfolger den Dienstherrn, der ihm die Plattform zur Verwirklichung großartiger Bauprojekte schaffen konnte."

Ohne die sehr fruchtbare Arbeitsbeziehung "wäre die Entwicklung Münchens zu einem der großen europäischen Kulturzentren zwischen 1815 und 1860 kaum denkbar gewesen. Das persönliche Verhältnis dagegen war spannungsreich."

"Das Persönliche gewinnt in den 1850er Jahren [im Briefwechsel] an Gewicht; Klenze hatte den Verlust eines Sohnes und einer Tochter zu beklagen, Ludwig den Tod seiner Ehefrau Therese. Die Diskussion um die Gestaltung der Grablege Ludwigs und Thereses in St. Bonifaz wurde intensiv geführt. "

Quelle:  Akademie aktuell - S. 8 ff. von Hannelore Putz

 

 

 

Staatsbibliothek

Staatsbibliothek

1827 erhielt Friedrich von Gärtner den Auftrag zur Planung eines repräsentativen Gebäudes für die Hof- und Staatsbibliothek. Der Bau sollte zunächst in der Ludwigsstraße 1 errichtet werden. 1828 sollte der Standort dann gegenüber der Glyptothek am Königsplatz sein; doch noch im gleichen Jahr war als Standort wieder die Ludwigstraße vorgesehen. 1831 wurden die Entwürfe fertig. Wegen Geldmangels erfolgte die Grundsteinlegung erst am 8. Juli 1832. Der Bau nach den Plänen Gärtners dauerte bis 1843.

Quelle: Wikipedia


Grabstätte für Ludwig I  und seine Gattin Therese in der Basilika St. Bonifaz






BASILIKA ST. BONIFAZ

Grundsteinlegung zur alten Basilika war 1835 zur Silberhochzeit von Ludwig I. Architekt ist der junge Georg Friedrich Ziebland. Die fünfschiffige Basilika wird 76 Meter lang und 36 Meter breit. 66 Marmorsäulen, eine äußerst prunkvolle Ausstattung und ein offener Dachstuhl prägen das Innere. Einweihung ist 1850.  Da das Kloster mitten in der Stadt liegt, die Benediktiner ihren Lebensunterhalt aber immer selbst erwirtschaften, schenkt Ludwig dem neuen Kloster St. Bonifaz das 1455 gegründete und 1803 säkularisierte Kloster Andechs am Ammersee mit großen landwirtschaftlichen Flächen und Betrieben.

 

NEUE PINAKOTHEK

Des Kronprinzen Ludwig erklärtes Ziel war es, München zu einer Kunst- und Kulturmetropole zu erheben. Der Schatz an gesammelten Gemälde wurde in der 1853 eröffneten Neuen Pinakothek der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. In den Fresken, die nach Vorgaben des Königs von Wilhelm von Kaulbach gestaltet sind, war auch ein Feld dem Thema "Studium der Deutschen Künstler neuerer Zeit in Rom" gewidmet.

Angelica Kaufmann (1741 - 1807) - Ausschnitt - Neue Pinakothek

Ludwig I. von Bayern als Kronprinz (1807)







 

Joseph Stieler (1781 - 1858) - Ausschnitt - Neue Pinakothek

König Ludwig I. im Krönungsornat (1826)


Wilhelm von Kaulbach (1804 - 1874)

Ludwig I. umgeben von Künstlern und Gelehrten







 



 





Die katholische Pfarr- und Universitätskirche St. Ludwig, genannt Ludwigskirche, ist der erste Monumentalkirchenbau im Rundbogenstil und besitzt das zweitgrößte Altarfresco der Welt von Peter von Cornelius. Sie wurde im Auftrag von König Ludwig I.  von Friedrich von Gärtner 1829 - 1844 errichtet.

1829 die Grundsteinlegung; 1832 mussten die Arbeiten wegen Kriegsgefahr, politischen Unruhen, Seuchen und der allgemeinen Teuerung eingestellt werden. Es wurde lediglich das Gewölbe geschlossen und durch ein Notdach die bereits vorhandenen Fresken geschützt. Nach dem Finanzausgleich von 1835 zwischen Stadt und Königreich wurden die Arbeiten wieder aufgenommen. Gärtner wurde persönlich für eine Fertigstellung bis 1842 verantwortlich gemacht. Dadurch hoffte die Kgl. Haupt- und Residenzstadt München, den saumseligen Peter von Cornelius zur Vollendung seiner Fresken zu bewegen.

Das Ergebnis der Fresken gefiel aber Ludwig I. nicht; er machte bei einer gemeinsamen Besichtigung der fertigen Kirche mit Peter von Cornelius seinem Ärger Luft. Das bewirkte dann einen Bruch zwischen Ludwig I. und Cornelius. Cornelius ging daraufhin nach Berlin.










2010 in der Renovierungsphase


 
























Grabmal im "Alten Südfriedhof"




LEO VON KLENZE

1784 - 1864















Friedrich von Gärtner


Die Feldherrnhalle wurde 1841 bis 1844
durch Friedrich von Gärtner
 im Auftrag von König Ludwig I.
nach dem Vorbild der Loggia dei Lanzi in Florenz erbaut.







"Die Lebendigkeit der Nachwirkungen Ludwigs als Mäzen und Kunstpolitiker zeigt sich auch darin, daß ihm heute noch eine kontroverse Beurteilung zuteil wird. Eine Gruppe von Kunsthistorikern bewundert Ludwig, weil er den Weg zu einer Kultursynthese oder auch zur Harmonisierung von Landschaft und Architektur eingeschlagen habe. Nun mag man den Historismus des 19. Jahrhunderts als großartigen Versuch interpretieren, eine Kultursynthese zu gewinnen. Daß dies nicht glückte, darin ist man sich einig.  . . . Ästhetische Impulse, Erlebnishunger, Freude am Experiment zählen als Motive zunächst. Auf einer anderen Ebene folgte Ludwig freilich einem intellektuell anspruchsvolleren Antrieb: Idealisierung, Veranschaulichung großer historischer Erscheinungen durch die Kunst."

Heinz Gollwitzer - Ludwig I. von Bayern - S.762