Teilhard de Chardin (1881-1955) sieht im Zentrum Jesu ein brennendes Feuer, eine Energie, die alles durch-dringen kann, bis hin ins kosmische Milieu.

Nach seinem Tod wurde auf seinem Arbeitstisch ein Herz-Jesu-Bild gefunden, auf dem er geschrieben hat:
„ Brennpunkt der höchsten und universellen Energie,
Zentrum der kosmischen Sphäre der Kosmogenese
Herz Jesu, Herz der Evolution, vereine mich mit Dir“.

Christus ist für ihn der Punkt Omega des Universums, der Ort des offenen Geheimnisses: Es gibt ein Herz in der Welt, das sich uns im Erkennen, Empfinden und Handeln zeigen kann und dieses Herz ist das Herz, das uns Jesus von seinem Vater geoffenbart hat.


                                          EINE SEITE VON THEODOR FREY

HERZ JESU KIRCHE



Die Herz-Jesu Kirche ist ein einfacher gläserner Quader des Münchner Architekturbüros Allmann Sattler Wappner. Kardinal Friedrich Wetter weihte die Kirche im Jahre 2000 ein.

Konstruktiv handelt es sich um ein Stahlskelett mit abgehängter Glasfassade. Innerhalb dieses Glaskastens befindet sich, unverbunden, ein weiterer hölzerner Kubus, in den seitlich durch über 2.000 senkrecht stehende Holzlamellen je nach Sonnenstand unterschiedlich stark Licht einfällt. Zwischen Innen- und Außenkubus verläuft ein Umgang.

Den Raumabschluss auf der Altarseite bildet ein wandhoher metallgewebter Vorhang des Künstlerpaares Lutzenberger + Lutzenberger, der an einigen Stellen dichter gewebt ist. Je nach Lichteinfall erscheint das Kreuz mal heller, mal dunkler als die Umgebung.

Die komplette Vorderseite lässt sich wie ein riesiges zweiflügeliges Tor vollständig öffnen. Die Vorderseite besteht aus 24 mal 18 Quadraten, die wiederum aus kleinen Quadraten bestehen, auf denen sich Muster aus stilisierten weißen Nägeln befinden. Ein von Alexander Beleschenko eigens entwickelter Code für die Anordnung dieser Nägel zitiert in immer wiederkehrender Form die Passionsgeschichte nach Johannes 18-20.

Um den inneren Kubus herum führt ein Kreuzweg des Künstlers Matthias Wähner. Die verschiedenen Stationen der Leiden Jesu werden durch Fotografien der entsprechenden Stationen auf der Via Dolorosa Jerusalem illustriert.

Im Campanile freistehenden hängt ein fünfstimmiges Geläut von Rudolf Perner (Passau)gegossen.

Informationen aus Wikipedia

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