Von der diamantspaltenden Vollkommenheit der Weisheit

Alles ist leer,  - alle Dinge sind nur momentan, - ohne ein bestimmtes Sosein, - einem Zauberscheine gleich. Die wahre Erkenntnis liegt daher in der Leerheit selber. Ich gewinne sie in der Losgelöstheit, das heißt im Denken ohne Zeichen, ohne Bedeutung, das von keiner Neigung, keinem Ziel, von nichts bewegt wird.

Der Zustand der vollkommenen Erkenntnis liegt in der vollkommenen Streitlosigkeit.

Karl Jaspers über NAGARJUNA in "Die großen Philosophen - Piper1988-  S. 934

AUF HOCHZEITSREISE - NOVEMBER 1973



Elephanta ist eine kleinere Insel nahe Bombay mit den historischen Höhlen, die der Götterverehrung dienten. Sie gehören seit 1987 zum Weltkulturerbe der Menschheit.
Die Insel stellt einen erholsamen Kontrast zur  Bombay/Mumbai dar. Sie hieß ursprünglich vermutlich Gharapuri, die „Stadt der Ghara-Priester“, wurde jedoch von den Portugiesen im 16. Jahrhundert nach dem steinernen Elefanten, den sie im Hafen fanden, umbenannt. Der Elefant steht heute in den Victoria Gardens in Mumbai. Auf der Insel befinden sich mehrere Höhlen, wovon eine, mit ihren aufwendigen Shiva-Skulpturen, zu den bedeutendsten Bauwerken hinduistischer Bildhauerei überhaupt gehört. . . . Die Überfahrt vom Gateway of India zur Insel ist besonders in den Abendstunden vor der Silhouette Bombays ein Erlebnis. 

Quelle: Wikipedia

DHARMA ist Ding, ist Eigenschaft, ist Zustand, ist Inhalt und ist Bewußtsein des Inhalts, ist Objekt und Subjekt, ist Ordnung, ist Gestaltung, ist Gesetz und Lehre. Es liegt die Vorstellung zugrunde, daß sowohl Geordnetes, ein Gestaltetes, als vielmehr ein Sichordnen, ein Sichgestalten den Inhalt der Welt bildet, und daß jede Ordnung einer anderen Ordnung, jede Gestaltung anderen Gestaltungen Platz machen muß. .. . Das Wort zu übersetzen, mißlingt, weil seine Bedeutungen allumfassend sind.

 

Karl Jaspers über NAGARJUNA in "Die großen Philosophen - Piper1988-  S. 934

 



 



 

Shiva als Bestandteil der „hinduistischen Trinität“ (Trimurti) mit den drei Aspekten des Göttlichen als Brahma, der als Schöpfer gilt, und Vishnu, dem Bewahrer, verkörpert Shiva das Prinzip der Zerstörung. Außerhalb der Trinität verkörpert er aber alles, Schöpfung und Neubeginn ebenso wie Erhaltung und Zerstörung.

Shiva . . . besitzt 3 Gesichter was meist als „universelle Form“ Shivas gedeutet wird. Die Interpretationen gehen hier jedoch auseinander. Es gibt auch den Ansatz ihn als vier-gesichtigen zu deuten, das vierte Gesicht wäre in dieser Betrachtung nach hinten gerichtet und somit nicht sichtbar. Auf jeden Fall werden in dieser Shiva-Darstellung mehrere Charaktere in einer Person vereint. Sein nach rechts blickendes Gesicht mit dem Schädelkopf in der Haarkrone repräsentiert seinen zornigen Aspekt. Das mittlere Antlitz zeigt Shiva jugendlich, und das linke weiblich. Die dicken Lippen der weiblichen Darstellung erinnern an den vormaligen Kunststil der Gupta-Periode.

Die Dinge sind an sich.

Nein, denn was an sich ist, ist nicht aus Ursachen und Bedingungen hervorgegangen. Nun ist aber alles, was ist, aus Ursachen und Bedingungen. Also ist nichts an sich, sondern alles durch anderes.

Wenn kein Ansichsein ist, so ist doch Anderssein.

Nein, denn wenn Ansichsein nicht ist, woher wäre dann Anderssein? Nur fälschlich wird ein anderen Dings An-sich-sein Anderssein genannt. Wenn Ansichsein nicht ist, ist auch kein Anderssein.

Auch ohne Ansichsein und Anderssein werden doch Dinge sein.

Das ist unmöglich. Denn wo wäre ein Sein ohne Ansichsein und ohne Anderssein? Daher: Nur wenn Ansichsein und Anderssein sind, wird Sein erreicht.

So ist doch Nichtsein.

Keineswegs, denn wenn Sein nicht erreicht wird, wird auch Nichtsein nicht erreicht. Nur eines Seins Anderssein nennen die Leute Nichtsein.

Sein und Nichtsein ist unmöglich aufweisbar.

Wenn Sein von sich aus (An-sich-sein) wäre, so würde nicht dessen Nichtsein sein. Niemals wird ein von sich aus Seiendes anders. Wenn von sich aus Seiendes wirklich existiert, dann ist Anderssein nicht möglich.
Wenn aber Sein von sich aus (An-sich-sein) nicht existiert, wessen sollte dann Anderssein sein? oder wessen dieses Nichtsein?

"Es ist" - das ist Ewigkeit ergreifen.
"Es ist nicht" - das ist Vernichtungsansicht. beides erwies sich als unhaltbar. Deshalb darf sich der Weise nicht auf Sein und nicht auf Nichtsein stellen, weder die Ewigkeitsansicht noch die Vernichtungsansicht behaupten.

Karl Jaspers über NAGARJUNA in "Die großen Philosophen - Piper1988-  S. 937

 

 

 

UNTERWEGS  ZU DEN ELLORA HÖHLEN

 

Ellora, circa 30 km nordwestlich von Aurangabad, ist für seine Höhlen- und Felsentempel, Klöster und Kapellen bekannt, die zwischen dem 5. und 10. Jahrhundert n. Chr. als Teil der Dekkan-Architektur über 2 km Länge aus einer basaltischen Felswand geschlagen wurde. Die UNESCO erklärte 1983 die insgesamt 34 Bauwerke zum Weltkulturerbe.

Monolithischer Kailasanatha-Tempel

Der quadratische hinduistische Kailasa-Tempel ist mit einer Seitenlänge von 46 Metern der eindrucksvollste Tempel in Ellora. Gleichzeitig gilt er als der größte Felsentempel Indiens. Er besitzt im Gegensatz zu den anderen Bauwerken Elloras nicht nur eine Fassade sondern wurde rundherum freigelegt, und reich verziert. Dafür mussten 150.000-200.000 t abgetragen werden.

1: Ein einfaches buddhistisches Kloster (Vihara) oder auch Kornspeicher.

5: Der größte Vihara der buddhistischen Gruppe mit insgesamt 20 Zellen.

6: Ein großer Vihara mit Skulpturen des Vajrayana-Pantheons im Vorraum.

Ein Chaitya aus dem 8. Jh. n. Chr. mit offenem Hof und drei Eingängen. Die aus dem Felsen geschlagene Fassade ist zweistöckig.  Die sogenannten Chaitya-Hallen sind Gebetshallen in den buddhistischen Tempelanlagen Indiens.Sie sind vergleichbar mit mittelalterlichen Kirchen Europas, sind aber vollständig in eine Felswand geschlagen. Die frühesten dieser Hallen sind etwa aus dem 2. Jh. v. Chr. bekannt. Die Halle wird durch zwei Stützenreihen in ein Mittelschiff und zwei Seitenschiffe getrennt. Das Allerheiligste bildet ein innen stehender, meist reich verzierter Stupa (ebenfalls "Chaitya" genannt), der von einem Wandelgang, für die rituelle Umgehung (Pradakshina), umgeben ist. Zusammen bilden sie eine halbrunde Apsis, die den Abschluss der Halle darstellt.

12: Ein dreistöckiger Vihara mit einfacher aber beeindruckender ebenfalls 
dreistöckiger Fassade. Im Inneren finden sich reichhaltige Skulpturen.

14: Die sogenannte Ravanas Höhle zeigt eine Skulptur in der Ravana 
den heiligen Berg
Kailash erschüttert.

 

 

 

 

UNTERWEGS NACH AURANGABAD

Aurangabad (Marathi: औरंगाबाद, Auraṅgābād; aus dem persischen: Vom Thron gegründet) ist eine Stadt im westindischen Bundesstaat Maharashtra mit etwa 875.000 Einwohnern. 
Sie besitzt eine Universität und ist ein wichtiger Standort der Baumwollindustrie.





 

 

JAIPUR
PALAST DER WINDE

 

 

 

 

 

 

Fatehpur Sikri  फतेहपूर सिकरी

ehemalige Hauptstadt (1571–1585) des Mogulreiches.
Die Baudenkmäler der Stadt gehören zum Weltkulturerbe der Menschheit.

Der „Panch Mahal“ oder fünfstöckige Palast ist eines der berühmtesten Bauwerke Fatehpur Sikris.
Es verengt sich zu einer einzigen Turmkammer hin und wird von 176 verschiedenen Säulen getragen. Das Erdgeschoss besteht aus 84 Pfeilern, eine bedeutungsvolle Zahl in der Hindu-Astrologie.