Mit Ignaz Günther, der 1725 in Altmannstein im Altmühltal geboren wurde, erreicht die Skulptur des süddeutschen Rokokos ihre höchste Verfeinerung und Delikatesse. 
Er war Schüler von
Johann Baptist Straub, ließ sich 1753 in München nieder und wirkte dort als hofbefreiter Bildhauer. 
Er starb 1775 .
Seine Gestalten zeigen oft ekstatische Gefühle und weisen auf überirdische Sphären hin.

Der Tiroler Maler Martin Knoller schuf 1774 dieses Portrait von Ignaz Günther, als er in der Bürgersaalkirche ein großes Deckenbild ausführte. Es ist im Bayerischen Nationalmuseum zu sehen.

                         

PUTTO AN DER KANZEL IN ST. GEORG - MÜNCHEN

SEINE WERKE

ST. GEORG - MÜNCHEN - BOGENHAUSEN

ST. JOHANN BAPTIST - MÜNCHEN - JOHANNESKIRCHEN

ST. PETER - MÜNCHEN

BÜRGERSAALKIRCHE MÜNCHEN

PETER UND PAUL IN FREISING (NEUSTIFT)

 

DAS IGNAZ- GÜNTHER- HAUS

DOMMUSEUM FREISING

BAYERISCHES NATIONALMUSEUM

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RUBENS IN DER NEUEN PINAKOTHEK

 



ST. GEORG - MÜNCHEN - BOGENHAUSEN

 

Die Seitenaltäre und die Kanzel stammen von Ignaz Günther und seiner Werkstatt. 

Der linke Seitenaltar birgt ein älteres Marienbild (um 1628), umgeben von den Heiligen Joachim und Anna und dem 
Hl. Johann Nepomuk (im Auszug). Der rechte Seitenaltar ist dem Freisinger Bistumspatron geweiht, dem Hl. Bischof Korbinian. Ihm zur Seite stehen der Hl. Leonhard und der Hl. Isidor, im Auszug der Hl. Florian.

Linker Seitenaltar

 

ST. JOHANN BAPTIST - MÜNCHEN - JOHANNESKIRCHEN 

Die Anfänge der Kirche gehen auf das frühe 9.Jh. zurück. Der ursprünglich romanische Bau erhielt von Ignaz Günther seine Rokoko-Ausstattung samt Hochaltar. Die Kirche gilt als kunstgeschichtliches Kleinod. Auf dem Friedhof sind schöne Grabsteine zu finden.



 


 



BAYERISCHES NATIONALMUSEUM


Heilige Anna - 1765-1772

Altarstatue aus der ehemaligen Spitakirche der Barmherzigen Brüder in München. 
Ein nur wenig veränderter Altar ist in der Kirche von München - Johanneskirchen erhalten.

 

Großes Kruzifix
Porzellanmanufaktur Nymphenburg
Modell von Ignaz Günther wohl um 1756 

 

 

      

Chronos um 1765-1770
wohl e
hemals Bekrönung eines Uhrgehäuses

Minerva um 1772



Heiliger Elisäus, um 1760/70




Die Hausmadonna von 1761 befand sich 
an seinem Wohnhaus am Oberanger, 
welches er 1761 erworben hatte.


Heute

 

 

DOMMUSEUM FREISING

DOMMUSEUM FREISING

Maria Immaculata, um 1760

Maria wird als schlanke, hochhüftige
Gestalt dargestellt. Die kostbare 
Farbfassung von Gesicht, Händen 
und
Kleid steht der hohen
bildhauerischen Qualität der 
Skulptur
in nichts nach. 

 

 
Zwei Genien 1757

 

ST. PETER - MÜNCHEN

 

 

     

     

"Fragmente sind heute die Plastiken der Münchner Peterskirche vom Mariahilfaltar (1755) und vom Bruderschaftsaltar (1758), wenn gleich man die Altäre mit Einfühlung rekonstruiert hat. Nicht weniger als fünf Altäre und Teile des Chorgestühls hatte Günther für 'seine' Pfarrkirche geliefert. Hier wurde er 1757 mit der Tochter eines Handelsmannes aus Huglfing getraut, hier fand er 1775 sein Grab. In der Pfarrei von St. Peter - am Oberanger Nr. 2 - erwarb er auch 1761 ein Haus."

Herbert Schindler - Große Bayerische Kunstgeschichte - S. 310

 

 

 

DER SCHUTZENGEL IN DER BÜRGERSAALKIRCHE








 

 

Die Schutzengelgruppe von 1763 ist eine der bedeutendsten Rokoko-Skulpturen der Kunstgeschichte und gehört der Marianischen Männerkongregation der Bürgersaalkirche. Bei der Restaurierung, die 2004 abgeschlossen wurde, fand man 1995 einen von Hand geschriebener Zettel. Beim Abmontieren des linken Flügels hatten die Restauratoren einen kleinen, schmalen Schlitz entdeckt. Mit einem endoskopischen Gerät, an dem eine Miniaturkamera befestigt war, fuhren sie ins Innere der hohlen Skulptur und bargen einen Zettel auf dem mit Tinte geschrieben steht, dass Pater Lucas, der 1765 verstorbene Prior des Münchner Karmeliterklosters, Ignaz Günther den Auftrag erteilt hat und dass der kurfürstliche Bildhauer, die aus mehreren Teilen zusammengefügte Skulptur,  in seinem Wohnhaus fertigte. Die Gesamtform wurde aus einer Zeichnung und einem plastischen Modell entwickelt. 




DIE VERKÜNDIGUNG IN ST. SYLVESTER  
MÜNCHEN-SCHWABING

 













 

Ehemaliges Prämonstratenserkirche Neustift (St. Peter und Paul)

Ehemaliges Prämonstratenserkirche Neustift

Bischof Otto von Freising berief 1142 den kurz zuvor in Premontre (Frkr.) gegründeten Chorherrenorden an das bereits bestehende Alexius-Spital vor den Toren der Stadt Freising und gründete so das "Neue Stift" der Prämonstratenser. Unter Abt Ascanius Heinbogen (1740 - 1775) wurde 1756 der heutige Kirchenraum der ehemaligen Prämonstratenserkirche, jetzt Pfarrkirche St. Peter und Paul, beendet. Die barocke Ausstattung wurde erst 1784 fertiggestellt.
Der Stuck stammt von Franz Xaver Feichtmayr (1735 - 1803). Der Hochaltar von Ignaz Günther ist Zielpunkt des Raumes. Die Deckenbilder sind ein Spätwerk Johann Baptist Zimmermanns (1680 - 1758). Seine Konzeption geht auf Egid Asams Hochaltar von Osterhofen zurück. Das jetzige Hochaltarbild die "Himmelfahrt Mariens" ist von Xaver Dietrich (Signatur: 1913 - 1915). Besonders markant sind Günthers "Petrus" und "Paulus" die auf der Ebene der Apostel im Bild stehen. Auch die beiden vorderen Seitenaltäre, stammen von Ignaz Günther.

Dr. Sigmund Benker im Kirchenführer: " In Ignaz Günthers Figuren, die alle seelischen Tiefen des Menschlichen ausschöpfen und es zur Vergeistigung des Heiligen erheben, hat die bayerische kirchliche Kunst einen Höhepunkt und Maßstab".

 

Werke (Auswahl lt. Wikipedia)

Exponate im Bayerischen Nationalmuseum in München, z. B. von 1771 das Hochrelief "Hl. Joseph mit Jesuskind", Modell für die Pietà in Nenningen, Hausmadonna von Günthers Münchner Wohnhaus (um 1761), Johannes der Täufer (Relief, 1751), Hll. Joachim und Maria, Erzengel Raphael (ca. 1765-70) Im Münchner Stadtmuseum: Sitzendes, ehem. geflügeltes Kind (Epitaph-Rest?)

 

UNSERE REPLIK EINES IGNAZ GÜNTHER PUTTOS