Seiten von Theodor Frey

über Gott - Welt - Mensch


DREIEINIGKEITEN



 


Non est hic aliud nisi domus Dei et porta caeli"

(Gen 28,17)

16 Da wachte Jakob aus seinem Schlaf auf und rief aus:
„Hier ist wirklich °unser Gott° an diesem Ort, und ich habe es nicht geahnt!“
 17 Er erschrak und sagte:
„Wie erschreckend ist dieser Ort!
Er ist nichts anderes als Gottes Haus und als das Tor zum Himmel.“
18 Am Morgen brach Jakob früh auf.
Er nahm den Stein, der unter seinem Kopf gelegen hatte,
stellte ihn als Gedenkstein auf und goss Öl über seine Spitze.
19 Und er gab dem Ort den Namen „Bet-El“ (Haus Gottes).

 

 

Romanische Westfassade der Stiftskirche (1187)








 







Romanisches Kirchenschiff (1187)


















 

"Ausculta, o fili, praecepta magistri"

"Höre, mein Sohn, auf die Stimme des Meisters"

 







Das barocke Chorgestühl fügt sich harmonisch in den lang gestreckten Raum ein. 
Es wurde 1707 von
Giovanni Giuliani (1664 - 1744) geschnitzt.








 











 

















Das liturgische Leben der Zisterziensergemeinde ist geprägt durch die verschiedenen Zyklen von Jahr, Monat, Woche und Tag.  Der Zisterzienserritus zeichnet sich aus durch eine relativ große Treue zu den kirchlichen und monastischen Überlieferungen der ersten christlichen Jahrhunderte. Der klösterliche Tag gliedert sich in die sieben Horen, die Vigilien oder Nachtwachen und die Eucharistiefeier. Alle diese Komponenten können sich je nach Jahreszeit, Wochen-, Fest- oder Fasttag verschieben, wobei heute den Klöstern große Variationsmöglichkeiten eingeräumt sind und jedes Kloster je nach Lage oder Aufgabe den eigenen Rhythmus bestimmen kann.

 




Heiligenkreuz ist heute weltweit das einzige Zisterzienserkloster, das seit der Gründung ohne Unterbrechung besteht. Es ist auch im 9. Jahrhundert seines Bestehens ein lebendiges Klosters, der Konvent besteht aus vielen jungen Mitbrüdern; die fast 80 Zisterzienser des Klosters wirken als Pfarrer in der Seelsorge und betreiben seit 1802 eine eigene Philosophisch-Theologische Hochschule für die Priesterausbildung.

Besonders pflegen die Heiligenkreuzer Zisterzienser das lateinische Chorgebet in gregorianischem Choral nach den Normen des 2. Vatikanischen Konzils.

 

Abt des Klosters war von 1999 - 2011 Gregor Henckel Donnersmarck,  Er wurde 1943 in Breslau geboren, studierte an derHochschule für Welthandel in Wien. Nach einer Karriere als Manager in der Wirtschaft trat er 1977 in das Zisterzienserkoster Heiligenkreuz ein, studierte Theologie und wurde 1982 zum Priester geweiht. In der ZEIT 24/60 schreibt Abt Gregor:

"Vorerst ist mir die Natur heilig als 'das Buch', in dem wir mit unserer von Gott geschenkten Intelligenz lesen können. Wir können dabei von der Schöpfung auf den Schöpfer schließen und sind zur Schöpfungsverantwortung aufgerufen. Eigentlich noch wichtiger ist 'das Buch' ganz anderer Art, nämlich die Offenbaruung in Jesus Christus mit der letzten Konsequenz der Kirche." Seit 2011 ist Maximilian II. Heim Abt. Er wurde 1961 in Kronach geboren. Sein Wahlspruch ist: "Das Herz spricht zum Herzen".

 

 

 


Mystērion war im antiken Griechisch ein religiöses Geheimnis – nicht im Sinn einer zurückgehaltenen Information, sondern im Sinn einer Vergegenwärtigung der Gottheit, die tiefer und höher reicht als Worte aussprechen können. Es bedeutete geistige Wirklichkeit und Kulthandlung zugleich, in untrennbarer Verbindung.

Quelle: Wikipedia









 


Polygonaler Stiftshof

Der Stiftshof beherbergt in seiner Mitte die Dreifaltigkeitssäule 
(eine so genannte „Pestsäule“), geschaffen von Bildhauer
Giovanni Giuliani 
und Hof-Steinmetzmeister
Elias Hügel, . . . 
sowie den Josefsbrunnen, Steinmetz
Joseph Winkler
beide aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhundert.





















 

 

1    Pforte
2    Aula
3    Romanische Westfassade der Stiftskirche (1187)
4    Dreifaltigkeitssäule (1729-1739)
5    Josefsbrunnen (1739) mit 5 Platanen (1848)
6    Alte Klosterpforte (1730) - Eingang in den Kreuzgang
7    Kreuzgang (1240)
8    Annakapelle (1710)
9    Kapitelsaal (1240)
10  Totenkapelle (1711)
11  Brunnenhaus (1295)
12  Mittelalterliche Faterie (1240)
13  Sakristei (1667)
14  Hallenchor (1295)
15  Kirchenschiff (1187)
16  Konvent (1642) - Wohnbereich der Mönche
17  Bernardikapelle (1295)
18  Kaisersaal - Festsaal (1691)
19  Kirchturm (1674)
20  Kreuzkirche (1982) - Heiligtum der Kreuzreliquie
21  Klosterladen




 





Sakristei (1667)

Der Raum mit großen Fenstern auf drei Seiten besitzt eine vielfach gegliederte Stuckdecke, i
n Form eines Spiegelgewölbes. Vor den Fenstern unterbrechen kleine Stichkappen 
die vorgenannten Wölbungen. Die Sakristei präsentiert hochwertige Rokokofresken.













 

 




   

Die Fraterie war der Arbeitsraum der  „Brüder“. . . . Der Raum war sicher ursprünglich für die unterschiedlichen Arten von Werkstätten unterteilt, so zum Beispiel für die Schusterei, Schneiderei, Tischlerei und andere. Neben der „Werkstatt“ lag das Skriptorium, die Schreibstube. In diesem wichtigen Raum schrieben die Mönche Bücher von Hand oder kopierten sie. Er war der einzige beheizte Raum des Klosters. . . . Die Fraterie umfasst immerhin 3 × 6, also achtzehn quadratische Joche, die von breiten rechteckigen Gurten mit angespitzten Bögen in Längs- und Querrichtung unterteilt sind. 
Quelle: Wikipedia










 

 

 

Aus "Deutsche Kunst" A/s/ro 77

 



 

 




Kreuzgang (1240)









Totenkapelle

Die Totenkapelle war im Mittelalter vermutlich das „Parlatorium“ (Sprechraum). 
Der einzige Raum, in dem man in einem Haus des allgemeinen Schweigens 
miteinander sprechen durfte. Heute bietet sich der schmale Raum aus drei Jochen, 
mit Kreuzgratgewölben überdeckt, als „Totenkapelle“ an. . . . 
Tanzende Skelette leuchten (als Kerzenträger) dem verstorbenen Mitbruder, 
der in der Mitte der Kapelle aufgebahrt wird, den Weg in die Ewigkeit.














 

 


Das Brunnenhaus im Kreuzgang

Im Mittelalter die einzige Trinkwasserquelle des Klosters.
Der 1295 fertiggestellte hochgotische neuneckige Raum vermittelt 
den Eindruck einer prächtigen Kapelle, mit den gotischen Fenstern 
aus farbenprächtigen Glasscheiben, auf denen die Familie der Babenberger dargestellt ist, 
Diese derart ästhetische Ausgestaltung eines profanen Raums mit der 
Funktion als Wasserstelle und Waschküche,verwundert zunächst. 
Dafür gibt es aber theologische Gründe. Die prachtvolle sakrale Raumgestaltung 
sollte die Mönche daran erinnern, dass auch gewöhnliche Alltagsbeschäftigungen 
im Angesicht Christi (Schlussstein) geschehen und dass sie 
stets mit allem und überall Gott dienen.






 







 





übersicht

räume & zeiten

musik & spiel

gedanken

tun & lassen

neues

gefundenes

bilder

persönliches

                                            
  
suche auf meinen seiten
    http://www.theodor-frey.de

 

theodor frey

seitenanfang