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Propagandainstrument im Nationalsozialismus /
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WAHNSINNSTRÄUME




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EXHIBITION





 

46       Installation Christian Philipp Müller 









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Aus Hitlers Rede zur Eröffnung der > Großen Deutschen Kunstausstellung <im Haus der Kunst, München 

"Jene Flut von Schlamm und Unrat, die aber das Jahr 1918 an die Oberfläche unseres Lebens gespien hatte, war nicht durch den Verlust des Krieges entstanden, sondern durch ihn nur frei geworden. Ein an sich schon durch und durch verdorbener Körper erfuhr erst durch die Niederlage den ganzen Umfang seiner inneren Zersetzung. Nun, nach dem Zusammenbruch der scheinbar noch in Ordnung befindlichen früheren gesellschaftlichen, staatlichen und kulturellen Formen, begann die darunter schon längst vorhanden gewesene Gemeinheit zu triumphieren, und zwar auf allen Gebieten unseres Lebens."

"Bis zum Machtantritt des Nationalsozialismus hat es in Deutschland eine sogenannte "moderne" Kunst gegeben, d.h. also, wie es schon im Wesen dieses Wortes liegt, fast jedes Jahr eine andere. Das nationalsozialistische Deutschland aber will wieder eine "deutsche Kunst", und diese soll und wird wie alle schöpferischen Werte eines Volkes eine ewige sein. Entbehrt sie aber eines solchen Ewigkeitswertes für unser Volk, dann ist sie auch heute ohne höheren Wert.
Als daher der Grundstein für dieses Haus gelegt wurde, sollte damit der Bau eines Tempels beginnen nicht für eine sogenannte moderne - sondern für eine wahre und ewige deutsche Kunst, d.h. noch besser: Ein Haus für die Kunst des deutschen Volkes und nicht für irgendeine internationale Kunst der Jahre 1937, 40, 50 oder 60. Denn in der Zeit liegt keine Kunst begründet, sondern nur in den Völkern. Es hat daher auch der Künstler nicht so sehr einer Zeit ein Denkmal zu setzen, sondern seinem Volke. Denn die Zeit ist etwas Wandelbares, die Jahre kommen und sie vergehen. Was nur aus einer bestimmten Zeit heraus allein leben würde, müßte mit ihr vergänglich sein. Dieser Vergänglichkeit aber würde nicht nur das verfallen, was vor uns entstanden ist, sondern auch das, was heute entsteht oder erst in der Zukunft seine Gestaltung erhält."

"Sie werden es nun alle verstehen, wenn mich in diesen Tagen ein wahrhaft schmerzlicher Kummer erfüllt darüber, daß es die Vorsehung nicht gestattet hat, den heutigen Tag mit dem Manne zu erleben, der mir sofort nach der Übernahme der Macht als einer der größten deutschen Baumeister die Pläne auch für dieses Werk entworfen hat. Als ich mich an den bereits die Parteibauten bearbeitenden Professor Ludwig Troost wendete, mit der Bitte, ein Kunstausstellungsgebäude auf diesem Platz zu errichten, da hatte dieser seltene Mann eine Anzahl großgedachter Skizzen bereits ausgeführt für ein solches Gebäude - entsprechend den damaligen Ausschreibungen - auf dem Gelände des Alten Botanischen Gartens."

"Wir werden von jetzt ab einen unerbittlichen Säuberungskrieg führen gegen die letzten Elemente unserer Kulturzersetzung. Sollte sich aber unter ihnen einer befinden, der doch noch glaubt, zu Höherem bestimmt zu sein, dann hatte er nun ja vier Jahre Zeit, diese Bewährung zu beweisen, Diese vier Jahre aber genügen auch uns, um zu einem endgültigen Urteil zu kommen. Nun aber werden - das will ich Ihnen hier versichern - alle die sich gegenseitig unterstützenden und damit haltenden Cliquen von Schwätzern, Dilettanten und Kunstbetrügern ausgehoben und beseitigt. Diese vorgeschichtlichen prähistorischen Kultur-Steinzeitler und Kunststotterer mögen unseretwegen in die Höhlen ihrer Ahnen zurückkehren, um dort ihre primitiven internationalen Kritzeleien anzubringen."











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Aus dem "Illustrierten Beobachter" 1939 - Folge 22



 

Richard Klein (* 1890 in München; † 1967 in Weßling) war ab 1935 war er Direktor der 
Staatsschule für angewandte Kunst
in München. Als für das nationalsozialistische Regime 
wichtiger Künstler stand er auf der so genannten
Gottbegnadeten-Liste.

Klein nahm ab 1915 an Ausstellungen der Münchner Secession teil. In den 1930er und 1940er 
Jahren zeigte die dem
Kunstverständnis des Nationalsozialismus verpflichtete 
Große Deutsche Kunstausstellung
im Münchner Haus der Deutschen Kunst Richard Kleins Werke.

Richard Klein entwarf einige der im nationalsozialistischen Deutschland erschienenen Briefmarken, 
darunter die jährlich zum Rennen um das Braune Band herausgegebenen Sondermarken und 
die Dauernarken mit dem Porträt Hitlers.

Quelle: Wikipedia





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theodor frey

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Sanierung des Gebäudes


David Chipperfield wurde beauftragt das Gebäude zu sanieren. Über das Gebäude äußerte er sich in der SZ Nr. 2/2014:

>   "Es ist ein starkes Gebäude seiner Zeit. Ich schätze die Klarheit seiner Räume"

>   "Der Charakter wurde immer mit der Geschichte des Hauses durcheinandergebracht. Die Organisation der Räume ist extrem klar und die Räume selbst überzeugen sehr. Für Kunstausstellungen sind sie großartig."

>   ". . . es ist die Fassade und die Eingangshalle, die das meiste Gewicht der Erinnerung tragen."

>   "Egal wo auf der Welt, wenn man einen Parkplatz [an der Seite zum Englischen Garten hin] verschieben will, wird's problematisch. Aber wir wollen diese Frage stellen und auch die nach den Bäumen. . . . Zum Vorteil für das Haus der Kunst."

>   "Im Haus der Kunst sind diese [Räume] in puncto Größe fast identisch mit Räumen der Industriearchitektur. Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr faszinieren sie mich. . . . Das ist einzigartig."


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theodor frey

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