MARIA TROST GRAZ



EINE SEITE VON THEODOR FREY



Auf dem Langhaus der Basilika thront eine zentrale Kuppel. Auf den Seiten befinden sich Kapellen. Das Vorbild für den Kirchenbau ist die römische Jesuitenkirche il Gesu.  Das Deckengewölbe und die Seitenwände des Kircheninnenraumes sind reich mit Fresken verziert. Sie sind von den Künstlern Lukas von Schram und Johann Baptist Scheidt und entstanden zwischen 1733 und 1754. . . . Im Kuppelfresko wird die Gottesmutter Maria als Himmelskönigin verehrt und vom Licht der Heiligen-Geist-Taube umstrahlt.

 


Gedanken zur „Kuppel“ von Dr. Barbara Huber-Rudolf (Auszug)

Die Kuppel ist ein großzügiger Ort vielfältiger Götterverehrung.

Die Kuppel ist ein Symbol der Transzendenz.

"Ein ewiges Einatmen und Ausatmen des Pleroma, ein ewiges Wechsellied zwischen Gott und Welt. Dieser Wechselgesang aus Licht, Raum und Farbe soll im Dom der Heiligen Weisheit von uns gestaltet werden! Das übersteigt irdisches Maß!“ (Franz Spunda, österr. Schriftsteller).

Die Kuppel ist Ausdruck der Interaktion zwischen Welt und Himmel, zwischen Mensch

und Gott 

Minarett und Kuppel wurden Zeichen osmanischer Architektur. Witzigerweise haben die Münchner anfangs über die Zwiebeltürme ihrer Frauenkirche geschimpft, sie sähen so türkisch aus!

Die Kuppel ist keiner Religion eindeutig zu zuordnen. Sie ist ein interreligiöses Zeichen!

Kuppeln überwölben, was uns heilig ist. Sinnenfällig wird das im Felsendom: Im Jahre 692 wurde diese Gedenkstätte errichtet. Es ist ein heiliger Ort für Juden, Christen und Muslime gleichermaßen. An dieser Stelle war Abraham bereit, seinen Sohn zu opfern. Mohammed ist hier ins Paradies aufgestiegen. 

Die Kuppel markiert das, was die Erbauer für das Authentische der Auftraggeber erachten: Altar bzw. Gemeinderaum!

Die Kuppelfresken im oberbayerischen Rokoko zeigen fast standardisiert ein Abbild des Himmlischen Jerusalem.  . . . Die Kuppel als Teil der Kugel weist in die gleiche, geistliche-theologische Richtung. Vollendung erfahren wir nicht in dieser Welt! Die barocke Kuppel öffnet sich deshalb in die Laterne, eine Art künstlerisch gestalteter Kamin. Dieser nimmt das Geschehen in die ewige Herrlichkeit mit.

Die Kuppel ist ein Zeichen für die Öffnung unseres begrenzten, irdischen Lebens in das

geistliche und ewige Leben.


 



Angelus-Stiege mit 216 Stufen


 




In einer Darstellung wird an den entscheidenden Sieg Österreichs über die Türken erinnert. Der Kaiser blickt mit seinen Feldherren dankend gen Himmel. Engel halten den Namen Maria in ihren Händen.

 

Im Mittelpunkt des Hochaltars steht eine spätgotische Marienstatue von 1465, welche aus dem Stift Rein stammt und 1695 durch eine barocke Ummantelung von Bernhard Echter zur Gnadenmutter umgestaltet wurde. Über ihr befindet sich eine Inschrift, die von Engeln getragen wird: Solatium vitae nostrae (Trost unseres Lebens).










 

 

Die Kanzel wurde von Veit Königer 1779 geschaffen.
Es ist darauf die Darstellung von Glaube (Kreuz),
Hoffnung (Anker)
und Liebe (Herz) zu sehen.
Er schuf auch den Hochaltar im Grazer Dom.

 

 

 

Blick von Maria Trost in Richtung Stadt


STEIERMARK  

ADMONT

FRAUENBERG

SECKAU

WEINGUT MAITZ

EHRENHAUSEN

DEUTSCHLANDSBERG

STAINZ

JAGAWIRT

KITZECK

SEGGAU

STRAßENGEL

STIFT REIN

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HORIZONTE

FLANIEREN IN GRAZ

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